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 Aufarbeitung Deutz OME117

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AutorNachricht
Flo
Kuppelketteneinhänger


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Deutz OME117   Fr 10 Okt 2014, 09:15



Hallo,

während der Lack noch trocknet, habe ich mich daran gemacht eine digitale Zeichnung vom verschwundenen Kühlergitter zu erstellen:



Als Vorlage diente das bereits gezeigte Bild vom Kühlergitter. Diese habe ich in GIMP mit der Funktion "Perspektive" entzerrt. Da das Bild nicht das komplette Gitter zeigt, wurde die linke Hälfte gespiegelt und rechts eingefügt.



Die Zeichnung wurde dann in Inkscape importiert. Anhand der bekannten Lochmaße und dem Außschnitt (rote Linien) wurde ein Rechteck gezeichnet, an dem das Bild ausgerichtet und passend vergrößert wurde.



Anschließend wurden die Langlöcher und Befestigungsbohrungen nachgezeichnet. Mit den Maßen muss man etwas spielen, bis es halbwegs passt.



Hier die fertige Datei. Die Daten habe ich dann als .dxf gespeichert, um das Blech per Laser ausschneiden lassen zu können.

Grüße
Florian
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PeterP
Museumsbahndirektor


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Deutz OME117   Sa 11 Okt 2014, 14:50

Hallo Florian,

ein einfacher und guter Weg, um ohne (teures) CAD-Programm Laserteile herstellen zu können.

DXF-Dateien nutze ich auch ständig beruflich, um Laser- oder Wassertrahlteile herstellen zu lassen. Allerdings erzeuge ich die Daten durch den Export einer CAD-Zeichnung (also einer reinen Strichzeichnung) ins DXF-Format. Wandelst du die Flächendaten vor dem DXF-Export noch in Strichdaten um? Wenn nein, berechnet der Laserschneider dann noch eine Konvertierung oder kann er die Daten als Flächendaten direkt nutzen?

Mein Haus- und Hoflieferant öffnet meine DXF, klickt die Konturlinien an und kann sie direkt in das Schneidprogramm der Maschine laden (drag&drop). Bei technischen Zeichnungen als Ursprung des DXF ist es etwas problematisch, wenn viele Maßhilfslinien oder Bemaßungen enthalten sind, da diese auch als Geometrie erkannt werden können. Der Laserschneider muss dann etwas mehr aufpassen, dass nur wirkliche Geometriedaten ausgewählt werden.

Daher folgender Tip: Um dem Laserschneider die Arbeit zu erleichtern und Fehler durch "vergessene" Details zu verhindern (und damit evtl. sogar Kosten zu sparen), sende ich ein DXF, das nur eine einzige Bemaßung enthält und achte darauf, dass die Maßhilfslinien nicht die Geometrie berühren.

Der Grund für das eine Maß: Ich hatte einmal das Problem, dass mein CAD-System bei der Zeichnungserstellung (Zeichnungen werden aus dem 3D-Modell fast "automatisch" abgeleitet) von mir unbemerkt den Blattmaßstab geändert hat. Das passiert, wenn das Bauteil größer ist als das gewählte DIN Format der Zeichnung. Da alle Zeichnungen bis auf diese eine in 1:1 waren, ist mir das beim erstellen der DXF-Dateien nicht aufgefallen. Zum Glück war der Laserschneider wachsam, ihm ist der enorme Größenunterschied nur im Vergleich mit den anderen Schnittdaten aufgefallen. Wenn man Pech hat, bekommt man ein Teil, das nur die Hälfte oder weniger der Originalgröße hat - und muss es selbstverständlich bezahlen, da man den Fehler selber gemacht hat. Das einzige Maß in der DXF Datei dient dem Laserschneider als Referenz, er kann das Maß mit einem Klick prüfen und sicherstellen, dass alles in 1:1 ankommt.

Vielleicht hilft es ja jemandem hier im Forum.
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Flo
Kuppelketteneinhänger


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Deutz OME117   So 12 Okt 2014, 00:25



Hallo Peter,

die Objekte habe ich vor dem exportieren in Pfade umgewandelt. Ich habe damit bisher zum Glück noch keine Probleme gehabt. Die Größe des Teil gibt man aber besser nochmal explizit an.

Nach mehreren Stunden Ausmessen und Abkleben wurden die roten Warnstreifen lackiert.


Nach dem Antrocknen der Farbe konnte das Klebeband abgezogen werden.


Das Ergebnis: Insgesamt sehr gut geworden. An ein paar kleinen Stellen, an denen ich nicht richtig abgeklebt habe, muss ich nochmal mit dem Pinsel ran.


Grüße
Florian
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timobahn
Lorenbremser


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Deutz OME117   So 12 Okt 2014, 11:07

Hallo Florian,

ich verfolge Deinen Bericht nach wie vor sehr gerne. Toll finde ich, wie Du zu die Laserdatei erstellt hast. Der Warnanstrich ist auch sehr gut gelungen. Weiter so!

Viele Grüße
Timo
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kurbelwinde
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BeitragThema: Lackierung   So 12 Okt 2014, 13:46

Hallo Flo
Die Lackierung ist der Hammerhit in Dosen , wie auf dem Bild vom Reinhard !
Schön das ihr euch für diese Variante entschieden habt .
Ein Bild von der Originallok hätte ich immer in der Staukiste.
Denk an die Anfertigung einer passenden Kuppelstange ,
dann erfüllt das U-Eisen auch seine Aufgabe .
Ich denke mal euch macht die Arbeit an der Lok genau soviel
Spass wie uns das Betrachten der eingestellten Fotos der Lok.
Und dann so ein authentisches Ergebniss , Hut ab !
Bis neulich und weiter so !

Grüsse vom Kreuz von Jörg
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Flo
Kuppelketteneinhänger


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Deutz OME117   Fr 17 Okt 2014, 12:04



Hallo Jörg und Timo,

danke für eure Anerkennung.

Vor einigen Tagen habe ich einen Bericht der US-Army über die Kriegsschäden der Firma Collet&Engelhard von 1945 erhalten. Darin ist unter anderem eine Geländeskizze mit Gleisplan.


Das weiter oben verlinkte Bild entstand auf der großen Drehscheibe. Das folgende Bild aus dem Bericht zeigt die beiden kleinen Drehscheiben im rechten Teil:


Heute ist das Gelände trotz zentraler Lage in Offenbach in unmittelbarer Nähe zur Autobahn noch leer. Die Fundamente sind zum Teil noch vorhanden. Der Goethering führt mitten durch das Gelände, auch die auf dem Plan noch eingezeichnete Offenbacher Lokalbahn ist längst Geschichte. Aber die Bäume die auf dem oben verlinkten Bild zu sehen sind, stehen noch ...



Bei der Lok wurde erst wieder abgeklebt und dann der Umlauf lackiert. Wegen der vortgeschrittenen Uhrzeit sind die Bilder leider etwas dunkel.






Grüße
Florian
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Flo
Kuppelketteneinhänger


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Deutz OME117   Di 28 Okt 2014, 23:31

Hallo,

heute wurden die Puffer angebaut:


Das Getriebe wurde dann mit dem Stapler in den Rahmen gehoben. Die Schrauben wurden ersteinmal handfest angezogen, da die genaue Ausrichtung mit zwei Kegelstiften erfolgt, die noch fehlen. Das Getriebe wurde dann mit Öl gefüllt, es scheint dicht zu sein:


Grüße
Florian
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Marian Sommer
Feldbahnlokbeifahrer


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Deutz OME117   Mi 29 Okt 2014, 08:31

Hallo Florian,

verstehe ich den Gleisplan richtig, dass es keinen Anschluss an die (öffentliche) Bahn gab? Dann wäre das eines der wenigen Beispiele einer regelspurige ("reinen") Feldbahn. Viele Grüße,

Marian Sommer.
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Flo
Kuppelketteneinhänger


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Deutz OME117   Mi 29 Okt 2014, 16:09

Hallo Marian,

die beiden Gleise in der Mitte vereinten sich Richtung Norden wieder und waren als letzter Gleisanschluss am Ende der Hafenbahn an die Hafenbahn Offenbach angeschlossen. Die Hafenbahn ist mittlerweile auch Geschichte und seit etwa 10 Jahren abgebaut.

Grüße
Florian
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Dieter
Museumsbahndirektor


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BeitragThema: sehr schön gemacht..   Fr 31 Okt 2014, 19:26

Flo schrieb:
Hallo, heute wurden die Puffer angebaut:

Das Getriebe wurde dann mit dem Stapler in den Rahmen gehoben. Die Schrauben wurden ersteinmal handfest angezogen, da die genaue Ausrichtung mit zwei Kegelstiften erfolgt, die noch fehlen. Das Getriebe wurde dann mit Öl gefüllt, es scheint dicht zu sein:
Grüße Florian
....................................................................................................................................................................................................................................................
Hallo Florian,

das wird wieder eine sehr schöne, knuffige Deutz !! Weiter so...


Ich mag Deutz, aber solch Eine, wie auf dem folgenden Bild wäre noch "eher" Etwas für uns hier im Norden :



Wink

erkennst Du den Hersteller ? Vielleicht treffen wir uns ja einmal wieder demnächst.

Daumen hoch


Zuletzt von Dieter am Sa 15 Nov 2014, 10:12 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Aufarbeitung Deutz OME117
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