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Aufarbeitung einer BBA B360 Empty Aufarbeitung einer BBA B360

am Fr 06 Nov 2020, 11:34
Hallo!

Die Lok ist ja eigentlich schon ein gutes halbes Jahr fertig. Aber die Zeit zum Berichten fehlt leider manchmal ein wenig.
Nun denn: es geht um meine B360. Ein lang gehegter Wunsch, daher stammt auch mein Forumsname, ist im Oktober 2018 (Mensch rennt die Zeit, ich hab die doch erst gestern geholt...) war geworden. Viele wussten es, das ich nach einer Suche. Dann kam der entscheidende Anruf. Michael Ernstberger (Danke dafür nochmal!!) hatte sie geholt und bei sich hinterstellt. Wenige Wochen später sattelte ich mein Pferd und holte das gute Stück. Stolz wie ein Oskar!

Zuerst das obligatorische Foto aus längst vergangener Zeit:

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Hier ist die Lok 135 des Bergbaubetriebes 9 der SDAG Wismut auf der Minus-1305m-Sohle zu sehen, am Abzweig zu einer Ladestation. Foto: Holger Neumann, veröffentlich im Werkbahnreport.

Die Lok war vermutlich im Streckenvortrieb im Einsatz. Wie komme ich drauf? Es wurden Bleche aus dem Rahmenboden ausgeschnitten und Beilagen unter die Feder gelegt, sodass in Summe die Achse samt Fahrmotor nach unten wandern konnte (deshalb auch die Ausschnitte) und die Lok am Ende mehr Bodenfreiheit hat. Äußerst Interessant, da doch der BB9 in Betriebsanweisungen den Umbau der Loks verbot! Und so richtig hat das effektiv ca. nur 3-4cm Bodenfreiheit rausgeholt.

Kurz ein wenig weiter mit Geschichte: Anfang der neunziger Jahre wurde diese Lok dann gehoben und an einen Hotelier abgegeben nach Franken mitsamt Mannschaftswagen, Hunt und Steigerwagen. Dieser wollte gern ein Hotel bauen, ganz im Stile eines Bergwerkes. Er hat aber dazu nie die Genehmigung bekommen und so stand die Lok draußen. Über viele Jahre hinweg.

So sah die Lok dann vor der Abholung beim Michael aus:

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Gleich gehts weiter...

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Aufarbeitung einer BBA B360 Empty Re: Aufarbeitung einer BBA B360

am Fr 06 Nov 2020, 12:25
Weiter gehts.

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Gut verzurrt gehts Los! Der Anhänger war kein Unsinn. Der war hervorragend!

Beim Transport:

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Ankunft in der Herrenleite, Akkukasten ist schon demnotiert:

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Ziel der Aufarbeitung ist der letzte Einsatzzustand, wie auf dem Foto von 1991.
Es fehlen die Fahrmotore, Fahrwiderstand und der Transverter. Im Fahrschalter fehlen sämtliche Kontakte. Und zum Schluss ein Akkumulator. Da ich schon lange Teile Sammle für BBA Loks, waren bis auf die Fahrmotoren und Akku alles vorhanden.

Als Erstes habe ich mit einem Hochdruckreiniger den Grünbelag entfernt und auch sonstigen Dreck beseitigt:

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Dann ging es gleich an die Elektrik. Ein vorher mit dem Oszilloskop abgestimmter Transverter und ein umgruppierter Fahrwiderstand wurden verbaut.

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Transverter am Oszi

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Alles Eingebaut!

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Zum Feierabend gabs ein Licht!

Weiter geht's nebenbei mit dem Fahrschalter:

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Beim Reinigen. Die gähnende Leere ist gut erkennbar!

Es füllt sich:

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Handgefertigte neue Schleifringe:

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Einbaufertig:

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Fortsetzung folgt...

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Aufarbeitung einer BBA B360 Empty Re: Aufarbeitung einer BBA B360

am Fr 06 Nov 2020, 14:29
Dann ging es an das Ausachsen der Lok, die Spurkränze waren scharfe Messer! Und die Federn fest... ... genau wie das Bremsgestänge.

Die Federpakete wurden zerlegt, gereinigt und zum Schluss mit Graphit-Federnpaste eingepinselt:

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Die Achsen wollte ich in Eigenleistung aufschweißen. Dazu wurde ein Vorrichtung gebaut:

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Die Achse sollte sich selbstständig zum aufschweißen drehen, da der Prozess automatisiert werden sollte. Die Steuerung des E-Motors erfolgte über einen Frequenzumrichter.

Das Aufschweißen:

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

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Und da ja nur der Spurkranz aufzuschweißen war, wurde zum Schluss nur geschliffen:

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Eine neue BBA-Radscheibe und eine Aufgeschweißte im Vergleich:

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Geputzt und poliert waren dann die Achsen fertig zum einbauen:

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Man sieht die Rostnarben auf der Tatzlagerfläche. Die Narben wurden poliert und geglättet, sodass ausreichend Tragfläche da ist.

Fahrmotor montiert:

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Letzte Messungen:

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Bereit zum Einachsen:

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Das Innere der Lok wurde mit einer Mischung aus Terpentinersatz und Leinölfirnis konserviert.

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Es schwebt hinein!

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Alles Passt und die Federn sind auch wieder da wo sie hingehören.

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Einmal mit der Fettpresse durch und Abfahrt!!!

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Als Akku gab es auch einen: es sind gebrauchte Blöcke aus einer Notstromversorgung!

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Das Tieferlegen der Lok hatte die Eigenschaft, dass das Antriebszahnrad auf der Achse rausschaut. Bei einer Entgleisung besteht die Gefahr, dass das Zahnrad schaden nimmt. Um das zu vermeiden bekam die Lok einen Skier von mir verpasst! Smile Leider habe ich kein Foto vom Skier gefunden, da muss ich mal heute noch Fix eins machen und nachreichen...

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Dann geht es an den Lack... Fortsetzung folgt..

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Zuletzt von B360 am Fr 06 Nov 2020, 15:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Aufarbeitung einer BBA B360 Empty DER LACK IST AB... oder nicht?

am Fr 06 Nov 2020, 15:06
Die Lok stand lange draußen, wie bereits erwähnt. Dadurch hat sich auf den originalen Lack ein Rostschleier gebildet. Nun war aber mein Ansporn die Lok nach 1991 zu versetzen - mit all ihren Gebrauchsspuren. "Neulackieren kann ja jeder" - aber kann man auch den Rostschleier entfernen um den alten Lack wieder zu erhalten? Die Antwort kommt jetzt in einem einzigen Bild:

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JA ES GEHT! Very Happy Very Happy Very Happy

Es ist die Idee geboren, mit einem schleifenden Mittel die oberste Schicht des Lackes und damit den Rostschleier zu entfernen. Aber falls ihr denkt, das geht mit normaler Politur, muss ich euch enttäuschen. Auf dem Foto wurde Schleifpaste für Ventilsitze genommen. Und das ganze ist selbst damit eine sehr mühselige Arbeit.

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Für dieses Blech habe ich eine halbe Stunde gebraucht - und danach war meine Hand taub. Alles mit Schleifpaste und Putzschwamm.
Ich war an dem Punkt, wo meine Geduld nicht mehr wollte. Eine Mechanisierung muss her, möglichst Lackschonend. Ich habe vieles probiert, Polieraufsätze für Flex, Poliermaschine, Aufsätze für Exzenterschleifer... alles war nicht widerstandsfähig genug und kam nicht in die Tiefen der rauen Oberfläche und ging an scharfen Blechteilen/Kanten kaputt.

Enttäuscht ging ich eines Tages auf Arbeit (ihr wisst, ich bin Elektriker/LSTer bei der Bahn) und da hatte ich was in der Hand, was ich häufig benutze..... es war: Putzpaste für Hochspannungsisolatoren! Ich war hin und weg. Das musste es sein. Mit dem Zeug putzen wir nicht nur Isolatoren, sondern alles, wo Bremsstaub von den Zügen drauf ist. Also eine Tube besorgt. Danach ab in den nächsten Baumarkt und durch die Gänge geschländert, auf der Suche nach etwas, womit ich die Lok "putzen" kann - und bin fündig geworden: Eine Bürste für die Bohrmaschine!
Ab an die Lok und probiert: das ging wie Butter. Und ohne den Lack auch nur ein Hauch zu beschädigen. Und es kam in jede Ritze! Genial!

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Danach habe ich noch versucht, die über die Jahre verwitterte Loknummer vom BB9 wieder neu zu Beschriften. Im DDR Schablonenfundus fand sich leider nichts. Aber bei ibäh konnte die absolut identische Schriftart entdeckt werden! Damit ging das wunderbar. Korrekt aufgelegt und aufgetupft, sah das ganz annehmbar aus. Die römische Eins habe ich selbst hergestellt. Für den Schrägstrich hat die 1 hergehalten. Auch am Akku konnten die Nummern wieder nachgezeichnet werden.

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Na also, die fertige Lok kann sich doch sehen lassen! Wohl eine der sehr wenigen B360, im letzten Einsatzzustand - wurden doch viele bei den Besucherbergwerken längst neu angepinselt.

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Damit endet der Bericht.
Ich möchte mich noch bei ein paar Leuten bedanken, ohne die ich die Lok nicht hätte und die auch den ein oder anderen Tipp hatten:

Beschaffung:
Michael Ernstberger
Sven Kästner

Technik-Tipps:
Günther Hofmann

Mit im Putzfimmel bei der Lok war:
Felix Kreutzer

Danke auch an die Herrenleite, das die Lok dort aufgearbeitet werden konnte und nun ein schönes Zuhause dort hat. Kommt die kleine Flitzebiene mal besuchen!

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am Fr 06 Nov 2020, 15:42
Klasse! Saubere Arbeit... Daumen hoch

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am Fr 06 Nov 2020, 15:46
.

Ein interessanter Bericht über eine "behutsame" Restauration.

Obwohl mit ihr so schonend umgegangen wurde hat sie ihre
Fabriknummer nicht preis gegeben oder etwa doch ?

Einen schönen Tag
wünscht
Bahner2

.

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am Fr 06 Nov 2020, 16:39
Deine Spurkranzaufschweißvorrichtung ist der Hammer! Klatschen

Viele Grüße und Glückwunsch zur abgeschlossenen Aufarbeitung,

Reinhard

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am Fr 06 Nov 2020, 17:00
Hallo Paul!

Danke für deinen schönen und umfangreichen Bericht zur Aufarbeitung! Zwei Fragen hab ich (hier Very Happy):

Wie viele Ah haben deine Ersatzakkus und wie weit oder wie lang kann man damit fahren?

Wie wird denn das Vorgelege geschmiert? Nur bissel Fett drauf und der Blechkasten der dann dort drum ist verhindert, das sich das dann in der ganzen Lok verteilt?

Beste Grüße

Kay

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Aufarbeitung einer BBA B360 Empty Re: Aufarbeitung einer BBA B360

am Fr 06 Nov 2020, 20:59
Moin Paul
Tolle Arbeit, besonders die Patina gefällt!
Aber woher kamen jetzt plötzlich die ehemals fehlenden Fahrmotoren ? Oder hab ich das nur überlesen?
Gruß
Peter

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am Sa 07 Nov 2020, 10:16
Vielen Dank für eure Anerkennung!

Die Fabriknummer lässt sich nicht erkennen, aber ich habe eine Vermutung, die ich jedoch nicht 100% bestätigen kann. Das Baujahr der Lok ist auf alle Fälle 1985.

Zu DDR Zeiten hatten die Loks einen 280Ah Akku, jetzt sind es 100Ah. Die Reichweite könnte man sich Pi mal Daumen ausrechnen. 4,2kW hat die Lok. Der Akku hat (Nennspannung aktuell 84V, eigentlich 78V) 84V x 100Ah = 8,4kWh -> 2 Stunden fahren (unter Volllast, also 2h Bergauf mit maximaler Belastung bis Reibungsgrenze) dann ist der Akku leer. Praktisch lade ich die Lok alle 4-6 Wochen und fahre immer mal ein wenig von A nach B im „Rangierbetrieb“. Damals sollte der Akku eine Schicht durchhalten. (8h) Rein rechnerisch unter Volllast sind es nur 5,2h.

Eigentlich sind um die Ritzel ein Ritzelkasten, in dem immer ein wenig zähes Öl sein sollte.
Bei mir sind die Ritzel ja völlig offen durch die Höherlegung, daher mache ich immer mal ein wenig Fett an die Ritzel. Bei den EL61 und Metallist / EL-M war auch kein Kasten, sondern nur ein Tropföler.

Die Fahrmotoren habe ich aus verschiedenen Quellen zusammen getragen. Wenn du Details wissen möchtest, dann via PN Wink

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Paul

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