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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Re: Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner?

am Do 11 Feb 2010, 10:11
Moin

Wenn auf dem Bild die Ausweiche wirklich ne Ausweiche wäre, und dahinter es wieder dreischienig weitergehen würde, wäre das doch keine Preisgünstige Wariante. Da auf den dreischienigen Gleis ja normale beidseitig innen einflanschige Achsen benutzt werden können. Preiswert wäre es gewesen, die Weichen denn ganz weg zu lassen, weil die Vollwertigen Weichen teurer sind, gewartet werden und gestellt werden müssen. Man hätte denn in der Ausweiche die inneren Profiele einfach zusammen laufen lassen, und somit Herzstücke, Zungen und Arbeitskraft gespart.

Sehe ich das richtig??

Ich tendiere eher dazu, das das was hier als Ausweiche bezeichnet wird, das normal befahrbare Streckenende mit zwei Richtungsgleisen ( ein Gleis für Berg auf und das andere für die Talwärts kommenden) ist. Der eigentliche Bremsberg beginnt mit den dreischienigen Gleis, und die künftige Ausweiche wäre außerhalb des Bildes noch im Bau.

Meine Meinung.

MFG Andy
ernesto
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am Do 11 Feb 2010, 10:28
Falls Du Dich auf das Bild von "Industriebahn" beziehst:
Das siehst Du gewiss völlig richtig. Das unten gehört noch nicht zum Bremsberg, sondern ist doch der Warteraum für aufwärts Wollendes, während das abwärts Kommende auf dem andern Gleis vorbeifährt.
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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Re: Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner?

am Do 11 Feb 2010, 10:30
Aha

Danke für die schnelle Antwort.

MFG Andy
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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Suche historisches Prospektmaterial!

am Di 16 Feb 2010, 11:45
Die nachfolgenden Bilder stammen aus einem 1930 gedrehten Film in einem oberbergischen Steinbruch, der mehrere Bremsbergtypen besass. Kann mir jemand mit digitalisiertem Prospektmaterial über diesen Bremsbergtyp weiterhelfen?

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Abwärtsfahrt mit zwei Kipploren ...

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Gegengewicht, das zwischen den Gleisen verläuft

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Kurz vor der Ankunft auf der Entlade-Ebene

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Die Loren werden mit Muskelkraft verschoben
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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Re: Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner?

am Di 16 Feb 2010, 12:22
Dem ersten Blick nach würde ich sagen: ein Schrägaufzug, meine Begründung liegt darin, dass es sich um eine Anlage mit nur einem Fahrbetriebsmittel handelt und ein Gegengewicht in Form eines Gewichts hat, welches zwischen den Schienen des Fahrbetriebsmittels auf eigenen Schienen verläuft. Somit wäre eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Aufzug gegeben.

Einzige Frage hätte ich noch: dient die Bahn dazu, nur Material von Berg zum Tal zu bremsen? Oder hat die Anlage einen eigenen Antrieb und kann daher auch für Transporte vom Tal zum Berg benützt werden?


Zuletzt von Grubenbahn am Di 16 Feb 2010, 12:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Re: Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner?

am Di 16 Feb 2010, 12:24
AUF DIE SCHNELLE AUS MEINEM ARCHV:
Per Definition scheint mir das ein Schrägaufzug zu sein.
Ein Bild aus dem Bräunig & Stahlberg Katalog.

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Die Rolle dient der Seilfürung.

FK
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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Re: Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner?

am Di 16 Feb 2010, 16:33
Hallo
Bei senkrechten Aufzügen für die Personen- und Warenbeförderung gleicht das Gegengewicht in der Regel das Kabinengewicht und die halbe Nutzlast aus. Handelt es sich um einen Aufzug mit grosser Förderlast und/oder grosser Förderhöhe muss noch das Seilgewicht ausgeglichen werden. Dies geschieht mittels Ausgleichsseilen, die unten herum zwischen Kabine und Gegengewicht hängen.
Bei Aufwärtsfahrt mit voller Kabine oder bei Abwärtsfahrt mit leerer Kabine muss der Antriebsmotor folglich nur für die halbe Förderleistung ausgelegt sein.

Nun zur Fördereinrichtung gemäss obigen Bildern. Es ist aus den Bildern ja nicht ersichtlich, ob ein Antriebsmotor vorhanden war oder nicht!

Wird diese Fördereinrichtung als Bremsberg ohne Antriebsmotor betrieben, können nur Lasten zu Tale befördert werden. Mittels des Gegengewichtes wird aber die Bremsleistung erheblich reduziert. Das Gegengewicht muss leichter sein, als die Summe von Nutzlast, Taragewicht von Plattformwagen und Loren und vom Seilgewicht. Allenfalls sind die unterschiedlichen Rollwiderstände vom Plattformwagen und vom Gegengewicht auch zu berücksichtigen. Die Aufwärtsfahrt erfolgte durch das Übergewicht des Gegengewichtes wegen der fehlenden Nutzlast.

Wird diese Fördereinrichtung als Schrägaufzug mit Antriebsmotor betrieben, können Lasten in beiden Fahrrichtungen befördert werden. Es ist dann sicher sinnvoll und richtig das Gegengewicht wie bei einem Senkrecht-Aufzug auszulegen. Allerdings hat man sicher das Gegengewicht noch um einen Anteil des Seilgewichtes reduziert (wegen den fehlenden Ausgleichsseilen). Sicher wurden auch die Rollwiderstände berücksichtigt.

Gruss Hans
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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Re: Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner?

am Di 16 Feb 2010, 20:54
Es ist aus den Bildern ja nicht ersichtlich, ob ein Antriebsmotor vorhanden war oder nicht!
Ich tippe jetzt einmal frech darauf, dass der hohe Mast neben der Hütte KEINE Fahnenstange war, sondern ein Strommast. - Bemerkenswert ist auch die Luke in der Seitenwand der Hütte. Von dort tritt gewiss das Seil aus, welches Wagen auf dem steilen Gleis ganz rechts fördert. In der Hütte steht also eine Winde.
Es wird wohl oberhalb des Schrägaufzuges eine weitere Hütte haben. - Gruss ernesto
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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Re: Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner?

am So 07 März 2010, 00:08
Bremsberg oder Luftseilbahn?

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Ein Fall für Bremsberg- oder Bleichert-Kenner: Ich sehe ein grosses Seilrad mit einer rundum greifenden Bandbremse. Kann ich aus der Vorrichtung auf einen (ehemaligen) Bremsberg schliessen, oder wurde das Prinzip auch für Luftseilbahnen angewandt?

Das Rad sitzt am steilen Berghang (Parina nördl. Begamo), leider gibt es keine Angabe, wo genau am Hang. Der Berg hat in einer oberen Schicht einen ehemaligen Abbau von weissem Marmor, in einer tieferen Schicht ehemalige Zink- und Fluorit-Minen. Die Hänge sind kaum zeklüftet, eher wie Abraumhalden. Spuren einer Gleisrampe sind nicht auszumachen.
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Im tief eingeschnittenen, engen Tal lief eine Feldbahn dem Bach entlang, "zum Transport von Holz, Marmor und Erzen". Heute sind nur noch Gleisreste vorhanden. Die meisten Brücken wurden vom Hochwasser 1987 weggefegt. Es ist nun eine beliebte Wanderroute.
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Die ganze Gegend ist von ehemaligen Minen durchzogen. Es gab einige Bleichert-Anlagen in der Nähe. - Gruss: ernesto
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Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner? - Seite 11 Empty Re: Bremsberge - Ein Thema für Feldbahner?

am So 07 März 2010, 00:31
Hallo Ernesto

Sehr interessante Sachen, die Du da findest!

Meiner Meinung nach ist das Umlenkrad NICHT von einer Lufseilbahn, sondern von einem Bremsberg.

Bei einer Luftseilbahn müsste das Rad aufgeständert sein, weil die Luftseilbahnwagen doch eine Höhe für die Beladung brauchen, dazu muss das Seil immer gespannt sein, was eine separate Spannung braucht, die nur mit einer Aufständerung ereicht werden kann oder mit einem Seilzug in einen Schacht. Davon ist aber nichts zu sehen.

Klar ist jedenfalls, dass es die obere Seilrolle ist (Bergstation) und es sieht meiner Meinung ganz nach Bremsberg aus.

Bergamo und seine Umgebung scheint noch interessanter zu sein als ich dachte. Dort gibt es auch noch eine der ersten Grosszementfabriken im Originalzustand in dieser Welt im Jugendstil gebaut, die im Dornröschenschlaf gehalten wird, auch mit sehr spärlichen Feldbahnresten darin.

Somit eine hochinteressante Gegend, auch die Bahn dem Bach entlang ist sehr interessant und erst noch sehr malerisch.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] für das zeigen!

Es grüsst
Björn der Feldbahnfreund
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