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 Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore

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Febalok
Lorenbremser


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   So 08 Jun 2014, 12:28



Walzzeichen bei Konstruktionsprofilen (1918 bis in die 1960ger Jahre):

NP. oder N.P. bedeutet stets Normalprofil oder Normprofil.
Das heißt, der Benutzer kann sich darauf verlassen, dass die jeweiligen Normmaße eines U, L, T, Doppel-T (heute: I) eingehalten sind.

(Beim Doppel-T ersetzt heute der IPE (I mit Parallelflanschen, Europäisch genormt) den I; der aber nach wie vor erhältlich ist. Das Verhältnis Breite zu Höhe ist etwa 1:2.)

Die Walzform (U, L, ...) wurde nicht ins Walzzeichen aufgenommen, da sie offensichtlich ist.

Sonderprofile hatten eine Buchstaben oder Zahlen/Bruchzahlenbezeichnung.
SP = Sonderprofil
WP = Waggonbauprofil
P = Peiner = Parallelflansch-Doppel-T (~1960-~1990 IPB, IPBl, IPBv, dann H: HEAA, HEA, HEB, HEM)
P bzw. H-Profile werden auch als Breitflanschträger bezeichnet. Das Verhältnis Breite zu Höhe ist etwa 1:1.

Schienen waren/sind anders gekennzeichnet.

Das Herstellerwerk war als Kürzel im Walzzeichen ablesbar. Bei alten Stählen war manchmal der Herstellverfahren in´s Zeichen integriert:

T = Thomas
B = Bessemer
M = Martin
SM = Siemens-Martin
LD = Linz Donawitz (Sauerstoff-Aufblaß-Stahl, muss nicht unbedingt aus dem LD-Werk sein)




Das HRM bedeutet aber "Hüttenwerk Ruhrort Meiderich".

Unter diesem Namen wurde von 1907-1931 und 1934-1945 und 1955-1997 Profilstahl hergestellt. Das Werk ist heute noch existent, und produziert unter dem Namen ArcelorMittal.

Viele Grüße

Marcus
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timobahn
Lorenbremser


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   Mo 09 Jun 2014, 12:38

Hallo Marcus,

vielen Dank für die Erklärungen. Das bringt für mich als Nichtmetaller wieder etwas mehr Licht ins Dunkel.

Viele Grüße
Timo
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timobahn
Lorenbremser


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   So 15 Jun 2014, 11:16

Hallo,

vorgestern abend und gestern habe ich erst mal die Stirnwandrungen gebohrt und mit den dazugehörigen Rahmen verschweißt, sowie das Ganze grundiert.





Außerdem habe ich noch die Befestigungsplatten für die Rungenhalter gebohrt. Ursprünglich wollte ich die Rungehalter aus Flachstahl 70x4 zu einem U mit nach außen stehenden Flanschen biegen, wofür vier Biegestellen notwendig gewesen wären. Dafür habe ich mir extra Stücke von 23cm Länge geschnitten. Aber ich wußte irgendwie nicht so recht, wo beginnen und auf Anraten eines Kollegen habe ich mich dann entschlossen die Halter aus U-Stahl 54x45x4 auf Halteplatten zu schweißen.Allerdings muß ich dafür die beiden Schenkel des U-Profils etwas kürzen, damit die Rungen nicht zu viel Spiel bekommen. Für die Halteplatten nehme ich nun diejenigen, die ich bereits als Gegenplatten für die Innenseite des Holzrahmens geschnitten und gebohrt hatte. Die Platten, die ich eigentlich für die Halter vorgesehen hatte, wandern dafür auf die Innenseite. Dort stört es mich mich nicht, daß diese eigentlich zu lang sind, ganz im Gegenteil, dort können sie, eventuell auftretende Belastungen, noch großflächiger auf den Holzrahmen verteilen.



Viele Grüße
Timo
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timobahn
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   Fr 20 Jun 2014, 22:46

Hallo,

am Dienstag habe ich endlich meine Achsen zurückbekommen. Heute habe ich mit Hilfe eines Kollegen die Räder wieder aufgepreßt. Zu zweit war es einfacher die schweren Dinger zu hantieren.



Anschließend habe ich dann die Rollen in die Lager eingebaut, den Sicherungsring hineingewürgt und einen Streifen Filzdichtung eingeklebt. Dann habe ich die Lager vorsichtig über die Achsenden gestülpt, damit die Rollen nicht mehr im Gehäuse umherfallen können, die Achsen mit den Lagern auf den Rahmen aufgelegt und die Haltebpgel mit dem Rahmen verschraubt.. Nun habe ich noch die Schmiernippel montiert und mal Fett in die Lager gedrückt.



Zuletzt habe ich die Radsätze und die Befestigungsschrauben noch grundiert.



Ich freue mich unheimlich, daß es so gut geklappt hat.

Viele Grüße
Timo
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kurbelwinde
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BeitragThema: .........schön isser.....   Sa 21 Jun 2014, 12:39

Mahlzeit Timo
Schönen Lorenrahmen hast du da , sieht gut aus !
Bin gespannt wie alles zusammen aussieht .
Willst du mit dem Teil auf Tour zu anderen Feldbahnen ?
Wäre schön , dann könnte man mal zusammen irgendwo          confused 
fahren .Und wegen der roten Achsen , lass dir nix erzählen !
Wessis dürfen das  !                Lachen 
Oder ist das Grundierung ? Egal , sieht gut aus !

Schöne Grüsse vom Kreuz von Jörg
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kay
Diesellokführer


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   Sa 21 Jun 2014, 17:22

Wessis dürfen das !


 study 
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timobahn
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   So 22 Jun 2014, 13:30

Hallo Jörg,

vielen Dank. Arrow 

Das ,,rot´´ ist nur die eigentlich rotbraune Grundierung. Da kommt noch ein schönes elegantes Schwarz darüber, so wie das auch vorher war. Rote Rädchen finde ich zwar auch ab und zu ganz schön, aber das wäre trotzdem nicht so meins. Da das Ganze praktischerweise überkopf liegt, brauche ich beim Anstrich nur am Rädchen drehen. Und drehen sollen sich die Rädchen natürlich auch andernorts. Ich hab schon festgelegt, das nächste Auto bekommt eine Anhängerkupplung.

Gestern ging es noch ein Stück weiter. Nach der zweiten Schicht Grundierung habe ich erst mal die Stirnwandrahmen vorgestrichen und dann die Rungenhalter zusammengeschweißt.


Diese habe ich dann heute noch ein bißchen nachgearbeitet, so Grundierfertig sind.

Viele Grüße vom ,,Südi´´ Laughing 
Timo
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timobahn
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   So 29 Jun 2014, 15:14

Hallo,

es geht gerade Schlag auf Schlag. Heute ist der erste Tag diese Woche, wo ich mal nichts baue.

Es wurden diverse Teile gestrichen, wie hier die Stirnwandrahmen, die Seitenrungen und die Rungenhalter.




Nachdem die Radsätze nun fertig gestrichen sind, war am Donnerstag ein weiterer großer Tag für mich: Ich habe sie umgedreht und nun steht sie endlich nach rund vier Monaten wieder auf ihren eigenen Füßen. Dazu habe ich sie erst mal auf den großen Karton im Hintergrund abgelegt und war erstaunt, was der so aushält. Anschließend habe ich sie dann über den kleinen Karton, wo sie nun draufsteht, mit Hilfe des Krans, abgerollt, schließlich sollte die frische Farbe nicht schon jetzt am Fußboden abgerieben werden.


Nun konnte ich endlich auch die Oberseite anstreichen und die Schraubenköpfe der Achshalter grundieren...


...die natürlich inzwischen auch ihre Farbe bekommen haben.


Da nun der Unterwagen soweit fertig ist und ich auch das Holz inzwischen in die Firma mitgenommen hatte, entstand am Samstag erst der Holzrahmen des Aufbaus...


...der erst mal probeliegen durfte, nur damit ich feststellen mußte, daß sich bei den Löchern für die Befestigungsschrauben mit dem Unterwagen offensichtlich die Ungenauigkeiten summiert hatten. Ich hab das Teil dann auf die Ständerbohrmaschine samt Bock mit diversen Auflagestücken bugsiert, und hab die vier Löcher aufgebohrt. Beim zweiten Probeliegen hat es dann gepaßt.


Danach habe ich die Winkel für den Kantenschutz und die mittlere Schraubleiste montiert, das Ganze über die bereitliegenden Bodenbretter gestülpt und verschraubt. Tags zuvor hatte ich noch die seitlichen Schraubwinkel ausgeschnitten, weil mir einfiel, daß diese mit den Gegenplatten der Rungenhalter kollidiert hätten. Diese wurden ebenfalls montiert.


Beim anschließenden Auflegen auf den Lorenrahmen half mir ein Kollege, weil der Aufbau alleine doch eher unhandlich ist.


Nun habe ich noch die erste Stirnwand verbrettert und die Stirnseitigen Rungenhalter montiert. Diese Stirnwand durfte natürlich auch schon mal probesitzen:




Im Anschluß daran habe ich noch die seitlichen Rungenhalter angeschraubt. Dank der Aussparungen in den Schraubwinkeln ging das problemlos, wenn man die etwas unkommode Lage (das darf man wörtlich nehmen) und daß Teile, die man fallen läßt, grundsätzlich außer Reichweite fallen, einmal absieht.




Zuletzt habe ich nich die Binderinge an die Seitenrungen geschraubt, aber kein Bild davon gemacht.

Viele Grüße
Timo
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timobahn
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   Do 03 Jul 2014, 22:39

Hallo,

so, ich biege langsam auf die Zielgerade ein:

Diese Woche habe ich die Stirnwände fertiggemacht:



Die zweite Wand ist nun auch verbrettert und die Schrauben und Muttern sind grundiert und gestrichen. Ein paar Fehlstellen habe ich ebenfalls noch nachgestrichen.

Die Schrauben, die sich unterhalb des Bodens befinden habe ich mit Leinöl eingestrichen. Das Zeug ist nicht nur ein guter Holz-, sondern auch Korrosionsschutz.


Außen herum habe ich noch die Schraubenköpfe der Rungenhalter und der Verschraubung von Unterwagen und Aufbau grundiert und gestrichen.




Nun darf die Farbe erst mal übers Wochenende durchtrocknen. Nächste Woche müssen noch ein paar Kleinigkeiten gemacht werden und dann kommt sie heim.

Viele Grüße
Timo
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Joerg
Lorenbremser


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung eines Lorenrahmens zur Flachlore   Fr 04 Jul 2014, 06:59

Hallo Timo,

sehr gute Arbeit! Gefällt mir. Fast ein wenig zu schade für den rauen Feldbahnbetrieb  Very Happy 

Jörg
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