kipplore.com
Würden Sie gerne auf diese Nachricht reagieren? Erstellen Sie einen Account in wenigen Klicks oder loggen Sie sich ein, um fortzufahren.

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

+45
Digger
titus
B360
Hespertalbahn
Ns1
tobias
KGB-Feldbahn
heckenschreck
Holger Dietz
Ns2f
aschebahn
Maschinist
Joerg
Marian Sommer
Krohny
Kö0188
Irvin_66
Saenkil
Feldbahner-Nicklheim
EWB Frank
Ernst Pfeffer
400-Typ
ZinnZug
Henschel DG 10
StefanM
Matthias S.
Dieter.Hofherr
PHLCollorado
MPSB-Gerd
lorenpapst
Zündfix
wismarwagen
Hansbattli
Max01
Fauli
Sandbahner
ZG
Frank
Jürgen Wening
Fahrschalter
hfb312
deutzl
Blei-Stift
AFKB
Blix
49 verfasser
Nach unten
Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Sa 09 Sep 2023, 10:20
Mahlzeit!

Es gibt viel Neues aus der Werkstatt zu berichten, ich komme kaum mit dem Schreiben hinterher.
Zunächst geht die Reparatur des Sandkastens weiter. Erhebliche Korrosionsschäden sind zu beseitigen, die Mechanik aufzuarbeiten.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Sandkasten wurde zum Entfernen der verschiedenen Lackschichten mit Abbeizer behandelt. Erst wenn die Farbe runter ist, kann das Ausmaß der Schäden und der Reparaturumfang ermittelt werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nach einer Stunde waren die beiden schwarzen Lackschichten soweit angelöst, das sie sich leicht entfernen ließen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Am Mantelblech fanden sich zu meiner Überraschung noch originale Farbreste unter den neueren Schichten. Es handelt sich um das typische Olivgrün der Krauss-Feldbahnlokomotiven.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nach der Entdeckung der Farbreste ist die Bestimmung des Farbtones von großer Bedeutung.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Rostschutzgrundierung war hartnäckiger und konnte nur mechanisch entfernt werden. Unter der Farbe ist stellenweise kaum Blech mehr vorhanden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nun wird auch das Bodenblech abgelaugt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Bodenblech ist von der Unterseite noch in gutem Zustand.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nach dem Ablaugen der Farbe wurde der Sandkasten noch mit der Zopfbürste entrostet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Mantelblech weist zahlreiche Durchrostungen auf, einige wurden bereits vor Jahrzehnten von der Steinbruchwerkstatt autogen geschweißt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Stirnwände sind noch gut erhalten. Das typische Rohr für die Durchführung des Reglergestänges ist in die Stirnwand eingewalzt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Schnittlinien für das Heraustrennen des Mantelbleches sind angerissen. Ein partielles Ausflicken machte beim Ausmaß der Schäden keinen Sinn mehr.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Mantelblech wurde mit 1-mm-Trennscheibe geschnitten. Ein Ausnieten des Mantels wäre zwar die elegantere Methode gewesen, jedoch hätte man dafür auch die anderen noch intakten Bleche ausnieten müssen, da der Sandkasten in einer bestimmten Reihenfolge zusammengenietet werden muss, um Zugang für den Gegenhalter zu bekommen. Dabei wird zuerst das Mantelblech an den Winkeleisenrahmen genietet, im Anschluss Stirnwände und das Bodenblech.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nach dem Abschleifen der Nietköpfe werden die Reste herausgeschlagen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nach dem Heraustrennen des Mantels wurde der Blick auf den Innenraum des Sandkastens frei.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die angenieteten Anbauteile werden noch ausgenietet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
An einigen Stellen befindet sich zwischen Blech und Winkeleisen erheblicher Spaltrost, der beseitigt werden muss.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Innenseiten werden entrostet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Winkel am Bodenblech sind stark hinterrostet und müssen entfernt, gereinigt und neu eingenietet werden.

Soweit für diesen Bericht, im nächsten Teil geht es mit der Demontage weiter.

Gruß Sven

febagco, Jürgen Wening, KGB-Feldbahn, Louis S., HF130C, Feldbahner-Nicklheim, titus und mögen diesen Beitrag

Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Sa 16 Sep 2023, 00:54
Mahlzeit!

Nach einer intensiven Arbeitswoche komme ich nun endlich zum Schreiben des nächsten Berichtes.

Die Aufarbeitung des Sandkastens geht weiter. Die wiederverwendbaren Anbauteile wurden aus dem herausgeschnittenen Mantelblech ausgenietet. Deckel, Deckelrahmen und Verstärkungsbleche wurden bereits entrostet und grundiert. Unter einem aufgeschweißten Flicken fand sich ein Loch, das vermutlich von einem Granatsplitter oder Einschuss stammt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Verstärkungsbleche an der Durchführung der Welle befinden sich noch in brauchbarem Zustand und wurden ausgenietet. Zunächst wurden die Nietköpfe abgeschliffen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Anschließend konnten die Nieten mit Durchschlag und Hammer ausgetrieben werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das erste Verstärkungsblech ist ausgebaut.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Mantelblech war durch Spaltkorrosion stärker angegriffen als die Verstärkung.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Als nächstes wurde der Deckel samt Rahmen entfernt. Der Rahmen war ebenfalls erheblich unterrostet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der gepresste Decken mit angenieteten Scharnierbändern und gezogenem Scharnierstift.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Am linken Umbug des Mantelblechs befand sich dieser aufgeschweißte Flicken, aus dem ich mir bislang keinen Reim machen konnte. Schließlich wurde andere durchgerostete Stellen einfach zugeschweißt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nachdem Ausschleifen der Schweißnähte fand sich dieses charakteristische Loch. Die nach innen gebogenen Ränder und strahlenförmigen Risse deuten auf einen Granatsplitter hin. Auf dem Werksgelände waren in den letzten Kriegstagen im April 1945 Schäden durch sowjetische Artilleriebeschuss und die Sprengung eines Munitionszuges durch deutsche Truppen auf dem Rückzug zu verzeichnen. Die Sandfüllung stoppte wahrscheinlich den Splitter, so dass keine Austrittsöffnung vorhanden ist.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Deckelrahmen weist nach dem Entrosten nur geringe Korrosionsschäden auf und kann wiederverwendet werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Rahmen ist ein recht filigranes Gussteil.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Zubehörteile wurden nach dem Entrosten gleich grundiert.

Gruß Sven

Jürgen Wening, KGB-Feldbahn, Feldbahner-Nicklheim, deutzl, Spielplatzlok, AFKB, lorenpapst und mögen diesen Beitrag

Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Sa 16 Sep 2023, 09:20
Mahlzeit!

Nun geht es weiter im Bericht, die Drehschieber des Sandkastens und die Dachhaken des Führerhauses wurden als nächstes aufgearbeitet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Sandschieber sind mit Kegelstiften auf der Welle befestigt. Da sie sich wegen der starken Korrosion nicht von der Welle lösen ließen, musste die ohnehin stark abgezehrte Welle zerschnitten werden. Sie läßt sich nur einzeln unter dem Reglerstangenrohr herausziehen. Die Reste der Welle wurden auf der Hydraulikpresse aus den Sandschiebern gepresst.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Sandschieber sind entgegen der ersten Vermutung keine Gussteile, sondern wurden in der Steinbruchwerkstatt aus einzelnen Blechen und Rohrstücken zusammengeschweißt. Sie wiesen erhebeliche Korrosionsnarben auf, die durch Aufschweißen beseitigt werden konnten.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Durch die komplizierte Form war die aufwendige Instandsetzung gerechtfertigt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Dichtflächen waren nicht nur vernarbt, sondern auch schief eingelaufen und mussten entsprechend aufgeschweißt werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
An einigen Stellen mussten die Schweißnähte, die die Bleche zusammenhalten wegen Rissen ausgeschliffen und nachgeschweißt werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die verschlissenen Stahlbuchsen in den Naben wurden ausgepresst und die Bohrung aufgerieben.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nach dem Abschluss der Schweißarbeiten wurden die Sandschieber verschliffen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Im Anschluss wurden neu gedrehte Stahlbuchsen in die Naben eingepresst.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Um die Dichtflächen eben und winklig zur Welle bearbeiten zu können, wurde ein Spanndorn für die Drehmaschine angefertigt. Zur Bearbeitung auf der Fräsmaschine fehlten brauchbare Referenzflächen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Aufspannung erwies sich als brauchbar.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Wegen des unterbrochenen Schnittes konnten nur 0,5 mm Schnitttiefe pro Durchgang zugestellt werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Dichtflächen sind fertig bearbeitet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nebenbei wurden auch die Dachhaken des Führerhauses aufgearbeitet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das schöne Wetter erlaubte es die Teile im Freien zu Grundieren.

Soweit dazu, gleich geht es mit den anderen Teilen der Sandkastenmechanik weiter.

Gruß Sven

KGB-Feldbahn, Feldbahner-Nicklheim, deutzl, Spielplatzlok, AFKB, lorenpapst, VolkerS. und mögen diesen Beitrag

Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Sa 16 Sep 2023, 09:49
Mahlzeit!

Die Aufarbeitung der Sandkastenmechanik geht weiter. Die Flansche wurden neu ausgebuchst und eine neue Welle angefertigt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die erste neue Rotgussbuchse ist fertig gedreht und wird abgestochen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Einpressen der neuen Buchse in den Flansch mittels der Hydraulikpresse.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die nächste Buchse wird gedreht. Gegen den unkontrollierten Späneflug wurde ein Schutzschild aus Acrylglas für den Werkzeughalter angefertigt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der rechte Flansch ist fertig.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die neue Sandkastenwelle wird gedreht.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Zugstangenhebel und Sandschieber sind auf der Welle montiert. Die Teile müssen noch verstiftet werden, die Lage kann jedoch erst bestimmt werden, wenn der Sandkasten fertig repariert ist.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nach dem Grundieren wurden auch die Flansche montiert.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die fertig aufgearbeiteten Dachhaken sind bereit für den Transport in die Lokwerkstatt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Sandschieber werden nun auch grundiert.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Auf der Fräsmaschine werden die Stiftlöcher für die Befestigung der Anbauteile gebohrt. Hier wird der Zugstangenhebel befestigt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die neuen Rührstäbe wurden gedreht und eingesetzt. Sie besitzen wie sie Kegelstifte eine Neigung von 1:50.

Soweit dazu, im nächsten Bericht geht es wieder um Blecharbeiten.

Gruß Sven

A2M517, Feldbahner-Nicklheim, deutzl, Spielplatzlok, AFKB, lorenpapst, VolkerS. und mögen diesen Beitrag

Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Sa 16 Sep 2023, 13:03
Mahlzeit!

Die Reparatur des Sandkastens ist ein gutes Stück vorangekommen. Vor einer Woche wurden die Winkel des Bodenbleches ausgenietet, der Spaltrost beseitigt und wieder eingenietet. Das Reparaturblech für den Mantel wurde von der Firma Schubert&Fiedler in Tharandt gelasert und konnte am Montag abgeholt werden. Es wurde umgehend weiter bearbeitet und mit den geborgenen Anbauteile vernietet. Am späten Abend wurde das Blech schließlich eingeschweißt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Winkeleisen am Bodenblech waren stark hinterrostet und mussten zur Beseitigung des Spaltrostes ausgenietet werden. dazu wurden die Nietköpfe abgeschliffen und herausgetrieben.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Winkeleisen selbst sind noch wiederverwendbar.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das erste Winkeleisen ist gelöst.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Bodenblech ist entrostet. Ein ausgerissener Niet wurde bereits erneuert.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Stirnwände wurden ebenfalls entrostet und grundiert.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Alle Kontaktflächen sind nun grundiert.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Winkeleisen werden wieder an das Bodenblech genietet. Auf der linken Seite sind noch die Heftschrauben zu sehen, die nach und nach durch Nieten ersetzt werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Da ausreichend Platz vorhanden ist, konnten die Senkköpfe von Hand geschlagen werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Reparaturblech für den Mantel wurde zunächst entfettet und entgratet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Deckelrahmen wurde nun mit zwei Heftschrauben an das Blech geschraubt, damit die restlichen Nietlöcher gebohrt werden können. Wie bei solchen alten Teilen üblich war auch beim Deckelrahmen der Lochkreis von Hand angerissen und somit nicht so gleichmäßig verteilt. Daher wurden die Bohrungen nicht mit gelasert, sondern wurden von Hand gebohrt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
In dem Falle wurden die Senkköpfe mit dem Drucklufthammer geschlagen, das ist bei solch beengten Verhältnissen sicherer als der Handhammer.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Vernieten des Deckelrahmens ging gut voran.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nun war das Vernieten der Winkeleisen am Bodenblech mit den Stirnwänden an der Reihe.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Gegenhalten der Nietköpfe auf der Innenseite war eine kleine Herausvorderung, zum Nieten ist man besser zu zweit.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nun wurden auch die Verstärkungsbleche angenietet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Nietarbeiten am Reparaturblech sind beendet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nun wurde das Blech eingeschweißt. Beginnend auf der Oberseite wurde im Bereich der Umbüge stückweise geschweißt und nachgebogen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das Blech hat genau gepasst.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Das alte Blech ist nicht besondern sauber, deshalb schäumte das Schweißgut beim Versuch das Blech mit WIG einzuschweißen. Stattdessen wurde wieder zur Elektrode gegriffen, bei 2 mm Blechstärke ist das noch möglich.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Schweißarbeiten waren gegen 22.00 beendet, das Verschleifen hob ich mir für den nächsten Tag auf.

Gleich geht es weiter...

Gruß Sven



A2M517, KGB-Feldbahn, Feldbahner-Nicklheim, deutzl, Spielplatzlok, AFKB, lorenpapst und mögen diesen Beitrag

Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Sa 16 Sep 2023, 15:04
Mahlzeit!

Die Reparatur des Sandkastens ist einen großen Schritt vorangekommen. Die Schweißnähte wurden verschliffen, die letzten Nietverbindungen hergestellt und mit dem Einpassen der Mechanik begonnen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Schweißnähte vom Vorabend wurden nun solgfältig verschliffen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die letzten vier Nietlöcher sind in das Mantelblech gebohrt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Wie üblich werden die Heftschrauben eine nach der anderen durch Nieten ersetzt. Das Horn des Amboß' war gerade so ausreichend, um als Auflage für den Nietkopf zu dienen. In diesem Zustand wiegt der Kohlekasten schon knapp 30 kg und lässt sich gerade noch so mit einem Arm zum Nieten halten. Der Amboß war das Geschenk eines Projektunterstützers vor einigen Jahren, danke nochmal!

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der erste Niet ist geschlagen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nun können die Lagerflansche angebaut werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nachdem die Flansche ausgerichtet waren, ließ sich die Welle einbauen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der alte Stellring wird am äußeren Ende der Welle wiederverwendet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Am Ende des Tages erfolgte die Grundierung des Sandkastens.

Soweit bis hier, im nächsten Bericht widmen wir uns den Kesselarbeiten.

Gruß Sven
















A2M517, KGB-Feldbahn, uhlenhooker, Feldbahner-Nicklheim, deutzl, Spielplatzlok, Eisenbahnpionier und mögen diesen Beitrag

Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

So 17 Sep 2023, 11:00
Mahlzeit!

Nachdem wir uns nun schon eine Weile mit dem Sandkasten beschäftigt haben, kommt nun der lang erwartete Bericht über die Kesselarbeiten. In der Kesselfabrik PREST PŘEROV a.s. wurde auch in den letzten Wochen intensiv am Kessel gearbeitet. Die Rohre wurden abgelängt, eingezogen, aufgeweitet und einer Rissprüfung unterzogen. Die Deckenanker und Rohrbuchsen wurden gedreht und eingebaut, der Flansch für den Abschlammer sowie das Dampfentnahmerohr eingebaut. Weiterhin wurde mit der Fertigung und dem Einbau der Stiftschrauben an den Flanschen begonnen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Für die Nachrüstung des ab Werk nicht vorhandenen Dampfentnahmerohrs wurde Anfang August am Domausschnitt eine Halterung angefertigt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Einige Tage später war die Rohrwand komplett ausgebuchst und die Buchsen auf den richtigen Durchmesser aufgerieben.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
An den eingezogenen Rohren wurden der Zunder vom Glühen sorgfältig entfernt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Anschließend wurden die Enden einer Oberflächenrissprüfung unterzogen, bevor die Rohre zum Einbau freigegeben werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Beim nächsten Besuch war das Dampfentnahmerohr bereits eingebaut.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Mit dem Einsetzen der Rohre wurde ebenfalls begonnen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Rohrenden in der Feuerbüchse wurden dabei auf die notwendige Länge für das Bördeln gebracht.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Durch den noch offenen Langkesselboden ließen sich die Rohre recht bequem einsetzen. Eingewalzt werden sie jedoch erst nach dem Einschweißen des neuen Bodens.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Rauchkammerrohrwand war zuvor ebenfalls aufgerieben worden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Für das Erreichen einer bequemen Arbeitshöhe ist der Kessel auf Böcken gelagert.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der stark abgezehrte Dichtsitz für die Reglerrohrlinse wurde aufgeschweißt und auf dem Bohrwerk überarbeitet. Die neuen Stiftschrauben fehlen noch.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Zum Vergleich ein Bild vom Zustand vor der Instandsetzung.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Flansch für den neu gefertigten Abschlammer ist an der festgelegten Stelle eingeschweißt. Ab Werk besaß die Maschine nur einen einfachen Kesselablaßhahn anstelle einer der Reinigungsschrauben am Bodenring, der jedoch bei Übernahme der Lok nicht mehr vorhanden war. Für die bei der WEM praktizierten innere Speisewasseraufbereitung ist ein Abschlammventil jedoch zwingend erforderlich.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Ende August wurde mit der Fertigung der Stiftschrauben für die Flanschverbindungen begonnen. Gemäß den Restaurierungsgrundsätzen des Projektes wurden dabei die Whitworthgewinde und Kugelkuppen nach Vorkriegsnorm beibehalten.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Hier sind bereits alle Stiftschrauben am Domdeckelflansch eingebaut.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
An der Stehkesselrückwand wurden ebenfalls die ersten Stiftschrauben eingebaut. Sie werden später wie alle Stiftschrauben, die in Durchgangslöchern sitzen, dampfdicht verstemmt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Neue Stiftschrauben am Speiseventilflansch.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Beim letzten Besuch Anfang dieser Woche wurden die Deckenanker eingebaut.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Gewinde wurden vor dem Einschrauben nach alter Überlieferung mit Leinöl eingestrichen. Das gewählte Übermaß erlaubte das Einschrauben mit moderatem Kraftaufwand. Um Eingefühl dafür zu bekommen, habe ich einige Deckenanker selbst eingebaut.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Beim Einbau musste auf die richtige Einschraubtiefe geachtet werden, damit der Überstand in der Feuerbüchse nicht zu groß wird.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Anschließend wurden die Brandmuttern eingebaut, die das überstehende Gewinde der Deckenanker vor Abbrand schützen. Die alten Muttern konnten zum Großteil aufgearbeitet und wiederverwendet werden. Die beiden zu lang geratenen Deckenanker werden noch gekürzt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
An der Stehkesselrückwand wurden die vorbereiteten Gewindebuchsen für die Beschilderung angeschweißt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Kessel ist mittlerweile komplett berohrt. Die rot markierten Rohre sind sogenannte Ankerrohre, die beidseitig gebördelt werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Anschließend wurde der Kessel für das Einschweißen des neuen Langkesselbodens umgesetzt und für eine günstige Schweißposition mit dem Stehkessel nach oben gedreht. Der Ausschnitt für den Flicken wird noch zu beiden Längsseiten vergrößert und mit den vorgeschriebenen Eckenradien versehen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Bei der Rückkehr nach Zamberk war der neu gegossene Feuerlochschoner gerade geliefert worden.

Die Kesselarbeiten sollen nun bis Ende September abgeschlossen werden. Nach dem Einschweißen des Langkesselbodens werden die Rohre eingewalzt und gebördelt. Die Stiftschrauben müssen dampfdicht verstemmt werden. Da werde ich dann wieder persönlich vor Ort sein, um diese Arbeitsschritte zu üben.

Soweit für heute, im nächsten Bericht geht es dann weiter mit dem aktuellen Geschehen am Rahmen in Zamberk.

Gruß Sven

Niederbayer, A2M517, Jürgen Wening, KGB-Feldbahn, HF130C, Feldbahner-Nicklheim, deutzl und mögen diesen Beitrag

Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Mi 27 Sep 2023, 09:41
Mahlzeit!

Im Folgenden widmen wir uns nun dem Geschehen in der Werkstatt Žamberk:
Die Arbeiten an den Zylindern, Kolben und der Rauchkammertür haben begonnen. Auch wurde mit der Zerlegung der Steuerwelle begonnen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Zylinder von JUNG 8293 sind gereinigt und für die Vermessung vorbereitet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Kolbenstangen mit den Kreuzköpfen sind für die Demontage bereitgestellt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Neben der Steuerwelle liegt das Rohmaterial für die neuen Kreuzkopfgleitbahnen bereit.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Kolbenstangen sind stark abgenutzt und werden auf Urmaß aufgespritzt. Die Kolben selbst müssen an den vergrößterten Zylinderdurchmesser nach dem Ausbohren angepasst werden. Dies wird durch Aufschweißen und überdrehen erfolgen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Mit der Aufarbeitung der Rauchkammertür wurde begonnen. Der verschlissene Türschoner muss erneuert werden. Dazu wurden die Nietköpfe abgetrennt und das Blech entfernt. Das Türblatt befindet sich selbst noch in gutem Zustand, lediglich der Rand muss an einigen Stellen aufgeschweißt und plangeschliffen werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die ausgebauten Kolbenringe sind verschlissen. Der Ringstoß war im eingebauten Zustand bereits mehrere Millimeter breit. Die Abmessungen für die neuen Ringe werden nach dem Ausbohren der Zylinder bestimmt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nachdem die Kolbenstangen mit rund 20t Druck aus den Kreuzköpfen ausgepresst waren, wurde der Blick auf den Konus im Kreuzkopfhals frei.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der linke Kolben zeigt nach der Reinigung die orginale Stempelung von 1938.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Einzelteile der rechten Zylinderseite: Kolben, Kreuzkopf und Zylinderdeckel.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Grundring der Kolbenstopfbuchse nach dem Ausbau. Das Bild zeigt den zweiteiligen Aufbau mit Nut und Feder. Da die Kolbenstange auf das Urmaß aufgespritzt wird, kann der Grundring ausgebohrt und wiederverwendet werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Wasserstandköpfe werden in der Armaturenwerkstatt von Meister Zdeněk Bříza aufgearbeitet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
An der Stopfbuchse des oberen Wasserstandskopfes beim Reinigen dieser Riss im Gewinde zu Tage getreten. Er muss noch gelötet werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die alten Hahnküken des Wasserstandes waren völlig verschlissen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Weitere Teile sind in Vorbereitung für die Aufarbeitung gereinigt worden: Links oben ist der obere Wasserstandsstutzen zu sehen, rechts daneben Teile des Schmierpressenantriebs und darunter der Ablasshahn des Wasserstandsanzeigers.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Wasserstandshähne wurden gereinigt und frisch eingeschliffen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Vorarbeiter Karel Vykydal vermisst die Zylinderbohrung mit dem Innenmikrometer.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Zylinder weisen zwar keine nennenswerten Riefen auf, jedoch sind die Bohrungen stark oval. Die Abweichung von der Kreisform beträgt bis zu 2,8 mm und beträgt damit ein Vielfaches der zulässigen Betriebsgrenzmaßes von 0,4 mm.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Vor der Werkstatt sind die restlichen Blechteile von Führerhaus, Kohlenkästen und Kesselverkleidung bereitgestellt. Sie wurden bereits gereinigt und werden demnächst aufgearbeitet.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Unser neuer Kollege Matthew Parish beim Entrosten des vorderen Zylinderdeckels.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
In Vorbereitung der weiteren Bearbeitung wurden an Kolben und hinterem Gleitbahnhalter Schweißproben gemacht, um die Schweißbarkeit der Bauteile beurteilen zu können.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Am vorderen Zylinderdeckel des linken Zylinders kam nach dem Reinigen ein alter Riss zum Vorschein, der bereits vor 1970 von der Steinbruchwerkstatt durch Aufschrumpfen eines geschmiedeten Ringes stabilisiert wurde.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Riss entstand vermutlich bei einer Entgleisung oder der Kollision mit einem Steinbrocken.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Um den Riss fachgerecht reparieren zu können, wird der aufgeschrumpfte Ring mit dem Schweißbrenner erwärmt, bis er abgezogen werden kann.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Nach dem Abziehen des Ringes wird der Blick auf die Bruchstelle frei. Zum Glück reicht der Riss nicht in den Druckbereich hinein. Die Bruchstelle wird demnächst geschweißt, die Flanken werden dazu großzügig ausgeschliffen. Der aufgeschrumpfte Ring wird anschließend wieder aufgezogen. Dies dient einerseits der zusätzlichen Stabilisierung und erhält andererseits die handwerkliche Reparaturvariante der Halbach'schen Lokomotiv-Reparaturwerkstatt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Steuerwellenlager sind bereits gereinigt und werden für die Reparatur vermessen. Die Lagerschalen sind eingelaufen und müssen ausgebuchst werden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Die Steuerwelle muss für die Bearbeitung der eingelaufenen Lagerstellen von den aufgepressten Hebeln befreit werden. Zunächst müssen dazu die eingetriebenen Nasenkeile gezogen werden. Dazu werden Schrauben an die Keile geschweißt und mit einem Gleithammer gezogen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Der Versuch, die äußeren Hebel mit dem großen Wälzlagerabzieher abzuziehen, war nicht erfolgreich. Die Welle wurde später auf der großen Radsatzpresse bearbeitet.

Mehr dazu im nächsten Bericht,

Gruß Sven










febagco, A2M517, Seppelbahner, Jürgen Wening, KGB-Feldbahn, uhlenhooker, hfb312 und mögen diesen Beitrag

avatar
tobias
Weichensteller
Anzahl der Beiträge : 67
Anmeldedatum : 18.12.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Mi 27 Sep 2023, 15:03
Hallo Sven,

wieder ein wunderbarer Bericht, vielen Dank! Schlucken musste ich bei der Feststellung, dass der Abstand zwischen den Kordeln an Matthews Hoodie und dem Trennschleifer nicht übermäßig groß ist. Das kann schnell zu unerwarteten und unschönen Zwangslagen führen ...

Viele Grüße Tobias
Maschinist
Maschinist
Museumsbahndirektor
Männlich Anzahl der Beiträge : 2510
Alter : 42
Ort / Region : Dresden
Hobbies : Feldbahn im Maßstab 1:2, Feldbahndampfloks, Fotografie
Name : Sven S.
Anmeldedatum : 16.08.07

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Mi 27 Sep 2023, 20:29
Mahlzeit Tobias,

das war halb so wild, so lang waren die Kordeln auch wieder nicht. Er hat trotzdem den Hinweis bekommen und sie dann zusammengeschnürt. Bitte jetzt keine Arbeitsschutzdiskussion vom Zaun brechen, das führt nicht weiter.

Gruß Sven

febagco, micha, AFKB und PHLCollorado mögen diesen Beitrag

Gesponserte Inhalte

Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 48 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Nach oben
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten