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Besuch bei der Parkeisenbahn Cottbus  Empty Besuch bei der Parkeisenbahn Cottbus

am Mo 10 Aug 2020, 23:47
Hallo!

Letzte Woche hatten wir mal Zeit  der Parkeisenbahn Cottbus einen Besuch abzustatten. Das es sich bei den hier eingesetzten Wagen u.a. um im Ursprung offene zweiachsige sächsische Güterwagen handelt, habe ich erst vor ca. einem Jahr mitbekommen. So bestand der Wunsch auch diese mal zu Gesicht zu bekommen. Wer sich ein wenig mit den Baumerkmalen der sächsischen Wagen auskennt, sieht bei zwei offenen Personenwagen deutlich die Herkunft. Hier einer der beiden im Detail:

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Man erkennt im Langträger die Löcher der Niete welche die Tragfederaufhängung sowie die Führungen der ursprünglichen einachsigen Drehgestelle mit ebendiesen verbanden. Das hier war mal ein Wagen der Gattung 775. Die Drehgestelle der WEM sind natürlich spätere Umbauten. Leider hab ich versäumt ein Foto vom ganzen Fahrzeug zu machen. Auch bei dem anderen offenen Sachsen hab ich nicht genau geschaut ob es auch ein 775 oder einer der Gattung 776 war / ist.
Die Personenwagen mit Dach sind auch alle mal auf 750mm unterwegs gewesen, hier erkennt man das in der normalen Besucherperspektive aber nur noch an der genieteten Verstärkungsplatte unter der Zug- und Stoßvorrichtung am roten Wagen:

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Die gekröpfte Zugstangenführung ist nachträglich montiert, der Puffer mitsamt Bolzen und dessen Sicherungskette aber original sächsisch. Der blaue Wagen ist einer der vier offenen Neubauwagen (1961) aus dem RAW Cottbus.

Jetzt aber erstmal genug der Wagenkunde, eine Lok hing auch an unseren Zug, und zwar die "verlängerte" Ns2f mit vorderer Laufachse:

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Die Lok trägt erst seit Anfang des Jahres ihr neues Farbkleid, welches ihr sehr gut steht!
Warum wurde die Lok eigentlich verlängert? Ich habe im Netz die Angabe gefunden für die ursprüngliche Druckluftbremsanlage welche nur auf ihrere Berliner Herkunftsstrecke in Gebrauch war - anderseits aber auch den Hinweis auf einen größeren Motor (EM4 - ist das ein S4000 Motor?), welches aber auch plausibel ist, er macht die Lok stärker und auch leiser. Jedenfalls ist heute ein luftgekühlter Dreizylinder von Deutz eingebaut:

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Hier noch ein Blick auf das umgebaute Laufwerk mit der Laufachse, und den durch Ausgleichshebel verbundenen Tragfedern. Es sieht so aus als wären Achslager und Führung normale Ns2f Teile, die Achse müsste dann auch den gleichen Raddurchmesser haben? Augenscheinlich liegen die Lagermitten alle auf einer Höhe.

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Und noch ein Bild von hinten:

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Weiterhin waren wir sehr angetan von der freundlichen Professionalität der Kinder bzw. Jugendlichen welche als Zugbegleiter, Aufsicht usw. arbeiteten. Die Mitfahrt war ein schönes Erlebnis, die umgesetzten Maßnahmen der jetzigen Zeit waren kaum zu merken. So sind bei den geschlossenen Wagen die Abteile mit Plexiglas voneinander getrennt, bei den offenen war jedes zweite Abteil gesperrt. Wohl aus diesem Grund und wegen des Andrangs an "Beförderungsfällen" fuhr noch ein zusätzlicher Verstärkerzug. Beide Züge waren gemischt aus offenen und geschlossen Wagen gebildet.

Wenn man aber schon mal hier in Cottbus ist, sollte man sich aber auch Park und Schloß Branitz anschauen, was wir auch taten:

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Auch nochmal vielen Dank an den Bahnhofsleiter und den Fahrdienstleiter vom Bahnhof Sandow, welche meinen eigentlichen Grund des Besuchs hier sehr aufgeschlossen gegenüber standen. Welcher Grund das war wird später auch hier um Forum berichtet.

Ich hoffe mein Bericht hat gefallen.

Viele Grüße

Kay

Maschinist, Blix, bahner2, Krohny, AFA, Brigadelok 1739, AFKB und mögen diesen Beitrag

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