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 Aufarbeitung BBU-Akkulok

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Freiland
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BeitragThema: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Do 06 März 2014, 21:00

Servus Feldbahnfreunde,

zur Vorgeschichte: In den 70ern baute die BBU (BleibergerBergwerksUnion) für ihre Betriebe in Kärnten und dem Burgenland eine geringe Zahl an Gruben-Akkulokomotiven, mindestens zwei dieser "Eigenbauten" haben sich bis heute erhalten; die eine steht heute im Eingangsbereich des Schaubergwerks in Bleiberg...







...die zweite wurde in den 90ern bei einem Schrotthändler gefunden und von einem Feldbahnsammler angekauft, hier zwei Bilder der Lok im damaligen Zustand:







2003 gelangte die Lok ins Eisenbahnmuseum Schwechat, wo 2011 auch die ersten Schritte zur Aufarbeitung (Zerlegen, Sandstrahlen,...) vorgenommen wurden,...















...danach stand sie für zwei Jahre unangerührt in der Halle herum...





...bis die Arbeiten von Kollegen Stefan(User JW200) und dem mehr-oder-minder-Neuankömmling (mir) unter dem Leitmotto "Is´im Prinzip ja nur größeres 3D-Puzzle" Mitte 2013 wieder aufgenommen wurden. Eine große Motivation dabei war, dass die als Eigenbau recht primitiv konstruierte Lok (unter 100 Einzelteile, Elektrik ausgeschlossen) ein sicheres Ziel darstellte.
Der erste Schritt war damals die Reinigung und Neulackierung des Motors:





Als nächstes wurden die Innenseiten des Lokkastens zur Rostvorbeugung lackiert, der Motor eingebaut, das Bremsgestänge eingehängt und die Achsen überdreht, grob entrostet und samt Lager neu gestrichen:









Letztes Wochenende waren dann die Achsen zum Putzen dran; der Ausdruck "Voll fett" bekam dabei eine ganz neue Bedeutung:





Kollege Stefan wird mal beizeiten weitere Bilder beisteuern können.

Fortsetzung folgt...
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FK
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Fr 07 März 2014, 00:03

Ein paar Bilder kann ich auch beitragen, teilweise von Stefan.

Grundieren der vom Sandstrahlen angelieferten Teile:

Unter dem Hallenkran konnte der Rahmen in optimale Position gebracht werden.


Hier eine der Achsen auf der Drehbank.

Und während der Bearbeitung durch David.


Kopfzerbrechen bereitet noch der Inhalt der Blackbox:

Das Kästchen mit dem roten Fleck ist der Steuerhebel.


FK
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Freiland
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Sa 12 Apr 2014, 23:56

Servus Aufarbeitungsinteressierte,

in den letzten Wochen wurden wieder einige kleine Schritte an und um unsere Akkulok getan;

Die beiden Ketten wurden großflächig entrostet, gereinigt und anschließend (wie auch die Federn) in eine Ölwanne eingelegt:










Abhängen...


Außerdem wurden die Achsen endlich fertig gestrichen (anfängliche Zweifel an der Lackfarbe schwarz wurden durch das durchaus einleuchtende Argument "Aussenrahmenlok-da sieht man von den Rädern im Normalfall gerade mal 3 cm" beseitigt):




Gruß
David
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Freiland
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Mo 05 Mai 2014, 17:23



In den letzten Wochen wurden wieder Einige Arbeiten erledigt: Als erstes wurden die Lager mittels Hydraulikpresse auf die Achsen gepresst:








Die Puffer wurden vorne und hinten befestigt...




Und dann war´s eigentlich auch schon soweit und die Achsen wurden in den Lokkasten eingehängt und das Gefährt konnte nach über drei Jahren endlich wieder auf Schienen stehen:






Gruß
D.G
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timobahn
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Mo 05 Mai 2014, 18:09

Hallo David,

tolle Arbeit habt Ihr bisher geleistet. Danke fürs Zeigen.

Viele Grüße
Timo
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FK
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Mo 05 Mai 2014, 18:25

Und das Bild können wir nicht vorenthalten:
Unterzüge einbauen.

Federn zusammendrücken auf die Schnelle, nachdem auf der Führerstandsseite die Einbauten fehlen.

FK
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Freiland
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Di 10 Jun 2014, 18:51



Vor knapp zwei Wochen war es endlich soweit: Nachdem die Ketten (unter größter Spannung-Lok kaum mehr von Hand zu bewegen) eingebaut worden waren...







...wurde die erste Probefahrt gemacht!!! Mit zwei Autobatterien, einem Startladegerät und unserem Elektrotechniker bestückt, fuhr die kleine Akkulok zum ersten Mal nach Jahren wieder aus eigener Kraft ihre ersten Meter. Die Steuerung bestand aus zwei Kabelenden, welche man nach Bedarf aneinander gehalten wurden:









Am Samstag erfolgte dann auch der erste größere Ausritt auf der "Hauptstrecke" gute 400m hin und zurück bei Schrittgeschwindigeit:








Anbei noch ein Bild aus dem alltägl. Einsatz vor ca. 40 Jahren, Photo von einem Kollegen:


Gruß
D.G
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Jürgen Wening
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Di 10 Jun 2014, 21:15

Sehr schön!!!
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Di 30 Jun 2015, 18:44

Sehr schön.
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hfb312
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung BBU-Akkulok   Di 30 Jun 2015, 18:50

SEHR SCHÖN! Tschuldigung
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