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 aus dem Dasein eines Stirnwandwagens

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kurbelwinde
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BeitragThema: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   Sa 24 Jan 2015, 22:49



Tachauch
Angefangen hat das mit einem Besuch bei einem Sägewerk im Sauerland , da lagen drei Stapel Lorengestelle,
welche man nur aus erhöhter Sitzposition (LKW)von der Strasse aus sehen konnte. Auf meinem Rückweg ,
es war eine Leerfahrt, kam ich wieder an diesem Betrieb vorbei und ich fuhr kurzentschlossen auf den Parkplatz.
Nach kurzem, knackigen Gespräch mit dem Betriebsleiter sagte er mir zu, beim Kauf einer Gitterbox Brennholz
die beiden Lorenrahmen am darauf folgenden Samstag abholen zu können. Samstag dort angekommen ,
verlud ich den ganzen Krempel auf meinen Anhänger, wobei mein Erdbeerpflücker mit zwei Rahmen UND einem
Schüttraummeter Brennholz an seine Grenzen kam. Aber alles gut Zuhause abgeliefert und eingelagert.
Das war ne Aktion für Kurzentschlossene , nun hieß es , Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn ich wusste ,
was ich mit den Wagen vorhatte , nur meine Eltern und Vermieter nicht ! Wir einigten uns wenn das ,,DING"
fertig ist , das es ordentlich auf ein Gleis gestellt in unserer Einfahrt seinen Platz bekommen soll.
Alles geklärt , weiter im Text .

Hier die beiden Kandidaten nach dem abladen    


Nach dem Einkauf bei meinem Eisenhändler begann ich mit dem Aufbau eines Stirnwandwagens

Nu ging das los. Die Radlager an dem ovalen Lorenrahmen waren durch die Umsetzerei mit dem Stapler dermassen im Dutt,
das ich mich entschloss, die Lager von dem Holzrahmen zu nehmen .Alles auseinandernehmen, reinigen,
Bestandaufnahme nach dem waschen, alles super. Neue Filzringe und Anlaufscheiben rein, und am Rahmen montiert.
So stand dann ein technisch renovierter Feldbahnrahmen vor mir. Erst wollte ich einen Fasswagen bauen,
entschied mich mangels bequemer Sitzposition dann für den Bau eines Stirnwandwagens .
Winkeleisen 50X50x5 hatte ich schon geholt , dann kam der Zuschnitt .
Ich teilte die sechs Meter Lagerlänge so auf , das die Stirnwände mit 33er Bohlen , drei übereinander ,
belegt werden konnten. Die Ladefläche fertigte ich aus Abschnitten von Seecontainerboden , die ich aus
Bremen mitbrachte. Quer eingeschweisste Winkeleisen bekamen zwei Streben pro Seite bis runter auf den Rahmen.
Das wars vorerst schon mit den Eisenarbeiten , nu kam Kosmetik . Die bestand aus Entrostungsmaßnahmen,
und drei Anstrichen mit schwarzer Farbe(Hammerite) die sich bis heute recht gut geschlagen hat .
Dann, an einem Samstagnachmittag, stand dann das Ergebnis einiger Wochenendarbeiten vor mir .




Kuppeldorne mussten noch her. Mein Kumpel Jürgen drehte mir pro Dorn zwei Scheiben, welche oben und in der
Mitte auf einer ca.30cm langen 32ger Welle verschweisst wurden. Der obere Teil wurde solange mit der Flex maltretiert,
bis die gewünschte Form anstand.



Bald gehts weiter.......


Grüsse vom Kreuz von Jörg      Mütze
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   Sa 24 Jan 2015, 23:56

Hallo Jörg,

vielen Dank für den Einblick in die Geschichte deiner Lore. Arrow
Ich kenne sie ja auch live und durfte auch schon auf ihr mitfahren.
Deshalb freue ich mich auf die Fortsetzung.
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http://www.design-hsb.de/homepagf.htm
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   So 25 Jan 2015, 00:09

Danke Jörg für den ersten Teil deines Berichtes. Daumen hoch

Die Sägerwerksloren haben meist schmale Laufflächen. Wie breit ist die bei dir? Das sieht optisch wie 55mm aus.
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kurbelwinde
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   So 25 Jan 2015, 00:18

Das sind 55ger Räder , haben bis heute einen guten Job bei mir unterm Wagen gemacht.
Das sind die Räder von dem Holzwagen wo auch die Lager her sind.

Hallo Helmut
Morgen mehr von dem guten Stück .


Bis morgen     Jörg        Mütze
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   So 25 Jan 2015, 00:26

kurbelwinde schrieb:
Das sind 55ger Räder , haben bis heute einen guten Job bei mir unterm Wagen gemacht.
Das sind die Räder von dem Holzwagen wo auch die Lager her sind.
i

aha, Danke. Dann viel Glück zum Kipploretreffen auf den Torfbahnstrecken. Wink
Bin mal gespannt wie gut der Wagen von dir durchkommt.
Übrigens haben wir auch noch 8 Achsen mit 55mm Laufflächen liegen. Schauen wir mal.
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kurbelwinde
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   So 25 Jan 2015, 11:55



Tachauch

Nachdem der Wagen fertig war, wurde ein Stück Gleis gelegt .
Das musste von einer Seite her gut mit dem Auto und Anhänger
erreichbar sein. Die Wahl fiel auf einen Platz unter einer
Trauerbirke. Das sah ganz gut aus ,so bei Sonne und Birkengrün.

Mal mit Blumenkästen ,


mal mit einer Ladung Brennholz .


Eines Tages, es war in Lage, bekamen wir eine Einladung zur Feldbahnrally und weil
ich immer gerne alles, für irgend eine Eventualität dabei habe, entschloss ich mich
zum Anbau einer Kurbelwinde. Der beste Platz war unter dem Sitzbrett , also musste
eine Halterung für meinen Namensgeber im Forum her. Gesagt , getan .
Die Halterung ist nicht die leichteste, aber dafür sehr sicher, weil ich die Winde
auch beim Transport des Wagens unter der Bank lassen wollte .

Einmal ohne ,


.....dann mit der montierten Winde. Neben dem Sitzbrett liegt noch ein eisernes Helferlein,
was Mann immer gut zum Weichen freikratzen(Bischofsring nachts um halb eins) und andere
ungeplante Ereignisse braucht. Ohne meine Pfaff und die Stange keine Moorfahrt.



Hier noch einige Bilder von Einsätzen auf anderen Bahnen.
Vor dem Lokschuppen in Lage


......bei der Feldbahnrally hinter dem gelben Mähbalken,

als Anhängsel an einen Besucherzug in Hildesheim

.....als Ruhebank ,

....in Illmenau bei der Jahresabschlussfahrt als kleinstes Gastfahrzeug (Bild beim Hausmeister geklaut)

und beliebtes Familientransportmittel


und dann kam Guldental, wo mir bei den Gegebenheiten bewusst wurde : DAS DING BRAUCHT NE BREMSE !


Durch die gut laufenden Achslager bin ich mehr als einmal hinter meinem Wagen hergelaufen
und weil mir das ewige Sichern mit einem Steinchen oder einer Holzlatte auf den Zünder ging,
reifte in mir der Plan, eine Bremsanlage anzubauen. In Kirchlinteln z.B. stellte ich den Wagen auf
ein gerades Stück Gleis und als ich wieder zu meinem Wagen sah, war er weg ! Der an diesem
Tag sehr starke Wind hatte den Wagen hinter den Wald gedrückt,wo ich ihn nicht sofort sah.
Nicht auszudenken, wenn der jemandem in die Hacken gerollt wäre. Auch da war sofort der
Wunsch nach einer Bremse da. In Guldental angeregt durch die Lore hinter meinem
Wagen (Bild oben)machte ich Fotos von der Lore. Reinhard von der Uhlenhooker Feldbahn
sagte mir, das nette Menschen bei der Eichenberger Waldbahn Bremsklötze im Gebot hätten.
Für 65€ bei 4Stück macht man nix falsch. Reinhard sagte mir zu, bei seinem nächsten
Besuch einen Satz mitzubringen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Dank an Reinhard .

Vom Anbau und Einsatz der Bremsanlage nächstes Mal mehr.

Grüsse vom Kreuz von Jörg                     Mütze
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   So 25 Jan 2015, 13:33

Hallo Jörg,
Danke auch für den zweiten Teil deines Bauberichtes. Was wiegt der Wagen? Braucht man da wirklich eine Winde um den wieder einzugleisen?
Mit der Bremse ist eine gute Idee. Ich freue mich auf den Ein- Baubericht.
Gruß aus dem Ort mit den beheizten Straßen  Very Happy
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timobahn
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   So 25 Jan 2015, 15:14

Hallo Jörg,

toll, daß Du einen Bericht Deiner Lore einstellst. Die hast Du sehr schön hergerichtet.

Interessant finde ich auch, daß die ursprünglichen Lager die gleichen sind, wie sie bei mir verbaut sind. Hast Du da eventuell Infos dazu? Was war mit denen, daß Du sie nicht weiterverwendet hast?

Und was hast Du mit der anderen Lore gemacht?

Viele Grüße
Timo
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   So 25 Jan 2015, 16:04

Tachzusammen
Andi , was nutzt mir der Wagen , wenn die Lok daneben liegt und keiner
hat ne Winde mit .Bei der letzten Rally waren drei Winden mit , aber bei dem Haufen von
Teilnehmern ist , wenn eine Winde gebraucht werden sollte, das Ding garantiert am anderen Ende der Karawane . Winden sind bei der Feldbahn unverzichtbar und nach diesem Bericht
weis der ein oder andere wo er ne Winde finden kann.

Timo ,
die ursprünglichen Lager hatten durch querstehende Lagerrollen Risse und  
ein Lager sogar ein Loch . Die kann ich nurnoch als Standlager fürn
Wohnzimmertisch nehmen . Und was mit dem anderen Wagenrahmen passiert ist ,
verrate ich im übernächsten Bericht zum  Dasein eines Stirnwandwagens.

Grüsse vom Kreuz von Jörg          Mütze
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HSB
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BeitragThema: Re: aus dem Dasein eines Stirnwandwagens   So 25 Jan 2015, 17:47

Hallo Jörg,

klasse Bericht und ein wenig erinnert es mich, an die Beschaffung und die Restauration meines 1000 Liter Grubenwagens.
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