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M. Böckl
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BeitragThema: Torfbahn Rottau   Mi 27 Okt 2010, 08:46

Aus "OVB online" vom 26.10.2010:


Torfbahnhof muss bleiben

Die Gemeinde Bernau zieht in Erwägung, sich für den Erhalt eines Kleinodes einzusetzen, das unmittelbar vor ihren Toren steht: Sie prüft die Möglichkeit, zusammen mit den Nachbarkommunen Grassau und Übersee die Trägerschaft für das "Bayerische Moor- und Torfmuseum" in Rottau zu übernehmen, die der Verein für Industrie- und Technikgeschichte abgeben will.

Bernau - Entschieden ist in Bernau noch nichts. Aber erste Diskussionen gehen eindeutig in eine Richtung: Der Tourismusauschuss hat in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, dass sich die Gemeinde Bernau für den Erhalt des Museums stark macht. Sie solle mit Grassau und Übersee Gespräche zwecks Übernahme der Trägerschaft aufnehmen. Der Torfbahnhof sei ein "kleines Stück Geschichte, das erhalten werden muss", sagte Bürgermeister Klaus Daiber. Dem Gemeinderat obliegt jetzt die Aufgabe, die Vorgehensweise der Kommune endgültig festzulegen.

Schon seit geraumer Zeit putzt Claus-Dieter Hotz die Klinken in den Rathäusern. Das Anliegen des Vorsitzenden des Vereins für Industrie- und Technikgeschichte ist immer das selbe: Er will die öffentliche Hand dazu bewegen, das Museum, das der Verein in den vergangenen gut 20 Jahren aufgebaut hat, zu übernehmen. Und nun rührte er in Bernau im Tourismusausschuss des Gemeinderates die Werbetrommel.

Das "Bayerische Moor- und Torfmuseum" sei in dieser Art "einzigartig in Bayern", betonte Hotz. Der Verein habe den Torfbahnhof einst vor dem Abbruch gerettet und dann ein Museum aufgebaut. Gerade auch viele Bürger in Bernau - in keiner anderen Gemeinde hat der Verein mehr Mitglieder - haben seinen Angaben zufolge in den vergangenen Jahren "enorm viel gearbeitet". All die Aufgaben seien mittlerweile jedoch so umfassend, dass sie "mit ehrenamtlicher Arbeit nicht mehr zu schaffen" seien. Aus diesem Grund versuche der Verein, das Musuem "in die sicheren Hände" einer Gemeinde zu geben.
Das Museum sei "touristisch nicht unbedeutend", sagte Hotz. Seinen Angaben zufolge haben heuer über 6000 Besucher den Torfbahnhof besichtigt und eine Fahrt mit der Feldbahn unternommen. Vor allem auch viele Schulklassen lassen sich laut Hotz immer wieder durch dieses Kapitel der Heimatgeschichte führen.

In den vergangenen 22 Jahren habe der Verein zum Erhalt des Torfbahnhofes Eigenmittel und Eigenleistungen im Gesamtwert von 170000 Euro eingebracht. Gesammelt habe er Exponate im Wert von "mindestens 160000 Euro". Er und die Seinen wollen die Trägerschaft abgeben, jedoch als Förderverein den Betrieb stützen und weiter Führungen anbieten.
In Grassau und in Übersee läuft die Diskusssion bereits, in Bernau beginnt sie jetzt. Der Tourismusausschuss hat die Weichen auf Erhalt des Torfbahnhofes gestellt. Daiber sah Bernau in der Pflicht, sich zusammen mit den Gemeinden Grassau und Übersee für den Erhalt des Museums einzusetzen. Dass der Torfbahnhof weiter besteht, "müsste möglich sein" - auch deswegen, weil sich der Verein nach wie vor einbringen wolle.

Bis auf Alexander Herkner (SPD) votierten alle Mitglieder des Tourismusausschusses für die Aufnahme von Gesprächen mit den Nachbargemeinden. Herkner sagte, er stimme weder für noch gegen diese Empfehlung an den Gemeinderat. Er fürchtete, wie er sagte, dass auf die Geminde Bernau Kosten zukommen - und zwar in einer finanziellen Lage, die ohnehin alles andere als rosig sei. Sich finanziell zu beteiligen, so Herkner in der Diskussion über die Zukunft des Museums, sei "nicht die vordringliche Aufgabe der Gemeinde". Daiber entgegnete ihm: "Das Museum hat bis jetzt nichts gekostet."

Hansjörg Decker (Bernauer Liste) sprach sich dafür aus, das Moor- und Torfmuseum "unbedingt zu erhalten". Hotz habe eine "Unmenge an Vorleistungen" erbracht. Wenn auch die Landkreise Rosenheim und Traunstein mit ins Boot steigen, ergeben sich für eine Gemeinde wie Bernau unterm Strich laut Decker Kosten, die im vertretbaren Rahmen bleiben.

Rainer Wicha (CSU) zeigte sich überrascht über den "großen Zuspruch", den das Museum erfahre. "Solche Kleinode müssen am Leben erhalten werden." Auch Sepp Genghammer (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte für ein Engagement der Gemeinde Bernau. Er sagte, dass das Museum ein Mosaikstein im touristischen Angebot sei. Wenn einmal Kosten anfallen sollten, dass müsste die Gemeinde übernehmen - und zwar wie andere, die im Tourismus entstehen.


LG
Manfred
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