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 Akku-Loks von BBA

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HF130C
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   Mi 13 Jan 2010, 20:30

.... das Foto von der ersten EL79 noch mit Metallist-Fahrwerken hing in zahlreichen unterirdischen Werkstätten oder Dispatcherbuden der Wismutschächte, irgendwo hab ich es fotografiert.
Nur wo die Lok fuhr, konnte man in der Regel nicht beantworten ....

Während sich die 8-achsige EL71 durchaus bewehrte, z.B. in Pöhla, war die über 15m lange EL79 eher wenig brauchbar, da die anhängbare Zuglänge zu lang für Ausweichen und Bahnhöfe war.

Trotzdem hatten die wenigen EL79, die gebaut wurden, eine wichtige Verwendung: Dem Vernehmen nach führten sie die Besucherzüge der zahlreichen russischen Delegationen, die zu Besuch kamen. Die EL79 war sozusagen ein Vorzeigeobjekt für die Leistungsfähigkeit des Wismut Lokomotivbaus.

Dabei unterscheidet sich die EL79 doch wesentlich von den übrigen Konstruktionen: Die beiden Mittelfahrwerke der EL79 sind eine Sonderkonstruktion, da sie vorne und hinten Gelenkaufnahmen hatten. Ebenso war das Führerhaus wesentlich höher, ebenso der Fahrersitz, um noch Sicht zum weit entfernten Lokende zu haben. Wegen der hohen elektrischen Leistung konnte weder der B660 Fahrschalter noch der teils in der EL71 oder FA860 verwendete russische Fahrschalter verwendet werden, sondern es wurde der (teils auch bei den EL71 nachgerüstete) LEW EL6 Fahrschalter verwendet.
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Blix
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   Sa 16 Jan 2010, 23:34

Das mit der EL79 ist ja auch interesant. Es heist ja das die EL79 bei den Bergwerken selber gebaut wurde. Nach deiner Aussage scheinen ja aber doch ziemlich schwerwiegende Veränderungen vorgenommen wurden zu sein. Könnte es daher möglich sein das zumindest die Akkutender mit 2 Gelenkaufnahmen bei BBA neu gebaut wurden? An sich muss man ja auch bedenken das für so eine EL79 theoretisch 2 B660 aus dem Verkehr gezogen wurden.

Ist dir evtl. auch noch was zur EL79/1 bekannt? Die Lok hätte ja mit ihren insgesamt 8 Akkutendern alle Dimensionen gesprengt.

HF130C schrieb:


Zitat :
Und weiss zufällig jemand wo der dritte Akkukasten der Fa860 in Schönborn-Dreiwerden abgeblieben ist? Ich kenne die eigentlich immer nur mit 2 Kästen.
War der jemals drauf? Ich glaube nicht, dass es den überhaupt jemals gegeben hat. Der dritte Kasten ist ja eine Spezialanfertigung, nämlich ein "halber" Batteriekasten, um die Fahrdrahtspannung von 220V auch mit den 3 Batterien zu ereichen. Man kann sich vorstellen, dass der halbe Spezialbatteriekasten für die FA860 in originaler Gummierung eine Rarität ist ....

Ah ich glaube da hast du mich etwas falsch verstanden. Ich meinte das bei der Lok ein kompletter Akkutender fehlt. Sie sieht heute also aus wie eine B660. Von den Akku's selber hat sie keinen einzigen mehr drauf.


HF130C schrieb:
... die Hauptexportländer waren wohl die CSSR und Südafrika.

Ist dir was über die Loks in Südafrika bekannt? Davon habe ich noch nie was gehört.


Hier noch ein paar Bilder einer B 345/346 beim Sägewerk Turnov (bischen runter scrollen):

http://www.joka-video.de/RB0043.htm
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HF130C
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   So 17 Jan 2010, 01:41

Zitat :
Es heist ja das die EL79 bei den Bergwerken selber gebaut wurde.
Laut den Aussagen der Werkstattmeister diverser Schächte wurden die Neuerungen immer von den Betrieben entworfen und in Prototypform ausprobiert. Bei Bewährung wurde das dann vom Stammwerk durchgezeichnet und gefertigt. So scheint die allererste EL79 mit den Metallistfahrwerken tatsächlich von einer Betriebswerkstätte zusammengebaut worden zu sein. Die wenige Serien EL79 (mit den neuen Fahrwerken) könnten durchaus von der BBA kommen.

Genauso war es auch bei der FA860. Auch diese wurde von einer Schachtwerkstätte dem Bedarf entsprechend entworfen.

Zitat :
Ist dir evtl. auch noch was zur EL79/1 bekannt? Die Lok hätte ja mit ihren insgesamt 8 Akkutendern alle Dimensionen gesprengt.
Nie gehört oder auf Fotos gesehen. Möglicherweise ist mit EL79/1 die professionelle Variante mit den neuen (B660-ähnlichen) Fahrwerken gemeint?
Solange ich kein Bild sehe, glaube ich nicht an die Existenz einer 16-achsigen Maschine (die hätte mannigfache Probleme mit der Bremse, mit den Stromstärken im Fahrschalter usw.) Kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass es sowas gegeben hat. Da müsste wohl eine vollig neue Konzeption her mit Schaltwerksteuerung etc. Mit Direktfahrschalter kann das nicht wirklich funktionieren.
Aber unmöglich ist natürlich nichts bei der Wismut ....

Zitat :
Ich meinte das bei der Lok ein kompletter Akkutender fehlt.
Ahso, danke. Fehlt das entscheidende Fahrwerk mit dem Bügel oder das 3. Fahrwerk außen, das auch eine Spezialkonstruktion ist.

Zitat :
Ist dir was über die Loks in Südafrika bekannt? Davon habe ich noch nie was gehört.
Die Werkstättenleute sprachen von von 14 Loks, die runtergingen. Aber wohin ist natürlich unbekannt.
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Blix
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   So 17 Jan 2010, 01:59

HF130C schrieb:
Laut den Aussagen der Werkstattmeister diverser Schächte wurden die Neuerungen immer von den Betrieben entworfen und in Prototypform ausprobiert. Bei Bewährung wurde das dann vom Stammwerk durchgezeichnet und gefertigt. So scheint die allererste EL79 mit den Metallistfahrwerken tatsächlich von einer Betriebswerkstätte zusammengebaut worden zu sein. Die wenige Serien EL79 (mit den neuen Fahrwerken) könnten durchaus von der BBA kommen.

Genauso denke ich auch darüber.

Zitat :
Zitat :
Ist dir evtl. auch noch was zur EL79/1 bekannt? Die Lok hätte ja mit ihren insgesamt 8 Akkutendern alle Dimensionen gesprengt.
Nie gehört oder auf Fotos gesehen. Möglicherweise ist mit EL79/1 die professionelle Variante mit den neuen (B660-ähnlichen) Fahrwerken gemeint?

Die Lok wird in "Schmalspurige Industrielokomotiven der DDR" erwähnt. Als jeweils 4. Tender sollte ein etwas kleinerer verwendet werden, wobei ich mir das auch irgendwie nicht vorstellen kann.


Zitat :
Zitat :
Ich meinte das bei der Lok ein kompletter Akkutender fehlt.
Ahso, danke. Fehlt das entscheidende Fahrwerk mit dem Bügel oder das 3. Fahrwerk außen, das auch eine Spezialkonstruktion ist.

Das 3. Fahrwerk außen fehlt. Das Fahrwerk mit dem Bügel ist vorhanden.

Zitat :
Zitat :
Ist dir was über die Loks in Südafrika bekannt? Davon habe ich noch nie was gehört.
Die Werkstättenleute sprachen von von 14 Loks, die runtergingen. Aber wohin ist natürlich unbekannt.

Trotzdem sehr interesant die Sache. Mal sehen ob da im laufe der Zeit noch mehr ans Tageslicht kommt.
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   So 17 Jan 2010, 12:58

Jestzt wäre es natürlich schön, wenn die Experten mal einen schönen Artikel über die Loks von BBA zusammenstellen würden...


-
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   So 17 Jan 2010, 15:29

Hallo zusammen,

aus der neuen Internetseite zur Parkbahn Halle ergeben sich auch Fragen:

Zitat :
Diese Lok wurde im Betrieb für Bergbauausrüstungen Aue (BBA) mit der Fabriknummer 46470 im Jahr 1957 gebaut. Dabei scheint es sich um eine Vorserienlok zu handeln, da in allen Lieferlisten des BBA die Produktion der Metallist erst ab 1958 beginnt.

Warum sollte man erst 1958 mit der Produktion begonnen haben? Der Bedarf war doch schon wesentlich eher da.


Zugegeben nur eine Zeichnung, aber dafür mit Baujahr und Fabriknummer.

Bei den BBA-Loks werden wir noch viele Überraschungen erleben...

Gruß Sven H. Kohle


Zuletzt von werkbahner am Do 22 März 2012, 10:48 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   So 17 Jan 2010, 16:55

Thanks, very interesting document. This one looks more like the CZ E450 in my photos, look at the cab and coupling, also is the battery box made of wood ? Do you have any more documents like this ? For those interested try, -You tube- 'installation of a mine windlass`, to see a E450 in action.
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HF130C
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   Mo 18 Jan 2010, 14:23

Zitat :
Die Lok wird in "Schmalspurige Industrielokomotiven der DDR" erwähnt.
Ich kenne das Druckwerk und den Autor nicht. Ev. wäre es eine Idee, dort nachzufragen, woher die Information stammt?

Kleineres Fahrwerk klingt unrealistisch. Ohne Foto oder Zeichnung kommen wir da nicht weiter.

Zitat :
Zugegeben nur eine Zeichnung, aber dafür mit Baujahr und Fabriknummer.
Hm.. mehr als Symbolcharakter dürfte die Zeichnung nicht haben.
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highmichl
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   Mo 18 Jan 2010, 18:35

werkbahner schrieb:


aus der neuen Internetseite zur Parkbahn Halle ergeben sich auch Fragen:

Zitat :
Diese Lok wurde im "Betrieb für Bergbauausrüstungen Aue" (BBA) mit der Fabriknummer 46470 im Jahr 1957 gebaut. Dabei scheint es sich um eine Vorserienlok zu handeln, da in allen Lieferlisten des BBA die Produktion der Metallist erst ab 1958 beginnt.

Warum sollte man erst 1958 mit der Produktion begonnen haben? Der Bedarf war doch schon wesentlich eher da.

/(:

Woran genau will man denn eine Vorserien-Metallist erkennen? Wenn das Fahrzeug nach ein paar Jahren Einsatz grunderneuert wurde hat es wahrscheinlich eine neue Nummer und neues Fabrikschild + Lieferpass erhalten. Wäre meine Erklärung.

Gruß Michl
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BeitragThema: Re: Akku-Loks von BBA   Mo 18 Jan 2010, 20:56

Ich hab da mal noch ne Frage an die Spezialisten, und zwar was diese Stangen an der Front für eine Funktion haben sollen?


Gruß Michl
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