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 Identität Treidelbahnloks Schiffshebewerk Henrichenburg?

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gaga1962
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BeitragThema: Re: Identität Treidelbahnloks Schiffshebewerk Henrichenburg?   Identität Treidelbahnloks Schiffshebewerk Henrichenburg? - Seite 2 EmptyMo 05 Aug 2019, 15:49

...und bei uns in Bottrop Stadtgrenze Essen gab es bis ca. 1972 auch noch eine Schleuse. Diese wurde aber wegen der starken Bergsenkungen dann stillgelegt und abgebaut da nicht mehr notwendig.
Ich kann mich als Kind daran erinnern das dort auch Loks im Einsatz waren.
Michael
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phi
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BeitragThema: Re: Identität Treidelbahnloks Schiffshebewerk Henrichenburg?   Identität Treidelbahnloks Schiffshebewerk Henrichenburg? - Seite 2 EmptyMo 05 Aug 2019, 18:01

Hallo,

Die folgenden drei Links geben eine ganz guten Aufschluss über die Geschichte:
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Der Rhein-Herne-Kanal wurde 1914 mit 7 Schleusen eröffnet. Wie Jens geschrieben hat verkehrten damals überwiegend antrieblose Kähne auf dem Kanal. Im Bereich der Schleusen wurden sie von der Treidelbahn gezogen, dazwischen vom Schleppern der "staatlichen Monopolschleppschifffahrt".
Für die sieben Treidelbahnen waren 13 elektrische Treidelloks von Felten&Guilleaume/SSW vorhanden.

1925 wurde der Lokpark um zwei baugleiche Loks erweitert.

1952 nochmals um die zwei Gmeinder/BBC Loks.

Alle sieben Schleusen wurden gemeinsam verwaltet. Entsprechend wurden die bis zu 15 Loks (falls sie alle gleichzeitig im Einsatz standen) wohl auch zwischen den Schleusen nach Bedarf getauscht, mit Sicherheit gab es auch an einem Standort eine zentrale Werkstatt.

Der höhere Lokbedarf könnte in steigendem Transportaufkommen begründet sein. 1962 war wohl das Jahr mit der höchsten über den Kanal transportierten Tonnage!

Circa 1967 wurde das Treideln und Schleppen antriebsloser Kähne eingestellt, zu diesem Zeitpunkt dürften entsprechend die Treidelloks arbeitslos geworden und auch verschrottet worden sein.

Ab 1968 und bis 1995 wurde der Kanal ausgebaut und sämtliche Schleusen erneuert. Dabei wurde auch zwei der ursprünglich sieben Schleusen entfernt/ersetzt. Entsprechend findet man (vermutlich, ich war nie dort!) an den verbliebenen fünf Schleusen keine Reste der Treidelbahnen mehr.

Soweit die von mir zusammengereimte Geschichte dieser zwei speziellen Gmeinder Lokomotiven. Für Gmeinder haben diese zwei Loks durchaus Bedeutung, waren sie doch gewissermaßen ein Vorgriff auf das spätere Kerngeschäft der Firma Gmeinder: Eigens konstruierte Loks für ganz spezielle Einsatzgebiete in winzigen Stückzahlen.

Grüße
phi
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