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 Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn

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Carsten Lücke
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 10:11

Hallo Dieter,

Du meinst sicher die Biogasanlagen, die überall aus dem Boden schiessen.

Mit dem Gas müsste der Motor laufen, die dort angeschlossenen Kraft-Wärme-Anlagen laufen damit ja auch

Bleibt nur das Problem der Abfüllung.

Das Gas muß ja verdichtet und in Flaschen abgefüllt werden.

Viele Grüsse

Carsten
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jimknopf600
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 12:49

Hallo!
@Tobias: Ja, den Slavia Einzylinder, luftgekühlt, Fotos kommen noch...

@Dieter: Ist ja interessant. War die Gmeinder ab Werk so ausgerüstet und geleifert, oder nachträglich umgerüstet? Immerhin wurden ja auch einige Loks mit Holzvergaser gefahren, dazu benötigte man ja auch einen Ottomotor. Auch damals wurden dazu einige Dieselmotoren umgestrickt. Aber meistens wurde dann generell für den Zweck ein "Benziner" eingebaut.
Sagmal, den Lanz Bulldog gab es doch glaube auch mit Holzvergaser. Wie wurde der denn angepasst? Nur einfach so mit Zündkerze? Oder war da noch mehr erforderlich? Die hohe Kompression macht bei Gasbetrieb nicht ganz so viel aus wie bei Benzin (klopfen).

Gruß, Lutze
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Carsten Lücke
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 13:29

Hallo Lutze,

beim Lanz-Bulldog war die Umstellung auf Gasbetrieb ziemlich schwierig.

Zunächst gab es das Zweistoffverfahren, bei dem eine kleine Menge Diesel die Zündung des Gasgemisches im Glühkopfmotor einleitete, später kam dann noch der Reingasbulldog, der mit elektrischer Zündung und ohne Glühkopf arbeitete.

Probleme bereitete, das daß Gas aus dem Generator durch das Kurbelgehäuse mußte, da der Bulldog ja ein Zweitakter mit Kurbelgehäusespülung ist.
Dadurch gab es dort reichlich Ablagerungen von teerigen Rückständen aus dem Gas so das alles versiffte und verklebte.

Dieses Problem behob man mit einer Gasschleuse.

Übrigens hat der Lanz-Bulldog einen sehr niedrig verdichtenden Motor.
Es handelt es sich um einen Glühkopfmotor, nicht um einen hoch verdichtenden Dieselmotor.

Gruß

Carsten
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Dieter
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BeitragThema: richtig "GAS"-geben mit Gas aus ner Buddel.........   Fr 16 Okt 2009, 14:31

jimknopf600 schrieb:
Hallo!
@Dieter: Ist ja interessant. War die Gmeinder ab Werk so ausgerüstet und geleifert, oder nachträglich umgerüstet? Immerhin wurden ja auch einige Loks mit Holzvergaser gefahren, dazu benötigte man ja auch einen Ottomotor. Gruß, Lutze
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Hallo Lutze,

bei diesem Werk in Stuttgart gab es wohl nur Feldbahnloks mit Benzinmotor, siehe auch dieses Bild :

http://img135.imageshack.us/img135/7606/forumbild2la6.jpg

Auch unser Kröhnke Lorenknecht hat ja einen Benzinverdampfermotor MA711 von Haus aus eingebaut . Der lief auch dort in einer Kläranlage. Wir sprachen ja in Berlin schon einmal über einen Umbau auf Gas.

schönen Gruss,
Dieter
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jimknopf600
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 17:29

Hallo!
@Carsten: Stimmt, jetzt fällt mir das wieder ein mit dem Zweistoffverfahren, wo der Diesel die Zündung einleitet. Dass es aber auch noch einen reinen Gasbulldog gab, wusste ich nicht, hatte ebend nur das Foto mit den Holzvergasern huckepack im Kopf. Bei solchen Anlagen war das immer in Problem mit den Rückständen und die Flatterventile beim Lanz mögen das bestimmt nicht...Und richtig, solch Glühkopfmotor „tickt“ eh etwas anders. Somit sollte bei mäßiger Verdichtung der Gasbetrieb möglich sein.
Zu dem Thema Holzgasantrieb machte die Wehrmacht einen großangelegten Versuch mit jede Menge abenteuerlichen Konstruktionen für Kraftfahrzeuge die auf einer 2000 km-Tour beweisen mussten, ob sie was taugen. Auch verschiedene“Festkraftstoffe“ wurden ausgiebig getestet. Das eine Problem waren die erwähnten Rückstände, so dass die Anlagen viel Wartung benötigten. Das andere Problem bestand in der sich ständig ändernden Menge der Gasentnahme(Ähnlich wie bei Dampf, reagiert der Entwickler nur träge, oder ist nicht zu bändigen). Außerdem konnte man nicht unendlich viel „Festkraftstoff“ wie Holz oder Kohle mitfühern. Bei Feldbahenloks hingegen war das schon einfacher zu realisieren, indem man noch einen extra Wagen mitführte. Außerdem war die Lok meist in Reichweite zum Depot. Gab es hier schon Beiträge zu dem Thema? Wenn ja, wann und wo? Irgendwo tauchte mal ein Foto vor einiger Zeit (Diema?) auf. Vorallem würde mich interessieren, ob dazu auch Dieselmotore umgebaut wurden, oder ob da gleich ein Ottomotor eingebaut wurde.
@ Dieter: Tolles Foto! Lok mit Flasche längst, hab ich ja noch nie gesehen. Hast Du darüber auch technische Angaben? Was den Benzin-Lorenknecht angeht, hast Du damit nun schon mal experimentiert? Wie schon gesagt, man brauch dafür erstmal einen Unterdruckregler und dieser ist dann vor der Drosselklappe anzuschleißen. Um einen besseren Sog zu erzeugen, habe ich dann noch ein Reduzierstück vor den Luftfilter gesetzt. Zum Testen eignen sich da wunderbar Schläuche, die man nach Belieben mehr- oder weniger abquetscht, oder Kugelhähne aus dem Sanitärbereich.

Soviel heut von „Jugend forscht“, ich gebe zurück ins Studio
Lutze bounce
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jimknopf600
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 18:40


kleine, feine Gmeinder mit meiner einer


Das Frontblech der Ns2h war doch deutlich größer. Allerdings fehlten unten gut 10 cm, die schon radikal abgebrannt waren.


Der Fahrtrichtungshebel fehlte und musste neu gefertigt werden


auch das Zahnrad der Getriebeeingangsseite fehlte und wurde nachgefertigt(hier erstmal nur Muster aus Alu)....und wurde ordnungsgemäß angegossen

..und passte dann auch auf Anhieb.


die ersten gelaserten Teile. cheers
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jimknopf600
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 19:05


Dieser Filter brauchte ein neues Schauglas...


...welches sich dann auch schnell in der Spirituosenabteilung fand. Ausgetrunken, Kopf abgeschnitten und eingeklebt - fertig.


Aber nicht, dass es den Eindruck erweckt, hier geht es nur um's Saufen, nein, hier geht es auch um andere Probleme: nämlich die seperate Kupplungswelle einzufedeln - was gar nicht so leicht war. Vorteil. Ich brauchte nicht auf die Fluchten der Wellen zu achten. Very Happy
...
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jimknopf600
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 19:16


und so sah es dann beim Probelauf aus: Alles Provisorium - wie vieles im Leben.


Die erste Probefahrt, festgahalten von Frank, ich war ja schwer beschäftigt das Ungetüm zu zähmen.


Und nach bestandener Probefahrt wurde sie (mit Schwarzbier) auf den Namen Bambi getauft.(verdammt, schon wieder Alkohol, jetzt ist es mir doch langsam peinlich). Die Probefahrt fand an meinem Geburtstag statt - ich grinste im Kreis. Very Happy
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uhlenhooker
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 19:20

Hallo Lutz,
du meinst sicher das Foto von der Holzgas-Schöma in Oekoven. Siehe hier:

http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=59274&password=&sort=7&size=big&thecat=7216

Weitere Fotos sind in der gleichen Galerie vorhanden.

Viele Grüße,
Reinhard
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BeitragThema: Re: Die Gmeinderlok der Kienäppelbahn   Fr 16 Okt 2009, 19:41


Das ist der abgedrehte Kolben. Ursprünglich hatte er einen Kugelbrennraum.


Hier der Druckregler. Die starke Druckfeder wurde gegen diese feine Zugfeder (innen)ausgetauscht.


Weitere Deatails folgen.
bis später, Lutze
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