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 Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935

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HF130C
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   Fr 21 Okt 2011, 19:02

Sehr schön, dass sich hier die Mühe gemacht wird, Motor und Getriebe in allen Teilen zu zerlegen und aufzuarbeiten:

- besonders penibel würde ich die Rollenlager der Kurbelwelle ansehen und prüfen: Bei geringstem Spiel oder auch Anrostungen der tragenden Flächen und Teile tauschen - erspart viel zukünftige Arbeit!

- Der Boschölerantrieb ist recht verschleissfreudig: Die geforderte Umdrehungszahl pro Anzahl Kurbelwellenumdrehungen muss in jedem Fall erreicht werden.

Zitat :
Pleullager (neu aus Messing, es fehlen noch die Ölriefen)
Tatsächlich aus Messing und nicht aus Lagerbronze? Oder Messing und Weissmetallauflage?

Jung Pleuellager sind recht anfällig, da die Schmierung druckarm und sparsam über Ölapparat - Schmierkanäle - Schleuderring erfolgt. Gute Notlaufeigenschaften sind da kein Luxus ....
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wismarwagen
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   Sa 22 Okt 2011, 00:49

HF130C schrieb:
Sehr schön, dass sich hier die Mühe gemacht wird, Motor und Getriebe in allen Teilen zu zerlegen und aufzuarbeiten:
Die Mühe haben sich Generationen von Feldbahnfreunden vor uns gemacht Twisted Evil, nicht immer zu unserer Freude, wir müssen die Teile jetzt zusammenpuzzeln. Weinen
Aber auch ich bin der Meinung:

"Man sollte jede Maschine, die man bedienen will, vorher gründlich zerlegen, um die Funktion jedes Einzelteils zu verstehen und zu prüfen,
nur dann sind ein sachgemäßer Umgang und eine einfache Fehlerbehebung möglich sowie ein sicherer Betrieb gewährleistet."


... das hat sich jedenfalls bei uns im Museum nach einem kaputten Pleuellager, einem heißgelaufenen Kurbelwellenlager, einer leeren Motorölwanne und einem undichten Zylinderkopf herauskristallisiert.

HF130C schrieb:
Tatsächlich aus Messing und nicht aus Lagerbronze? Oder Messing und Weissmetallauflage?
Habe ich mir, Asche, noch nicht so genau angeschaut, sah aus wie Messing. study

Aber jetzt mal ein Paar Fragen an die Experten:
Unser Kraftstoff-Schauglas ist zerstört, was verwendet Ihr hier (bzw. hat einer zufällig eins 'rumliegen Very Happy )?
Welche Stärke haben die Papierdichtungen bzw. habt Ihr diese (durch was?) ersetzt?
Wie hoch sollte der Ölstand im Getriebe sein? (Habe bisher nur die Aussage: "Der Peilstab von der Ns1 passt ganz gut.")
Wer kann ein Bild eines originalen Kühlerdeckels liefern? (Ich kenne bisher ein Dutzend Jung-Loks, aber keinen Originaldeckel.)
Welche Maße (Länge) haben die Keilriemen? (Propeller und Wasserpumpe)
Und als Knobelaufgabe für die ganz schlauen:
Schadefr
Wer kennt sämtliche Bremsheben-Konstruktionen bei Jung-Dieseln?
(Würde sicher eine beachtliche Sammlung, vielleicht später mal.)


Zuletzt von wismarwagen am So 04 Dez 2011, 00:08 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   Sa 22 Okt 2011, 17:44

Hallo Wismarwagen
Toller Bericht schreibst du da ! Weitere Detail Bilder wären toll !
Gruss Remo
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   Sa 22 Okt 2011, 20:13

Das Schauglas habe ich aus Karbon-Glas nachgefertigt, nachdem normales Plexiglas aus dem Baumarkt innerhalb von Stunden nach dem Einbau immer wieder Risse bekam. Da half auch kein sorgfältiges Planschleifen der Dichtfläche und vorsichtiges Anziehen der Schrauben.

An Dichtungspapier habe ich meist 0,25 mm eingebaut.

Viele Grüße, Frank.
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   So 23 Okt 2011, 00:42

Frank schrieb:
An Dichtungspapier habe ich meist 0,25 mm eingebaut
Wo denn nicht?

Remo schrieb:
Weitere Detail Bilder wären toll !
Dein Wunsch sei mir Befehl:

Mal ein paar ungewohnte Perspektiven:

Von Hinten hinauf Richtung Zylinder:



Das Ölröhrchen für das Pleuellager:





Der Ventilatorhalter:



Und die gekröpfte Ventilatorachse:



Bis zum nächsten Teil ...

PS: Es lohnt sich, noch mal einen Blick auf die alten Beiträge zu werfen, ich habe sie etwas verändert.


Zuletzt von wismarwagen am Mi 01 Jan 2014, 23:10 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : Bilder erneuert)
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   So 23 Okt 2011, 18:12

Hallo.

hier noch ein paar Bilder, aufgenommen am Samstag von mir:





Das zerlegte und anschließend wieder eingebaute Rückschlagventil in der Ölleitung zum Pleuellager:








MfG Felix



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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   So 30 Okt 2011, 01:00

So, heute ging's weiter:
Die Pleuelstange wurde in den Kolben gefädelt und der Kolbenbolzen eingesetzt.
Danach verschwand das ganze im Zylinder.

(Bilder folgen noch, heute wurde jede Hand gebraucht!)
PS: Wir warten noch sehnlichst auf Antworten zu meinen o.g. Fragen? Schreib
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   So 30 Okt 2011, 13:46

Hier noch zwei Bilder:




Außerdem, das Pleuellager ist aus Rotguss.

MfG Felix

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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   So 06 Nov 2011, 01:08

Selten zerlegt und wohl noch seltener fotografiert!
Heute- quatsch- gestern habe ich mal alle Anbauteile der Kurbelwelle zusammengesucht:


(Bitte die "Rchtsreifeler" im Bild entschuldigen, ich haben noch etwas mit der Bildbearbeitung zu kämpfen!)

Und das ganze mal probemontiert:


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BeitragThema: Re: Aufarbeitung Jung EL105 6474/1935   So 06 Nov 2011, 11:28

Hallo,
tolle Bilder zeigt Ihr da! Bin mal gespannt, wann die Kiste läuft.

Anstelle von Dichtungspapier habe ich an vielen Stellen flüssige Dichtung genommen, z. B. Atmosit. Ansonsten passt 0,25.
Ich hab noch den orginalen Kühlerdeckel, bei nächster Gelegenheit gibts ein Foto.
Wo habt Ihr die neuen Kolbenringe her? Das würde mich für meine Jung interssieren.
Bitte schenkt beim Zusammenbau der Maschine auch dem Boschöler die nötige Aufmerksamkeit, ich nehem an, Ihr habt eine Betriebsanleitung für die Einstellung.

Grüsse, Matthias

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