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 Henschel13070 CN2T von 1917

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michael ernstberger
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BeitragThema: Re: Henschel13070 CN2T von 1917   Mi 02 Aug 2017, 20:24

Hallo zusammen,

wo steht die Lok denn nun eigentlich und wem gehört sie? Sollte der Eigentümer mitlesen und ernsthaftes Interesse an einer qualifizierten Reparatur des Zylinders haben, dann bitte PN an mich.

Gruß Michael
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Eisenbahnpionier
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Männlich Anzahl der Beiträge : 25
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BeitragThema: Re: Henschel13070 CN2T von 1917   So 06 Aug 2017, 22:31

Hallo zusammen,

kann jemand Näheres zur Entstehungsgeschichte der Henschel-Rollbahnlok sagen? Bei der 13070 handelt es sich ja um eines von nur 4 Exemplaren dieser Type, die an den Eisenbahn-Ersatzpark Berlin geliefert wurden. Henschel Fabr.-Nr. 13068 bis 13071 wurden als 476 bis 479 bei den preußischen Eisenbahntruppen bezeichnet. Also innerhalb der Nummernreihe 400 bis 549, die zunächst den Cn2t Loks vorbehalten waren, später aber an D-Brigadeloks erneut vergeben wurden.

Damit beginnt aber bereits die erste Schwierigkeit. Lt. Lieferliste und Fabrikschild der 13070 wurden die 4 Loks erst 1917 gebaut obwohl die Fabriknummern eher 1914 „dran gewesen wären“. Zu diesem Zeitpunkt waren die D-Brigadeloks bereits über die Nummern 476ff hinweg und die Henschel Cn2t dürften die Nummern nicht mehr getragen haben.

Weshalb wurde der Entwurf erst so viel später tatsächlich zur Ausführung gebracht?

Im Verlauf des Krieges war bei den K.u.k. Heeresbahnen der Donaumonarchie ein Nachschubproblem bei den Feldbahnlokomotiven aufgetreten. Wobei als „Feldbahn“ die 700mm-Spur mit Lokomotivbetrieb bezeichnet wurde. Die K.u.k. H.B. beschafften folglich auch Loks bei den deutschen Lokfabriken in 600mm-Spur und nannten diese Bahnen „Rollbahnen“. Die Rollbahn-Type RIII c wurde neben zahlreichen anderen Fabriken auch bei Henschel beschafft. Die Lieferungen fallen in das Jahr 1917 also in etwa zum gleichen Zeitpunkt als endlich die 4 preußischen Maschinen zur Lieferung gelangten. Von den zwei Fabriknummerngruppen ist die höhere wohl zuerst geliefert worden, da diese Loks die kleineren Nummern der K.u.k.H.B. trugen:

Henschel Fabr.-Nr. 15103 bis 15131 wurden bezeichnet als K.u.k. H.B. 451 bis 479
Henschel Fabr.-Nr. 15847 bis 15886 wurden bezeichnet als K.u.k. H.B. 411 bis 450

Woher stammt nun aber der Entwurf? Lag er 3 Jahre lang in der Schublade und wurde dann von den K.u.k.H.B. „wiederentdeckt“? Und wurden in diesem Zuge die 4 bereits seit langem geplante Henschel Cn2t Probeloks auch an die preußischen Eisenbahntruppen geliefert?

Kennt jemand von den 4 Loks 13068 bis 13071 Fotos? Das folgende Foto zeigt wohl eine der 4 Loks, da das Fabrikschild am Führerhaus angebracht scheint. Bei den K.u.k.H.B. Loks war es vorne am Wasserkasten und hinten stattdessen das Nummernschild der Heeresbahnen.

http://images.mesdiscussions.net/pages14-18/mesimages/8073/626_001.jpg

http://pages14-18.mesdiscussions.net/pages1418/annonces-pages-collectionneur/materiel-equipement/locomotive-allemande-etroite-sujet_5590_1.htm

Interessanterweise ist die Geschichte der Rollbahnlok hier noch nicht zu Ende. Noch einmal wurden die Pläne bei Henschel aus der Schublade gezogen, überarbeitet und ab 1939 weitere Exemplare als Type „verstärkte Rollbahnlok“ (HF 70 C / KDL 12) an die Heeresfeldbahnen des zweiten Weltkriegs geliefert. Bei den HFB wurden aber auch noch einige Exemplare der Henschel RIII c Rollbahnloks der K.u.k. Heeresbahnen verwendet.

Es wäre schön, wenn der 13070 eine glückliche Zukunft beschieden wäre.

Viele Grüße
Eisenbahnpionier
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Henschel13070 CN2T von 1917
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