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 Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial

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Seppelbahner
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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Mi 22 Dez 2010, 08:21

Remo schrieb:
Die Kurfe auf dem ersten Bild ist mit einer Biegemaschiene gebogen ? Nicht mit einer Kralle ? Wen ja habe ich den Beweis Schwarz auf Weiss das es geht ohne zu kniken, die Kurfe sieht aus als wäre sie mit einem Biegegerät wie auf Seite 1 gezeigt gebogen worden.

Nix Biegemaschine - eine "einfache" Biegekralle (aber mit hydraulischem Stempel)...
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Remo
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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Mi 22 Dez 2010, 21:16

Hallo Zusammen
@ Seppelbahner
Ok. Danke für die Info.

@ Matias
Danke für deine Tips, dan werde ich es wohl versuchen mit einer Kralle am Anfang du hast mich überzeugt
Ja das viele ihre Schwellen Anschweissen statt zu Schrauben ist mir schon aufgefallen, aber wiso wusste ich nicht, aber was du sagst macht auch mahl wieder Sinn.
Die Distanz zu dir ist aber schon weit weg, ich möchte es mahl so versuchen und Erfahrungen sameln mahl sehen wie weit ich komme.

Ich bin gerade noch auf der Seite www.feldbahn-guben.de unterwegs Hut ab vor dem was die da so alles machen, 3 Weg Weichen und Engländer, das sieht man schon sehr selten in 50/60cm Spur.
Nach so vielen Fragen bleibt mir im Moment nur ein ganz Herzliches Dankeschön an alle die so bereitwillig meine Fragen beanwortet haben ich melden mich wieder wen ich erste Berichte habe.

Gruss Remo
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Frank
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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Do 23 Dez 2010, 14:45

Matthias S. schrieb:
Das innere Stück wird gekürzt und neu gebohrt oder die nächsten Schienen entsprechend verschoben (Pfusch).

Na na na! Laughing Hier sind wir bei einer grundlegenden Frage der Gleisbau-Philisophie: Verwendet man im Bogen gleichlaufende Stöße (von denen Du anscheinend ein Verfechter bist) oder versetzte? Hat beides Vor- und Nachteile:

Gleichlaufender (paralleler) Stoß:
Die Schläge auf die Fahrzeuge erfolgen gleichmäßig, dafür knicken die Stöße besonders bei kleinen Radien leichter nach außen weg, da die Laschen eine Schwachstelle bilden. Gerade Rillenschwellen mit ihrem fehlenden Seitenhalt begünstigen dies.

Versetzter Stoß:
Bei in Bögen um eine halbe Schienenlänge versetzten Stößen ist die Gefahr des Ausknickens deutlich geringer, jedoch ist es für die Fahrzeuge (theoretisch) etwas belastender und es können sich durch das Einfahren der Stöße unzulässige Rampen bilden (habe ich bislang kaum feststellen können). Beide Punkte sind bei unseren nur leicht belasteten Hobbyfeldbahnen vernachlässigbar.

Ich präferiere deshalb im Bogen klar den versetzten Stoß, sonst natürlich den parallelen Stoß!

Viele Grüße, Frank.
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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Do 23 Dez 2010, 16:17

Ich habe mir angewöhnt, den Stoß grad dorthin zu setzen, wo die zu verbauende Schiene endet. Hat auf den Fahrbetrieb kaum Einfluß, weil ich alle Stöße grad verschweiße. Rumpelt zwar nicht so schön feldbahntypisch, ist aber wirtschaftlich. Nacharbeiten von Stößen wird nie wieder nötig sein und Schienenabfall gibts nur noch beim Anschließen von Weichen. Selbst hierbei ziehe ich die Schienen, teilweise grad mit durch die Weiche, welche dadurch auch fast einen Neubaustatus erhalten. Geschweißte Stöße haben übrigens den Vorteil, das man beim Bau "normaler" Kurven, keine Schiene mehr vorbiegen muß.
Bei temporär verlegten Strecken ist das Verschweißen der Stöße natürlich unpraktisch.

Gruß Torsten

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Remo
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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Do 23 Dez 2010, 20:21

Hallo Zusammen
Also ich habe nichts verstanden, aber klingt Interessant, einige Bilder zu dem Team wären für mich sicher hilfreich.

Das jemand das Gleis gleich durch die Weiche hindurch zieht habe ich noch nie gesehen geschweige den gehört, was ich bissher beobachtet habe ist eine Weiche immer ein eigenes Bauteil in der Stecke und die beiden Schienen sind bei der Zunge und nach dem Herzstück zu Ende. Aber toll das zu lesen, so weiss ich das ich künftig die Gleise auch genauer anschauen muss, und offensichtilich noch nicht alles gesehen habe.
Gruss Remo
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Matthias S.
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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Do 23 Dez 2010, 21:11

Hallo Tortsen,
verstehe ich das richtig, du verschweißt die Stöße stumpf? Ohne Laschen? Welches Schweißverfahren?
Was sagt der TÜV? Ist dann wenigstens eine verschweißte Schwelle unter den Stoß?

Frank, diene Version vom versetzten Stoß klingt gut.

Grüße, Matthias

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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Do 23 Dez 2010, 23:16

@ Matthias: Ich schweiße ganz normal, stumpf mit Elektrode. Zur Sicherheit wird der Stoß auch noch gelascht. Da ich bisher auf der gesamten Strecke, nur einen Bruch einer Schweißnaht hatte, lasse ich die Laschen bei der S22 Neubaustrecke ganz weg (sind eh keine da). Der einzigste Zusatz besteht in einer ca. 6 mm starken Blechplatte (ca. 120 x 150), welche unter die beiden Schienenfüße gebraten wird. Diese kommt immer zu erst dran. Dann kann ich mittels Winde, den Stoß exakt ausrichten, und anschließend Kopf und Steg verschweißen. Erstmals ausprobiert habe ich diese Technologie beim Einbau von Schienen, die in ihrer früheren Lage, stark eingefahrene Stöße hatten und danach aussahen, wie Flitzebögen. Mittels Winde, lassen sich auch solche Schienen, wieder in ihre ursprüngliche Form zurückdehnen. Die Blechplatte als "Zugentlastung" nimmt die zusatzliche Spannung mit auf und entlastet damit die Fußschweißnaht.
Eine stabile Blechschwelle am Stoß, kann natürlich die Blechplatte ersetzen.

Gruß Torsten

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Matthias S.
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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Fr 24 Dez 2010, 11:12

Hallo,
das klingt brauchbar. Bei mir will der TÜV überall Laschen sehen. Ich schweiße übrigens mit Schutzgas.
Grüße

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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Fr 24 Dez 2010, 12:50

Matthias S. schrieb:

Bei mir will der TÜV überall Laschen sehen.

Dann führ den TÜV-Onkel mal zur richtigen Eisenbahn. Alle Rangiergleise bei uns im Hafen, ebenso alle Kranbahnschienen, sind elektrisch verschweißt.
Für die ganz großen Zweifel legst du dir eine Packung "Citorail DB" (Oerlikon), zum Vorzeigen zu. Laughing
Je nach Belastungsgrad der Strecke muß man ja nicht durchweg schweißen. Für Problemstöße, vor allem in Kurven, sind verschweißte Stöße aber eine dauerhafte Lösung.

Gruß Torsten

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Febalok
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BeitragThema: Re: Gleis- und Weichenbau aus Restmaterial   Sa 25 Dez 2010, 13:24

Zitat :
Bei mir will der TÜV überall Laschen sehen.
Was "der TÜV" nicht so alles sehen möchte. Evil or Very Mad
Ein Sachverdtändiger oder eine Prüforganisation (die stets im Auftrag des Betreibers, nicht einer Behörde tätig ist) prüft lediglich die Übereinstimmung der technischen Ausführung mit technischen Standards, die sich der Betreiber selbst gegeben hat. Darüberhinaus kann er noch prüfen, ob diese Standards den allgemeinen Sicherheitsanforderungen genügen.

Meist stellen die Feldbahnbetreiber keine technischen Standards auf, was "der TÜV" oft mit irgendwelchen Willkürentscheidungen quittiert.
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