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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 39 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Sa 25 Sep 2021, 11:53
Mahlzeit!

Nun ging es an die Montage der Schieberstangen, Voreilhebel und Lenkerstangen. Es hat alles zusammen gepasst und die Vorbereitungen für den großen Tag waren in Vollem Gange, es waren nur noch 2 Tage Zeit!

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Am frühen Morgen kurz vor der Abreise wurde der Köcher für die Wasserstandsgläser zusammengebaut und mit einem Messingschild versehen.

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Für die 300 km lange Reise ins tschechische Zamberk wurde anschließend das Auto gepackt.

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Nach der Ankunft ging es sogleich ans Werk und die rechte Führungsbuchse wurde eingebaut.

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Blick durch die Führungsbuchse auf die Schieberstopfbuchse.

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Die Schieberstange ist eingebaut und der Schieber nach dem vor dem Ausbau ermittelten Stichmaß voreingestellt.

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Der Einbau verlief ohne Probleme und Nacharbeiten.

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Durch die Beseitigung der Spiele in den Bolzenverbindungen wird ein Einregulieren der Dampfmaschine notwendig sein, weshalb die Sicherungsbleche noch nicht eingebaut wurden.

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Die Verbindung von Lenkerstange und Voreilhebel. Das Seitenspiel ist vorläufig durch eine Paßscheibe ausgeglichen worden.

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Das ist jedoch nur eine Übergangslösung, wenn das Fahrwerk komplett aufgearbeitet wird, werden die verschlissenen Stangenköpfe aufgeschweißt. Dafür fehlte jetzt jedoch die Zeit.

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Der Flachschieber hat den vorderen Einströmkanal ist vollständig freigegeben.

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Die rechte Triebwerkseite ist vollständig zusammengebaut.

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Die Abdeckung für die linke Reinigungsschraube am Bodenring ist eingebaut.

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Blick von der Kesselseite auf die Abdeckung. Diese Abdeckungen gab es original nicht, durch deren konstruktive Ausführung sind jedoch keine baulichen Änderungen an der Lok notwendig.

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Nachschneiden einer 3/4" Whitworth Stiftschraube am linken Schieberkasten, der zum Schutz vor Spänen vorher abgedeckt wurde.

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Der linke Schieberkörper im ausgebauten Zustand. Das Langloch erlaubt es dem Schieber sich zum Druckausgleich im Leerlauf vom Schieberspiegel abzuheben.

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Es handelt sich immer noch um den originalen Schieber, neben der Gussmodellnummer ist die Triebwerkseite und die Fabriknummer eingeschlagen.

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Die äußere Überdeckung beträgt bei der Hilax 15 mm, die innere Überdeckung beträgt 2 mm.

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Nun ist auch die linke Triebwerkseite komplettiert.

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Die Kronenmuttern wurden versplinted. Aus der Lokwerkstatt nebenan bekam ich passende, unverzinkte Splinte.

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Es wurde ein langer Abend im alten Lokschuppen Zamberk/CZ.

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Die rechte Schwinge wurden zwecks Reinigung zerlegt.

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Die Ölbohrungen auf der Oberseite waren mit Schmutz zugesetzt.

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Der Schwingenstein ist von der Steinbruchwerkstatt bereits aufgeschweißt worden, er hat jedoch bereits 4/10 mm Spiel in der Schwinge. Bei der kommenden Aufarbeitung werden die Schwingen geschliffen und neue Schwingensteine hergestellt.

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Gegen Mitternacht waren die Arbeiten nach rund 10h geschafft, Zeit um die Wasserstandsbeleuchtung auszuprobieren und das Feierabendbier zu genießen.

Im nächsten Bericht geht es weiter mit den Vorbereitungen für den großen Tag!

Gruß Sven


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Sa 25 Sep 2021, 22:52
Mahlzeit!

Am nächsten Morgen ging es gleich wieder an die Arbeit!

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Das Schaufelblech wurde lackiert, diesmal hatte ich an die Farbe gedacht ;-)

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Der Blick in den Kohlekasten offenbart den Zustand und gibt einen Ausblick auf zukünftige Arbeiten: die Bleche und Winkeleisen sind stark abgezehrt. Nach der Übernahme der Lok durch die Waldeisenbahn 1998 wurden behelfmäßig Flicken eingesetzt. Im Rahmen der Aufarbeitung werden die Kohlenkästen im unteren Bereich komplett erneuert. Dabei werden die neuen Bleche mit den ebenfalls zu erneuernden Winkeleisen vernietet.

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Der Stehkessel wird von losem Kesselstein gereinigt.

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Reinigen der Gewinde der Reinigungsschrauben am Bodenring mit dem Kegelgewindebohrer.

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Auch in der Rauchkammerrohrwand wird das Gewinde der Reinigungsschraube vor deren Einbau mit dem Kegelgewindebohrer gereinigt.

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Die Küken der Wasserstandsprüfhähne werden gereinigt und mit Graphitpaste eingefetted.

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Das gereinigte Hahnküken.

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Der Wasserstand wurde ebenfalls gereinigt, die Kesseldurchgänge auf Durchgang geprüft und die Hahnküken neu eingefettet.

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Verschiedene Stopfbuchsen wurden nachgepackt.

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Das Manometer wurde mit einer Petroleumleuchte versehen.

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Die Maschine steht im alten Lokschuppen bereit zum Anheizen.

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Die fehlenden Fabrikschilder wurden erst 2 Tage später nach meiner Rückkehr angebaut, das machte sich zu zweit besser.
Ich musste nun jedoch erstmal wieder heim nach Dresden, an diesem Tag war noch Elternabend angesagt.

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Einen Tag später hatten die Kollegen die Lok schon aus dem Lokschuppen in den Fabrikhof geschoben, die Vorbereitungen für den Tag der Offenen Tür liefen auf Hochtouren.

Dazu jedoch mehr im nächsten Bericht

Gruß Sven

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So 26 Sep 2021, 11:35
Mahlzeit!

Am Freitag, den 17. September reisten mein Kollege Matthias und ich wieder nach Zamberk. Meinen Sohn holten wir gleich nach dem Unterricht von der Schule ab.
Nach 4 Jahren Arbeit erteilte der Kesselprüfer die Genehmigung die Lok zum Zwecke von Probefahrten anzuheizen. Ziel war es, die bisher aufgearbeiteten Baugruppen auf ihre Funktionsfähigkeit hin zu prüfen und Einsatzerfahrungen zu sammeln, die für die weitere Aufarbeitung von größtem Interesse sind.

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Am späten Nachmittag angekommen, ging es so gleich ans Werk. Arthur half beim Anbauen der Schilder, für ihn ist im Kohlenkasten genug Platz zum Anziehen der Muttern.

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Der Kessel wurde anschließend gefüllt und die Rohre gereinigt.

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Der Wasserstand im Schein der Petroleumlampe.

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Im Beisein des Kesselprüfers wurde um 20:41 das erste Feuer seit 45 Jahren entzündet.

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Langsam stieg der Rauch aus dem Kobel auf und erzeugt eine wundervolle Stimmung.

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Es wurde ein langer Abend im Lokschuppen.

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Nach etwa einer Stunde begann das Wasser im Kessel zu kochen. Die Kupferfeuerbüchse spart etwa eine Stunde Anheizzeit gegenüber einer Stahlfeuerbüchse.

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Nach rund 2 Stunden hat der Zeiger des Manometers abgehoben.

Bei 2 bar Kesseldruck haben wir die Maschine abgestellt und ließen das Feuer ausgehen. Am nächsten Morgen konnten wir dann mit einem warmen Kessel beginnen. Auch die anderen Maschinen werden vorgewärmt.

Mehr dazu im nächsten Bericht!

Gruß Sven

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So 26 Sep 2021, 17:56
Moin Sven,

das geht jetzt aber fix! Herrlich die Stimmung, wenn abends um dreiviertel neun das Feuer entzündet wird. Und spannend. Da vergißt man jede Zeit. Vielleicht das Schönste für jeden Dampflokfan, wenn die Maschine langsam zum Leben erwacht.
Was liegt denn dort im Schuppen noch für ein Gleis, 760mm?
Ganz besonders toll finde ich, daß Sohnemann solch Interesse zeigt, u. sich in die Arbeiten einbinden läßt.
Das ist ja ganz bestimmt nicht die Regel.
Läßt sich schon sagen, wann die Hilax wieder nach Hause kommt?

Gruß aus Mahlsdorf

Holger

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So 26 Sep 2021, 18:36
Mahlzeit Holger,

die Maschine ist noch lange nicht fertig, die Probefahrten sind nur der Auftakt für die umfangreichen Arbeiten an Kessel und Fahrwerk. In erster Linie geht es darum, die bisher aufgearbeiteten Baugruppen auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen und Erfahrungen zu sammeln. Da die Lok zuletzt 1976 im Einsatz stand, können wir nicht mehr auf Betriebserfahrungen aus dem Steinbruch zurückgreifen, die Lokführer von damals sind längst nicht mehr unter uns.

Sobald die aktuell in der Fertigstellung befindlichen Maschinen ausgeliefert sind, wird die Hilax in die Werkstatt kommen und demontiert. Das wird voraussichtlich Ende Oktober der Fall sein. Schon jetzt lässt sich sagen, dass der Großteil der Armaturen dann einfach ins Lager geräumt und später beim Zusammenbau der Lok wieder montiert werden können. Einige kleine Nacharbeiten können parallel zu der Instandsetzung der Großbaugruppen vorgenommen werden, so dass man die üblichen Nacharbeiten bei Inbetriebnahme der Lok etwas reduzieren kann.

Gleichsam sollen den zahlreichen Spendern für das Projekt auch einmal deutliche Zwischenergebnisse geliefert werden, um unsere Dankbarkeit auszudrücken und auch die Motivation zur weiteren Unterstützung aufrecht zu erhalten.

Das Anheizen der Maschine hat so eine ganz einge Magie, die vielen Fans leider verborgen bleibt. Gerade in der hektischen Gegenwart kann man das langsame Erwachen der Dampfkraft beim Anheizen am Besten genießen. Ich denke dabei auch gern an all die langen Abende in der heimischen Werkstatt zurück. Aber auch an jene, die die Aufarbeitung unterstützt haben, aber diesen magischen Moment nicht mehr erleben durften.

Im Schuppen und auch auf Teilen der Strecke liegt eine dritte Schiene für 760 mm, um auch Lokomotiven dieser Spurweite Probefahrten im Werk zu ermöglichen.

Mein Sohn Arthur ist schon seit ein paar Jahren regelmäßig dabei. Ich freue mich über sein Interesse und versuche es zu fördern, was leider nicht immer auf Verständnis trifft.

Die Fertigstellung der Lok hängt im Wesentlichen von der Finanzierung ab, bisher ist das Projekt allein durch Spenden finanziert. Förderanträge beim Denkmalschutz waren bislang erfolglos.
Derzeit sind die notwendigen Kesselarbeiten und die Teile der Fahrwerksinstandsetzung abgesichert, was etwa 3/5 der Gesamtkosten ausmacht. Je nach Spendeneingang wird es noch 1-2 Jahre bis zur Fertigstellung dauern.

Gruß Sven

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Mo 27 Sep 2021, 12:52
Mahlzeit!

Erstmals seit 45 Jahren stand die Maschine am 18. September 2021 in Zamberk unter Dampf! Nach 4 Jahren Arbeit erteilte der Kesselprüfer die Genehmigung die Lok zum Zwecke von Probefahrten anzuheizen. Ziel war es, die bisher aufgearbeiteten Baugruppen auf ihre Funktionsfähigkeit hin zu prüfen und Einsatzerfahrungen zu sammeln, die für die weitere Aufarbeitung von größtem Interesse sind.

Rund 3000 Arbeitsstunden sind bisher in die Reparatur der Lok investiert worden. Dabei wurden fehlende Baugruppen, wie die Kupplungen und Drehfenster neu angefertigt und alle Kesselarmaturen aufgearbeitet. Auch die Bremsanlage wurde einer Vollaufarbeitung unterzogen. Erste Arbeiten am Kessel und am Fahrwerk folgten. Durch die fehlenden Werkstattkapazitäten bei der Waldeisenbahn Muskau war eine Demontage der kompletten Maschine bislang nicht möglich. Deshalb wurde die Werkstatt der 1.Kolínská lokomotivní mit der Durchführung von Kessel- und Fahrwerksarbeiten beauftragt, welche im Herbst beginnen sollen.

Ermöglicht wird das Projekt bislang ausschließlich durch Spenden und die erheblichen Eigenleistungen von mehr als 3000 Arbeitsstunden.
Im Januar 2021 wurde der Kessel von einem zugelassenen Sachverständigen einer Inneren Untersuchung und Wasserdruckprüfung unterzogen. Trotz der langen Abstellzeit fand er Kessel in einem insgesamt guten Zustand vor, lediglich die Deckenstehbolzen weisen Abzehrungen auf. Eine Warmdruckprobe (äußere Untersuchung) mit einem auf 8 bar reduzierten Kesseldruck folgte. Die Kesselsicherheitsventile wurden entsprechend eingestellt.

Im Frühjahr und Sommer 2021 wurden weitere Arbeiten an den Armaturen und am Fahrwerk ausgeführt. Ziel war es, die Lok noch vor der Demontage für Probefahrten in Betrieb zu nehmen. Betriebserfahrungen aus der Einsatzzeit im Steinbruch bis 1976 sind keine überliefert.

Die Probefahrten am Wochenende verliefen ohne Probleme. Kleinere Undichtigkeiten waren zu erwarten und werden in der Folge behoben. Die Dampfstrahlpumpen arbeiten nach der umfangreichen Aufarbeitung ausgesprochen zuverlässig. Auch die restlichen Armaturen funktionieren gut.

Trotz des Verschleißes am Fahrwerk lief die Maschine recht gleichmäßig und ruhig. Die stark eingelaufenen Zylinder erzeugten reichlich Zugkraft, so dass auch der lange Lorenzug auf dem Steigungsabschnitt keine ernsthafte Last darstellte. Die Laufeigenschaften werden nach der Überarbeitung der Radsatzgruppe sicherlich noch verbessert.

Alles in Allem verliefen die Probefahrten überraschend gut, wenn man bedenkt, dass die Maschine zuletzt 1976 unter Dampf stand. Dies beweist einmal mehr, dass die Lokwerkstatt im Steinbruch der Fa.Halbach trotz der Widrigkeiten der Planwirtschaft ihre Maschinen mit den bescheidenen zur Verfügung stehenden Mitteln bis zur Betriebseinstellung in gutem Zustand gehalten hatte.

Auch wenn diese Probefahrten nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Wiederinbetriebnahme sind, war es doch ein ganz erhebender Moment, als sich die Maschine zum ersten Mal wieder aus eigener Kraft in Bewegung setzte.

Wir möchten uns bei allen Unterstützern des Projektes ganz herzlich bedanken. Ohne Euch wären wir nie soweit gekommen! Wir bitten Euch auch weiterhin um Unterstützung, um die nun vor uns liegenden Arbeiten an Kessel und Fahrwerk zu ermöglichen.

Auch der Mannschaft des Muzeum starých strojů a technologií Žamberk möchten wir für die Ermöglichung dieses wunderbaren Ereignisses unseren Dank aussprechen.
Danke auch an Kristian Walach, Jens Bürger und Tomisław Czarnecki für die tollen Bilder!

Nun aber zu den Impressionen dieses denkwürdigen Tages:

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Gegen 6.30 Uhr begannen wir mit dem Anheizen der Jung 8293 vor dem Lokschuppen des Museums. Links wartet die O&K-Nachbau (1.Kolínská No. 001/2014) auf ihr Personal, auf dem rechten Schuppengleis steht 99 3301 "Graf Arnim" (Krauss 3311/1895) der Parkeisenbahn Cottbus.

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Auch die Las49 des Museums wird angeheizt, während mein Sohn Arthur Feuerholz zur JUNG schleppt.

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Nach kurzer Steuerungsprüfung entschieden wir uns, die voreingestellten Schieber zunächst in ihrer Position zu belassen. Heizer Matthias baut die Sicherungsbleche ein.

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Beim Sichern der Schieber stellten wir fest, dass die Schieberkastenentwässerung des rechten Zylinders verstopft war. Nach dem Entfernen der Zylinderverkleidung konnte die und Entwässerungsleitung sowie das Entwässerungsventil abgebaut und gereinigt werden. Nach der Montage wurde noch einmal mit Dampf durchgeblasen.

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Anschließend widmenten wir uns dem Abölen des Triebwerks.

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Auch in anderen Bereichen des weitläufigen Museumsgeländes wurde allerlei Dampftechnik in Betrieb genommen.

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Bereits gegen 10.00 Uhr war der Kesseldruck auf 7 bar angestiegen, ohne dass besondere Eile an den Tag gelegt wurde. Hier kommen die Vorzüge der Kupferfeuerbüchse voll zur Geltung.

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Nach dem Vorwärmen der Zylinder setzte sich die Maschine um 10:27 in Bewegung.

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Mit vereinten Kräften wird die Drehscheibe von dem Lokschuppen in Richtung Ausfahrt gedreht.

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Die Maschine auf der Drehscheibe, die Sicherheitsventile beginnen vorzublasen.

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Zunächst rückten wir nur ein paar Meter vor, um auszuschlacken. Das Entleeren des Aschkastens ist bei der Jung-Konstruktion vergleichsweise bequem durch die Aschkastenbodenklappe möglich, welche mit einem Hebel auf der Lokführerseite bedient wird.

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Arthur füllt den Rahmenwasserkasten mit dem Wasserschlauch am Lokschuppen während die ersten Besucher durch das Fabriktor strömen.
Anschließend wurde mit der Lok das Gleisnetz erkundet.

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Im neuen Bahnhof der Museumsbahn wartet die Maschine auf die Weiterfahrt.

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Zunächst wurden die einzelnen Gleisabschnitte abgefahren, um eventuelle Probleme mit Radien, Weichen und engen Durchfahren zu erkennen.

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Nach der Durchfahrt auf der Werkbahn durch den hinteren Fabrikhof erreicht die Jung wieder das Depot. Die Las49 wartet noch auf ausreichend Dampfdruck.

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Nachdem die Jung das Fabrikgelände verlassen hatte befuhr sie die Strecke bis zum oberen Endpunkt am Betriebsgraben des fabrikeigenen Wasserkraftwerks.

Im nächsten Bericht geht es dann weiter mit den Probefahrten.

Gruß Sven

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Di 28 Sep 2021, 11:33
Mahlzeit!

Weiter geht es mit den Probefahrten:

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Nachdem die Lok allein alle Abschnitte erfolgreich befahren hatte, wurde ein Kipplorezug zusammengestellt.

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Die Gleisanlage im neuen Bahnhof wurde erst vor wenigen Tagen gelegt. Das Fachwerkgebäude im Hintergrund wird zukünftig ein Dampfsägewerk beherbergen. Links davon ist die frühere Textilfabrik zu sehen, in der heute Museum und Lokwerkstatt untergebracht sind.

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Jung 8293/1938 und Krauss 3311/1895 stehen nebeneinander im neuen Bahnhof. Zwischen beiden Lokomotiven liegen 43 Jahre Entwicklungszeit. Beide Maschinen haben jedoch den Kobelschornstein Bauart Rose gemeinsam, der bei Krauss&Comp. München entwickelt wurde. Ob die Jung damit ausgeliefert wurde oder die Werkstatt des Steinbruchs Halbach den serienmäßigen Prüßmannschornstein gegen einen Kobelschornsteintauschte, ist nicht mehr nachvollziehbar. Auf einem Foto von 1939 ist die Maschine jedoch bereits mit einem Kobelschornstein im Einsatz. Krauss 3311 wurde in den letzten beiden Jahren in Zamberk restauriert und steht kurz vor der Auslieferung an die Parkeisenbahn Cottbus.

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Als nächster Programmpunkt stand die Vorstellung der Lokomotiven an. Die Jung macht sich zu diesem Zweck auf den Weg zum Lokschuppen, muss jedoch noch die Vorbeifahrt des nächsten Personenzuges auf dem Streckengleis abwarten.

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Der O&K-Nachbau, der 2014 in der Lokwerkstatt Zamberk gebaut wurde, befährt den provisorischen Bahnübergang am Museumscafé. Das Gleis wird in den nächsten Monaten noch niveaugleich in die Straße eingebaut.

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Bei der Einfahrt in den Fabrikhof passiert die Lok die Dampfwalze "Romeo", gebaut 1904 von Bromovsky Schulz & Sohr, Königgrätz& Adamsthal.

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Bei zwei moderierten Präsentationen wurden die 5 im Einsatz befindlichen Lokomotiven vorgestellt.

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Präsentation der B70-600, gebaut 1940 von der Böhmisch-Mährischen Maschinenfabrik Prag vor vollen Rängen. Mehr als 5000 Besucher kamen an diesem Tag ins Museum.
Die Lokomotive wird am ersten Oktoberwochenende bei zusammen mit dem O&K-Nachbau bei der Parkeisenbahn Cottbus zu Gast sein.

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Arthur wartet mit der Jung auf die Vorstellung der Maschine.

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Blick von Dach der Werkstatt.

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Im Anschluss ging es durch das Fabriktor wieder in Richtung Strecke.

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Nach dem Umsetzen fuhr die Maschine zurück zum neuen Bahnhof

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Nun wurden erst einmal zwei kleinere Undichtigkeiten am linken Speiseventil behoben.

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Auf Wunsch der Fotografen wurden die beiden deutschen Maschinen noch einmal nebeneinander gestellt.

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Seitenansicht der Jung 8293 in authentischem Umfeld.

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Im Anschluss setzten wird die Maschine vor den Lorenzug. Hierbei bemerkten wir, dass die an den Zughaken montierte dreigliedrige Kuppelkette für die engen Bögen zu kurz war.
Sie musste daher mit einem Schäkel verlängert werden. Auch dazu sind Probefahrten da!

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Bereit zu Abfahrt aus dem neuen Bahnhof.

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Durchfahrt durch den alten Bahnhof vor dem Werksgelände.

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In der leichten Steigung vor dem neuen Fabrikgebäude von 1902.

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Die ältesten Teile der Textilfabrik "Von Willer" gehen auf das Jahr 1830 zurück. Im Hintergrund der Schornstein des Kesselhauses, davor das Turbinenhaus der Wasserkraftanlage.

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Der Zug hat die Ausweichstelle am Betriebsgraben erreicht.

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Da mit 5 Lokomotiven auf der Werkbahn ein reger Betrieb herrschte, wurde zügig umgesetzt, um den nächsten Zug nicht warten zu lassen.

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Matthias beim Anstellen der heizerseitigen Strahlpumpe. Mit der Aufarbeitung der Injektoren sind wir sehr zufrieden, die neuen Düsenstöcke haben sich hervorragend bewährt und die Pumpen laufen auch bei niedrigem Kesseldruck sauber. Bei der Warmdruckprobe im Januar lief die Heizerpumpe erst trocken, wenn man die Wasserzufuhr um 50% drosselte. Dieser Mangel konnte mit dem Austausch der Dampfdüse neuer Bauform gegen eine neu angefertigte nach alter Ausführung behoben werden.

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Der Lorenzug erwartet die Einfahrt des nächsten Personenzuges.

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Dieser rollt kurz darauf, mit der B70-600 bespannt, heran.

Weitere Bilder folgen...

Gruß Sven

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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 39 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Di 28 Sep 2021, 15:13
Ein Paradies
Holger Dietz
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Di 28 Sep 2021, 17:15
Ein traumhaft schönes Ambiente mit den alten Fabrikgebäuden u. den alten u. neuen Gleisanlagen.
Bemerkenswert auch der große Zuspruch. 5000 Besucher an einem Tag sind schon eine Hausnummer!

Danke u. Gruß

Holger

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Di 28 Sep 2021, 20:45
Mahlzeit Holger,

alte Gleisanlagen gibt es auf dem Gelände keine mehr. Die Fabrik produzierte unter dem Namen "Royan" bis 2007. Nach der Insolvenz wurde das Inventar versteigert und soll noch heute in China im Einsatz sein.
2010 hat die heutige Stiftung das Gelände ersteigert und mit dem Aufbau von Museum und Lokwerkstatt begonnen. Bei den Bauarbeiten im hinteren Fabrikhof wurden Reste einer 600-mm-Bahn gefunden, die einst im Handverschub das Kesselhaus versorgte. Als ich 2015 zum ersten mal vor Ort war, gab es nur einen Rundkurs von knapp 170 m vorhanden. Dieser konnte auch nur zu den Tagen der Offenen Tür geschlossen werden, da man die kleine Strasse nur mit fliegendem Gleis befahren durfte. Eine dauerhafte Verlegung in der Strasse wurde nicht genehmigt, daher entstand die Idee den neuen Bahnhof über zwei Bahnübergänge anzuschließen.

Der heutige Lokschuppen war früher Garage für den fabrikeigenen Fuhrpark. Der Umbau begann erst im Herbst 2018.

Hier noch ein paar bewegte Bilder von den Probefahrten:



Gruß Sven

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