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 Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB

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StefanM
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Mo 18 Nov 2013, 17:35



Nun gibt es mal wieder ein kleines update:



der im Sägewerk geborgene Wagen wurde kurzerhand zum Transportwagen für Feldbahnmaterial umgebaut




da findet die Lok über Winter ihren Platz



Ausnahmesweise wird die alte Dame mal selbst gezogen



In der Werkstatt kommt sie dann erst mal zum Aderlass - Motoröl und Getriebeöl werden entfernt. außerdem habe ich 15l (!) Wasser aus dem Dieselfilter entfernt. Ich frage mich, mit was die Lok gelaufen ist.



Dann wird das Getriebe geöffnet. Hier erkennt man schön die drei Konuskupplungen für die drei Gänge. Eine der drei Kupplungen war festgebacken, da hat der letzte Bediener in den 80er Jahren die Kupplung nicht auf 0-Stellung gebracht. Das war der Grund für die Aktion. Mittlerweile sind alle Kupplungen frei und das Schalten funktioniert. Die Zahnräder sind in guten Zustand und die Kupplungsbeläge haben noch viel Reserve



Hier noch das Wendegetriebe. Oben der vom Motor abgehende Antriebsstrang. Da hat die Welle doch ein bißchen Flugrost angesetzt.



Die Achsen und der erste Rahmen liegen mittlerweile im Lackierraum der IghB und wurden endlackiert. Für den Winter gibt es dann genug Schraubarbeit...
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Blix
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Mi 20 Nov 2013, 18:02

Ein interessantes Projekt betreibt ihr da. Die Verbindung alter Baumaschinen mit einer kleinen Feldbahnanlage ist wohl eine Bereicherung für alle Interessengruppen
Es ist aber ganz lustig zu sehen was der Metallbau Metzger jetzt so alles baut, neben den ganzen Dampflokkesseln. Wink 
Dieser Transportwagen ist aber auch eine tolle Sache und praktische Sache!
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StefanM
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Mi 20 Nov 2013, 20:11

Feldbahn wird bei Metzger (noch) nicht gebaut. Außer Kesselanfragen liegt da noch nichts vor. Ich kann allerdings die Infrastruktur nutzen um die Rahmen aufzuarbeiten. Das Zerlegen und die Vernietung der Rahmen sowie die Fertigung der Mulden mache ich bei Metzger, da die Nieteinrichtungen vorhanden sind. Alle anderen Bilder sind aus den Hallen der IghB. Dort findet die Endlackierung und der Zusammenbau der Loren statt. Die noch auf dem Vereinsgelände befindlichen Loren werden dort auch zur Aufarbeitung zerlegt. Auch die Wartungsarbeiten an der Lok sind auf dem IghB-Gelände. Da liegen ca. 20km dazwischen.
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StefanM
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Mo 02 Dez 2013, 08:59



23.11.2013 - heute stehen Nietarbeiten an:



Restarbeiten an den Kippböcken



die Rungen der Flachwagen



Ein Eckdetail



nach einigen Stunden waren die ersten drei Rahmen genietet. Nun stehen noch die Kippbügel an zwei Rahmen an sowie ein Rahmen mit Rungen.
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StefanM
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Di 03 Dez 2013, 08:14

28.11.2013 - Arbeitsvorrat



Die Lagergehäuse sind vom strahlen und grundieren zurück. Hier liegen sie im Lackierraum und warten auf besseres Wetter. Bei allen Annehmlichkeiten in den Hallen der IghB haben wir leider keinen beheizten Lackierraum. Und bei niedrigen Temperaturen habe ich schon schlechte Erfahrungen mit dem Lackieren gemacht.

03.12.2013 - ein arbeitsreicher Tag

Trotz Arbeitstag konnten einige Arbeiten an den Loren erledigt werden:



an den Kippbügeln wurden die Knotenbleche abgebohrt und montiert



Probemontage der ersten Bügel am Rahmen. Als nächstes müssen die Bügel mit den Rahmen abgebohrt werden.



Mittlerweile sind die ersten beiden Flachloren, welche ich bereits in der letzten Woche zerlegt hatte, von strahlen und lackieren zurück gekommen.



Die anderen beiden wurden dann gestern zerlegt und und Strahlen vorbereitet. An 8 Lagern befinden sich 16 Schrauben. Für 15 Schrauben habe ich eine Stunde gebraucht, für die letzte alleine eine Stunde. Da lief dann schief was schief laufen konnte.

Zu den Flachloren: Da sind fast überall O&K-Lager und O&K-Räder eingebaut. Sehr interessant. Drei Loren haben 350er Räder, eine Lore hat 300er Räder, da habe ich bis jetzt nichts von O&K gefunden.
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StefanM
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Di 03 Dez 2013, 21:30

Dann kam heute noch ein Lieferung:



Das sind die bereits fertig genietete Rahmen nach dem Strahlen. Nun gibt es einen Stau an der Lackierkabine, welchen die Witterung im Moment nicht gerade entspannt.
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StefanM
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Di 10 Dez 2013, 12:11



05.12.13

die restlichen Rahmen werden zum Nieten vorbereitet. Dazu werden die Kippbügel mit den Knotenblechen zusammengebaut und gemeinsam abgebohrt.



06.12.2013

Heute hat Nikolaus seinen Sack dagelassen - mit jungfräulichen Kuppelketten und Kuppelbolzen



07.12.13

die letzten drei Rahmen werden warm genietet. 64 Niete in 5h, das zeigt, warum Nieten heute nicht mehr wirtschaftlich ist. Weil wir relativ früh fertig wurden und das Wetter realtiv mild war gings von der Firma Metzger noch in die IghB-Halle zum Lackieren:



Damit sind jetzt ein Kipplorengestell und zwei Flachlorengestelle sowie diverse Achsen und Lager fertig lackiert. Die anderen beiden Flachlorengestelle sind gestern auch von strahlen und grundieren zurückgekommen, so das das angekündigte warme Wetter in den nächsten Tagen wohl noch zum Lackieren genutzt werden kann.
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Di 10 Dez 2013, 13:59

Mahlzeit!



So allein für sich klingt das nicht sonderlich produktiv, wie lange jedoch würde ein Schweißer für die gleiche Arbeit brauchen? Vorarbeiten, Ausrichten und Spannen sind ebenso wie die Nachbearbeitung zu betrachten. Das Schweißen der Rahmen wäre sicherlich auch nicht in 1 Stunde erledigt. Nieten ist auch eine Übungsfrage, eine eingespielte Nietmannschaft ist da unerlässlich. Wie wurden die Niete gewärmt? Autogenbrenner, Schmiedefeuer, Gasofen, elektrischer Nietwärmer?

Auf jeden Fall ist es toll, dass ihr euch dieses Fügeverfahrens angenommen habt und damit ein wenig an Wissen und Können bewahrt!

Gruß Sven
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StefanM
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Di 10 Dez 2013, 14:40

In diesem Fall haben wir die Niete mit dem Brenner vorgewärmt, weil sie im Ofen verbrannt wären. Der Durchmesser zu klein und die Nebenzeiten bis zum Setzen der Niete zu lang. Wir waren zu dritt und recht eingespielt. Während der eine die Niete vorgewärmt hat, haben die anderen beiden die Löcher aufgerieben. Das ging alles Hand in Hand. Allerdings liegen die Niete weit auseinander, so daß wir oft umbauen mussten. Mit entsprechenden Vorrichtungen für Serienfertigung wäre das sicher auch schneller gegangen.
Wir hatten kürzlich den Bodenring eines T3-Kessels eingenietet, da dann mit Ofen und 24er Niete, da ist die Mannschaft auf 20 Niete/Stunde in den geraden Flächen und 3 Niete/Stunde in den Ecken gekommen. Von daher lässt sich das nicht mit dem Schweißen vergleichen. Unterm Strich hat das aber mehr Spaß gemachtals zu brutzeln. Auf alle Fälle werde ich die Mulden auch komplett nieten, auch wenn das ein großer Aufwand ist. Mal sehen, wie ich das hin bekomme.
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BeitragThema: Re: Feldbahn und -aufarbeitung bei der IghB   Di 10 Dez 2013, 16:28

Zitat :
Heute hat Nikolaus seinen Sack dagelassen...

Bei den gemeinsamen Bezugsquellen müssen wir uns wohl bald über den Weg laufen.  Laughing 

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