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Marian Sommer
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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 34 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Di 26 Jan 2021, 23:52
Hallo Sven,

herzlichen Glückwunsch, wieder ein Stück weiter... Frage, mit welchem Prüfdruck habt Ihr abgedrückt? Viele Grüße,

Marian.

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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 34 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Do 28 Jan 2021, 09:30
Hallo Marian,

Danke für die Glückwünsche. Die erfolgreiche Druckprobe, 47 Jahre nach der letzten ist schon ein großer Schritt in Richtung Wiederinbetriebnahme und motiviert, den vor 12 Jahren begonnenen Weg weiterzugehen.
Der Kesselprüfer hat den Prüfdruck für diese Wasserdruckprobe wegen der Abzehrungen an den Deckenstehbolzen auf 12 bar festgelegt. Der normale Prüfdruck gemäß den Unterlagen beträgt 15,6 bar.

Gruß Sven

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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 34 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Do 28 Jan 2021, 12:11
Mahzeit!

Im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Injektoren fand ich in den Zeichnungen einen Hinweis auf die Ausführung der Saugkörbe, die an den Saugleitungen im Rahmenwasserkasten saßen. Diese Körbe fehlen bei der JUNG 8293 und müssen neu angefertigt werden

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Leider habe ich die Detailzeichnung Nr. 206 H9 nicht und somit blieb nur das Abnehmen der groben Maße.

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Daraus entstand das CAD-Modell. Ursprünglich hatte ich vorgesehen, die Saugkörbe aus Kupfer zu bauen. Allerdings fand ich keinen Lieferanten, der passende Halbkugeln in der richtigen Größe und Wandstärke im Angebot hatte. Die Halbkugeln selbst aus 2 mm Blech tiefzuziehen oder im Metalldrückverfahren herzustellen wäre möglich, wegen des hohen Aufwandes für die Matritzen für die beiden benötigten Exemplare jedoch ziemlich unwirtschaftlich. Daher habe ich mich für die Fertigung aus Edelstahl 1.4301 entschieden, da alle benötigten Rohteile aus dem Material erhältlich sind.

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Aus der Übersichtszeichnung geht nicht hervor, wie die Befestigung des Saugkorbes an der Saugleitung im Detail ausgeführt war. Auch an den Saugleitungen sind keine Hinweise erkennbar. Deshalb habe ich mich entschieden, eine handelsübliches Rotguss-Reduzierstück auf den Rohraußendurchmesser aufzudrehen und hart an die kupferne Saugleitung zu löten. Der Saugkorb lässt sich damit zur Reinigung abschrauben.

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Die Rohteile für die Saugkörbe im Überblick: Halbkugeln mit 120 mm Durchmesser und 2 mm Wandstärke, Schweißmuffen mit R 1 1/4" Innengewinde, 2 mm starkes Lochblech mit 3 mm Lochdurchmesser und 5 mm Lochabstand und Rotguss-Reduzierstücke R 1 1/4" auf R 3/4"

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Die Halbkugeln werden zunächst mit einer Bohrung versehen. Richtige Drehzahl, etwas Feingefühl beim Vorschub und ein gut geschliffener Bohrer beugt einem Einhaken in das dünne Blech vor.

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Die Bohrung ist fertig und entgratet.

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Aus einem alten Stellring entstand eine Tiefziehmatritze.

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Die Halbkugel wird mit der Wasserwaage nach dem Pressentisch ausgerichtet, damit der tiefgezogene Ansatz nicht schief wird.

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Als Stempel für den Tiefziehvorgang wird in der ersten Stufe eine gehärtete Stahlkugel verwendet, die mit reichlich Öl durch die Bohrung gedrückt wird.

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Der Vorgang war erfolgreich, rund 3t Pressdruck waren nötig.

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Mit einem gedrehtem Pressenstempel wird im zweiten Schritt die Ausformung auf Endmaß gebracht.

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Blick von oben auf den Pressenstempel.

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Der fertig ausgeformte Ansatz. Für einen ersten Versuch sehr gut gelungen.

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Natürlich wäre es auch möglich gewesen, die komplette Form selbst herzustellen, aber die geringen Kosten für das Rohteil rechtfertigen den Aufwand nicht.

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An den ausgeformten Ansatz wird die Gewindebuchse angeschweißt. Vorher ist der Rand des Ansatzes planzudrehen.

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Verschweißen der Einzelteile mit WIG.

Der Prototyp ist sehr ordentlich geworden, der zweite Saugkorb wird dann schneller gehen. Sobald die Saugleitungen ausgebaut sind, können die Saugkörbe montiert werden.

Gruß Sven

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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 34 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Do 28 Jan 2021, 12:22
Hallo Sven,

tolle Sache, die Saugkörbe, die erhöhen die Überlebenschancen für die Kesselsteinbeißer, die ja bekanntlich in Wasserkästen und Tendern leben! Wo hast Du die Edelstahl-Halbkugeln beschafft?

Viele Grüße Tobias

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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 34 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Do 28 Jan 2021, 12:46
Mahlzeit Tobias,

die Halbkugeln stammen von einem Metallwarenhandel im Erzgebirge:

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Gruß Sven

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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 34 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Fr 12 Feb 2021, 21:44
Moin
Gut Ding hat Weile...
Und somit Qualität.
Weiter so. Wahnsinn.
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Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau  - Seite 34 Empty Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

Fr 12 Feb 2021, 22:09
Mahlzeit!

Mittlerweile sind beide Saugkörbe und die zugehörigen Gewindemuffen zum Anlöten an die Saugleitungen fertiggestellt.

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Gruß Sven

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