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 Feldbahn in Glindower Alpen

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M. Böckl
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BeitragThema: Feldbahn in Glindower Alpen   Do 02 Jul 2009, 15:38

Aus "Potsdamer Neueste Nachrichten" vom 2.7.2009:

Feldbahn in Glindower Alpen: Zur nächsten Saison soll halbe Strecke fertig sein

AnzeigeWerder (Havel) - Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für eine Feldbahn in die Glindower Alpen beginnen. Das sagte Peter Schwoch von der Feldbahngruppe des „Fördervereins Historische Ziegelei“ auf PNN-Anfrage. Zur Saison 2010 könnte die erste Hälfte der geplanten, 800 Meter langen Feldbahnstrecke in Betrieb gehen. Nach der kompletten Fertigstellung soll die Bahn an der Ostseite des Ziegeleigeländes die Fahrt beginnen, nach einer weiten Lichtung den sanften Anstieg in die urwüchsigen Glindower Alpen nehmen, um nach einer Viertelstunde am Rand einer Tongrube zu halten und die Rückfahrt anzutreten.

Mit der touristischen Feldbahn soll an die Industriegeschichte des Ortes erinnert werden, die Landschaft der Glindower Alpen ist bis heute vom Tonabbau im 19. und 20. Jahrhundert geprägt. Die Feldbahngruppe hat bereits den Großteil des benötigten Materials und der Technik zusammengetragen, zum Kirsch- und Ziegelfest am kommenden Wochenende wird die Feldbahn wieder eine kleine Runde auf dem Gelände der Ziegelmanufaktur drehen.

Für die „Langstrecke“ in die Alpen sind laut Schwoch noch einige bahnrechtliche Details zu klären. So benötige die Lok neue Radsätze, die Schienenbefestigung an Betonschwellen müsse noch statisch berechnet werden. Mit Rücksicht auf die Naturschutzbehörden wolle die Feldbahngruppe auf den Einsatz von Holzschwellern verzichten.



LG
Manfred
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M. Böckl
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BeitragThema: Re: Feldbahn in Glindower Alpen   Fr 24 Jul 2009, 09:30

Aus "Potsdamer Neueste Nachrichten" vom 24.07.2009:

Fahrplan der Feldbahn in Gefahr Erstes Treffen der Glindower Projektgruppe

AnzeigeWerder (Havel) - Das Projekt Glindower Feldbahn gerät ins Stocken. Ob der anvisierte Fahrplan gehalten werden kann, bereits im kommenden Jahr Touristen in den ehemaligen Lorenbahnen durch die Glindower Alpen zu fahren, scheint fraglich. Ein erstes Treffen der im Juni vom Glindower Ortsbeirat initiierten Projektgruppe Feldbahn hinterließ gestern offene Fragen. Das Problem: Derzeit fehlt die Unterstützung eines Grundstücksbesitzers, über dessen Flächen die Bahnen zum Teil rollen sollen. Lehnt er ab, müsste das seit 13 Jahren betriebene Projekt begraben werden, sagte gestern Björn Alte, Vorsitzender der Feldbahngruppe des „Fördervereins Historische Ziegelei“, gegenüber den PNN.

Noch Anfang des Monats herrschte Zuversicht bei den Verantwortlichen der Feldbahngruppe. Schon zur Saison 2010 sollte die erste Hälfte der geplanten 800 Meter langen Feldbahnstrecke in Betrieb gehen. 350 Meter Strecke seien bereits befahrbar, sagte Alte. Die Feldbahngruppe hat den Großteil des benötigten Materials und der Technik zusammengetragen. Zum Kirsch- und Ziegelfest Ende Juni fuhr die Feldbahn sogar eine Runde auf dem Gelände der Ziegelmanufaktur.

Nach der kompletten Fertigstellung soll die Bahn an der Ostseite des Ziegeleigeländes die Fahrt beginnen, nach einer weiten Lichtung den sanften Anstieg in die urwüchsigen Glindower Alpen nehmen, um nach einer Viertelstunde am Rand einer Tongrube zu halten und die Rückfahrt anzutreten. Doch genau dieser Streckenverlauf scheint nun fraglich – die Bahn müsste über fremde Grundstücke rollen. Der anwesende Grundstücksbesitzer wollte gestern jedoch keine endgültige Zusage für das Projekt geben. Er habe noch planungsrechtliche Fragen mit der Stadt zu klären, hieß es.

Bis dahin gehe es kein Stück voran, erklärte Feldbahnpionier Alte. Denn auch die zweite alternative Streckenführung verlaufe über Gelände des selben Grundstückseigentümers. „Ohne seine Zustimmung geht es nicht weiter“, so Alte.

Die Resignation war allen Beteiligten anzusehen. Unverrichteter Dinge musste die siebenköpfige Gruppe, unter ihnen die Stadtverordneten Renate Vehlow (Linke) und Hermann Bobka (CDU) sowie Ziegeleibesitzer Harald Dieckmann und einige Mitglieder des Fördervereins, das Treffen abbrechen. Frühestens in zwei Monaten gehe es weiter, denn – darin waren sich alle einig – eine „Bimmelbahn“, die nur eine kleine Runde auf dem Hof der Glindower Ziegelei drehe, sei zu wenig, um Touristen zu locken. Das Ziel, mit der Feldbahn an die Industriegeschichte des Ortes zu erinnern, sei damit verfehlt. Die künftige Reiseroute müsse durch die Glindower Alpen verlaufen, war man sich gestern einig.

Das bergige Naturschutzgebiet ist bis heute vom Tonabbau im 19. und 20. Jahrhundert geprägt. Fahren dürfte die Lorenbahn hier heute nur, weil die Glindower Alpen bereits früher einmal eisenbahnrechtlich gewidmet waren. Die alten Schienenrechte gelten noch heute.



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