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 Mal was ganz anderes - wie habt Ihr denn mal angefangen?

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diema2054
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BeitragThema: Re: Mal was ganz anderes - wie habt Ihr denn mal angefangen?   Mi 04 Nov 2009, 21:29

Liebe Kollegen

ja ist schon spannend wieso eigentlich gerade diese Art der Technik, in welcher Ausprägung auch immer, Menschen in ihren Bann zieht. Beim einen und anderen war es wohl eine vererbte Weitergabe im Familien-/ oder Bekanntenkreis, aber wie in meinem Falle kann es auch ganz ohne "funktionieren" Smile
Immerhin haben aber meine Eltern und meine Verwandtschaft mein Hobby dahingehend unterstützt, dass es meist zu Weihnachten oder auch mal zum Geburtstag ein Wägelchen für meine Märklin Bahn gab - immerhin war dies ja auch für sie praktisch da Güterzüge eh nie lang genug werden konnten und selbst mal ein versehentlich doppelt geschenkter Wagen ja kein Unglück war. Klein Heinzli begann dann aber bereits bei der Lego-Bahn die Schienen auf Schmalspur "umzunageln" natürlich unter Verzicht auf Weichen.
Dann war es irgendwann in den ersten Schuljahren als ich mit meinem Freund zusammen eine stillgelegte oder sagen wir mal gerade in den letzten Zuckungen liegende Lehmgrube am Stadtrand von Zürich verbotenerweise erkundeten. Der Eigentümer waren die Zürcher Ziegeleien - ein Name welcher für mich ein paar Jahrzehnte später mal noch sehr bedeutsam werden sollte Laughing
In der völlig verwachsenen Grube entdeckten wir nun einen Weiher. Das ergab vielleicht jetzt die entgültige Prägung - zu oder besser gesagt in diesen Weiher gab es als "Sprungbrett" noch ein letztes Geleise von der alten Ziegelei. Der Weiher war voll von Kipploren welche darin versenkt wurden, eine einzige ragte am Rand noch zur Hälfte aus dem Wasser. Da beschlossen wir natürlich umgehend eine "Rettungsexpetition" und kamen Tage später mit einem Strick bewaffnet wieder an die selbe Stelle. Nun ja, der Expetition war natürlich nicht der gewünschte Erfolg beschieden, steckten die Räder ja im Tonboden fest und der lies sich von zwei Dreikäsehochs nicht "erweichen". Etwas gefrustet liefen wir noch der Strecke entlang und verstellten so ziemlich alle Weichen von ehemaligen Abzweigen welche da ins nichts führten und noch eingebaut waren. Zurück am Weiher wurden nochmals Versuche gemacht um wenigstens mit den ausgezogenen Stiefeln welche wir als Schaufeln benutzten die Räder auszugraben. Da wurden wir plötzlich auf ein Knattern aufmerksam welches immer näher zu kommen schien. Wir konnten uns das Ganze nicht so recht erklären - umso weniger als es plötzlich ein lautes Rumpeln gab als ob Eisenteile auf einen Haufen geworfen würden. Nun bald kehrte Ruhe ein welche aber postwendend durch lautes Fluchen abgelöst wurde. Da entschieden wir mal vorsichtshalber den geordneten Rückzug anzutreten - hatten wir doch so was wie eine leise Vorahnung. Es konnte doch nicht sein, dass.... aber doch genau das war es! Aus sicherer Distanz vom Grubenrand war dann die Sache gut zu überblicken. Eine Lok hat ein Zug alter Loren vor sich hergeschoben welche wohl am Gleisende ebenfalls auf Tauchstation gehen sollten und nun stattdessen erst mal noch eine Gnadenfrist als Haufen auf einer verstellten Weiche bekamen. Ziemlich mulmig war uns die Sache schon obwohl so ganz richtig ein schlechtes Gewissen hatten wir dann aber trotzdem nicht Wink
Allerdings liessen wir die Eltern sicherheitshalber noch Jahre im Glauben, dass wir nur auf der Suche nach Kaulquappen uns etwas zu weit ins Wasser vorgewagt hatten - so gab es auch von der Seite nur bedingten Ärger über die lehmverschmierten Kleider, waren sie doch froh dass uns sonst nichts passiert ist.
Die Grube wurde Jahre später aufgefüllt und überbaut, vielleicht werden mal Jahrtausende später Archäologen auf interessante Gebilde stossen welche als Zeugnisse einer vergangenen Kultur einen besonderen Platz in einer Museumsvitrine erhalten. Nach diesen Kindheitserlebnissen mit Feldbahnen wurde es mangels weiterer Anschauungsobjekte erst mal für Jahre ruhig in der Sache. Aber wie sich später herausstellen sollte, hat auch bei mir dieser Virus nur geschlafen und brach dann in einem Wald in Oberehrendingen wieder aus Very Happy
Aber darüber hab ich schon mal etwas berichtet unter:
-Geschichte und Exkursionen aus Europa:
Thema: "ein ganz geheimer Ort - oder wie alles angefangen hat"



Und wie gesagt - die Zürcher Ziegeleien kehrten auch wieder zurück in mein Leben - spooky!
P.S. ja natürlich hab ich auch der ZZ mittlerweile meine Geschichte "gebeichtet" Twisted Evil

So allseits beste Grüsse
Heinz
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rabe
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BeitragThema: Aller Anfang ist leicht   Do 05 Nov 2009, 00:36

Hallo! Es geht auch ohne berufliche Vorbilder in der Familie oder Gleis vor dem Kinderzimmerfenster. Mich hat 1978 ein DB-Werbefilm ("Pfiffklub") auf das Thema Eisenbahn gebracht. Danach ging es als 12-Jähriger mit einfachem Fotoapparat und ohne Ahnung auf den heimischen DB-Bahnhof und in die per Fahrrad erreichbare Umgebung. Zwei Jahre später brachte eine Klassenfahrt einen Schiffsausflug ab Dagebüll. Wegen widrigen Wetters musste der übel schaukelnde Kahn zur Hallig Oland ausweichen. Ich habe nicht schlecht gestaunt, dort eine Feldbahn mit selbstgebastelten "Loks" zu sehen. "Profi" wie ich inzwischen war, hatte ich die gusseiserne Canon-Fotoausrüstung mitgeschleppt und so entstanden meine ersten Feldbahnfotos, siehe unten. Einige Monate später mein erster Besuch bei Feldbahnfreunden, im FWM Oekoven, und danach standen die Feldbahnen bei mir immer an erster Stelle. Ich musste nur entdecken, dass es Feldbahnen gibt, um fasziniert zu sein. Einen "vernünftigen" Grund dafür suchen wohl nur die Ahnungslosen. Grüße, Martin
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