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MatthiasWL
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Lok erinnert an den Sandabbau - Seite 3 Empty Re: Lok erinnert an den Sandabbau

am Sa 19 Sep 2020, 15:47
Hallo Martin,

interessant, so etwas gibt es auch in unserer Gegend. Zuerst war es ein Lagerplatz im Rodgau und nun lagert der ganze Schrott am Bw Hanau (hat aber nix mit den Hanauer Eisenbahnfreunden zu tun). Auch die zeitliche Größenordnung kommt hin: Das Zeug liegt auch schon 20-30 Jahre im Freien herum. So was scheint's im ganzen Bundesgebiet verstreut zu geben. Ich versteh das nicht - es ist absolut sinnfrei. Wenn man wenigstens ein bisschen Geld in einen Witterungsschutz investiert hätte statt nur zu raffen. So kann man zuschauen wie sich alles in Eisenoxid verwandelt. Und Räder, die mal 30 Jahre im Matsch gestanden haben sind auch nicht mehr rund ...

Viele Grüße, Matthias
Schroeder
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Lok erinnert an den Sandabbau - Seite 3 Empty Re: Lok erinnert an den Sandabbau

am Sa 19 Sep 2020, 22:46
Ich wäre vorsichtig damit, ohne Hintergrundkenntnisse andere Vereine öffentlich derartig abzwerten. Zum Beispiel Rheine: Der Verein ist vor einigen Jahren umgezogen, wieder in eine ehemalige Kaserne. Der Großteil der Fahrzeuge ist in einer sauberen, trockenen und geräumigen Stahlblechhalle auf vier Parallelgleisen aufgestellt worden. Bei meinem Besuch vor einem halben Jahr war man dabei, die Halle für Besucher auszubauen. Der weitere Ausbau der Gleisanlage vor der Halle ist geplant und nach allem, was ich gesehen habe, auch in absehbarer Zeit zu erwarten. Ein Teil der Sammlung steht auf Betonflächen vor dem Gelände, wobei es sich um die weniger wertvollen Exponate, also Ersatzteilspender oder ausgeschlachtete Maschinen handelt. Das die immer mal wieder Stücke aus ihrer Sammlung abgeben, ist doch in Ordnung. Was der neue Eigentümer damit macht, steht auf einem anderen Blatt, kann man auch nicht immer vorhersehen. Und das so mache Privatsammlung, Verein oder ein öffentliches Museum mehr oder weniger grandios scheitert, ist leider auch keine Seltenheit. That´s life. Bei den Rheinern sieht es definitiv nicht danach aus.
Glückauf
Stefan

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kay
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Lok erinnert an den Sandabbau - Seite 3 Empty Re: Lok erinnert an Sandabbau

am So 20 Sep 2020, 09:30
Auch wenn es mir schwer fällt...…….

Ausnahmsweise muss ich Herrn Schiffmann einmal mit seiner Ausführung unterstützen. Gründe möchte ich hier nicht nennen.
Aber wir alle wissen doch, dass es den einen oder anderen gemeinnützlichen "Verein" gibt, der von einer, nennen wir es Hauptperson "geführt" wird und Fahrzeuge, die vermeintlich für die "Sammlung oder das Museum" beschafft wurden, später teilweise "abgegeben" werden.
Zur Finanzierung eines Projekts innerhalb dieser Vereinigung ist dies auch völlig i.O..
Allerdings...…..nun ja......auch egal.

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Martin Schiffmann
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Lok erinnert an den Sandabbau - Seite 3 Empty Re: Lok erinnert an den Sandabbau

am So 20 Sep 2020, 09:44
Hallo Stefan,

Fakt ist, dass diese Sammlung sich seit mindestens 1985 "Museum" nennt und diesem Anspruch nach meiner Erkenntnis bisher nicht nachgekommen ist, daher kann ich hier nicht mehr von einem "Feldbahnmuseum" sprechen, sondern von einer Privatsammlung.
Der Umstand , das die Sammlung umgezogen ist, zeigt aber auch, dass man - warum auch immer - am alten Standort seine selbst gesteckten Ziele in über 30 Jahren nicht umsetzen konnte.

Es gibt in Deutschland mittlerweile Vorgaben, wie sich ein Museum definiert und welche Aufgaben es hat - das kann alles mittlerweile auch im Internet nachgelesen werden. Eine der wichtigsten Aufgaben ist dabei auch der Bereich der Wissensvermittlung. Da reicht das Sammeln und raffen eben nicht aus, um sich "Museum" nennen zu dürfen. Ein Halle voller Loks  und eine Strecke zum fahren ist alles, aber noch lange kein Museum. In dieser Hinsicht habe ich in 35 Jahren nichts dergleichen aus Rheine wahrgenommen, was über das bloße Sammeln hinausgeht - aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Es wäre in Rheine m. E. angebrachter, sich in "Feldbahnfreunde Rheine" oder dergleichen umzubenennen, anstatt sich mit dem hehren Titel "Feldbahnmuseum" weiter selbst zu belügen.

Glück Auf!

Martin
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Lok erinnert an den Sandabbau - Seite 3 Empty Re: Lok erinnert an den Sandabbau

am So 20 Sep 2020, 12:46
Hallo Martin.

Du hast völlig recht. Die Vorgaben, die an einen Museumbetrieb gestellt werden, sind seit einigen Jahren nachvollziehbar detailliert definiert und anspruchsvoll ausgestaltet worden. Ich bin seit 1985 in der Museumswelt unterwegs und seit 1993 an einem anerkannten Weltkulturerbe freiberuflich tätig, vertrete den zugehörigen Förderverein im Vorstand. Und leider kenne ich zahlreiche Beispiele, bei denen trotz klangvollem Namen und pompöser Begleitmusik keine musealen Konzepte umgesetzt wurden. Ich darf noch einmal eine Lanze für die Rheiner brechen: Die haben vor Jahrzehnten begonnen, als derartige Ansprüche noch kaum formuliert und in ländlichen Region selten bekannt waren. Sich nun umzubenennen, wäre ein Ansatz, bleibt aber letztlich Sache der Rheiner.

Ohnehin ist die Frage, was ein Museum ausmacht, ob oder wie man diese Ansprüche erfüllt und dem folgend, ob es gelungen ist, für diesen Diskussionslinie unpassend und führt vom eigentlichen Thema weg. Lassen wir es doch dabei bewenden und hoffen, dass die kleine Diema vielleicht doch noch die ihr gebührende Unterkunft bekommt.

Glückauf
Stefan

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Lok erinnert an den Sandabbau - Seite 3 Empty Re: Lok erinnert an den Sandabbau

am So 20 Sep 2020, 16:49
Der Umstand , das die Sammlung umgezogen ist, zeigt aber auch, dass man - warum auch immer - am alten Standort seine selbst gesteckten Ziele in über 30 Jahren nicht umsetzen konnte.

Diese Aussage ist definitiv falsch. Grund für den Umzug war: Die Bundeswehr beanspruchte die Anlage für sich um dort das Absetzen von Personal und Material mit der CH-53 zu üben und kündigte daher den Mietern. Außer dem MFM noch einem Verein von Amateurfunkern und einigen Landwirten, die Hallen gepachtet hatten. (Ich war damals selber beim damaligen Heeresfliegerregiment 15 stationiert).

Viele Grüße,
Reinhard


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am So 20 Sep 2020, 17:28
Hallo Reinhard,

Zitat:

Diese Aussage ist definitiv falsch. Grund für den Umzug war:

Hier irrst Du aber gewaltig, und sei bitte so gut und  lies bitte meine Beiträge richtig durch, bevor Du antwortest. Ich habe mich nicht zu den Gründen des Umzugs geäußert. Sowas kommt öfters vor, auch in wesentlich kürzeren Zeitabständen als 30 Jahre.

Meine Kritik richtet sich vielmehr daran, dass man auf dem Militärgelände rund 30 Jahre gesammelt und gerafft hat, aber keinerlei museale Infrastruktur geschaffen hat, und sei es nur ein alter Bauwagen mit Infotafeln gewesen.

Ein "Museum", das zumindest an einigen Tagen im Jahr geöffnet hätte und der interessierten Bevölkerung das Wesen, den Sinn und Zweck einer Feldbahn, deren Ablösung durch LKW und Förderband, letzte Einsatzgebiete in Steinkohle, Torf und Tunnelbau usw. erklärt hätte, gab es in Rheine-Bentlage nicht - oder sehe ich das falsch?

Wer in über dreißig (!) Jahren ausschließlich sammelt, aber keine nur annähernd museale Präsentation für  Öffentlichkeit auf die Reihe bekommt, sollte sich schleunigst von dem Begriff "Museum"  verabschieden, den das ist im Jahre 2020 einfach nur Irreführung für Außenstehende.

In  Rheine ist eine große Privatsammlung von Feldbahnfreunden zum Thema Feldbahn entstanden,  aber beileibe  kein "Münsterländisches Feldbahnmuseum". Damit stößt man zudem jenen Feldbahnmuseen gewaltig vor den Kopf, die ebenfalls seit 30-40 Jahren existieren, aber entsprechende museale Infrastrukturen unter tlw. ebenso prekären Verhältnissen wie in Rheine mühsam aufgebaut haben und heute den Namen "Feldbahnmuseum" redlich verdienen und sich darüber hinaus in der Öffentlichkeit entsprechend zeigen. Sei es durch entsprechende Museumsgelände, Präsentationen auf Messen, Stadtfesten, Eisenbahnveranstaltungen in der Vor-Corona-Zeit , Publikationen zum Thema Feldbahn etc. . Was hat bzw. hatte das angebliche Museum in Rheine in dieser Hinsicht zu bieten?

Vom Status eines Museums ist man in Rheine noch meilenweit entfernt, trotz jahrzehntelanger Feldbahn-Sammelei.

Glück Auf!

Martin
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