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 räder aufschweißen

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HSB
Lorenbremser


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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Sa 28 Feb 2009, 20:06

Glück Auf,

dann würde mich einmal ein Betrieb interessieren der dieses gut macht und was das eventuell pro Rad ungefähr kostet.

Gern auch die Antwort als PN oder Mail.
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KGB-Feldbahn
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BeitragThema: Personen Cabrio und neue Räder   Mo 02 März 2009, 00:04

Hallo,

gern würde ich dir unsere Lore mit Dach zeigen, aber mit dem Foto einstellen ist nicht so recht mein Ding. Wenn Du Interesse hast schick mir deine Mail Adresse und ein Foto kommt.
Auf Wunsch kommt dann auch ein Vergleichsfoto von Torfwerkaufschweissen und Fachwerkstatt für Lokachsen.

Ekkehard
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HSB
Lorenbremser


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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Mo 02 März 2009, 09:14

KGB-Feldbahn schrieb:
Hallo,

gern würde ich dir unsere Lore mit Dach zeigen, aber mit dem Foto einstellen ist nicht so recht mein Ding. Wenn Du Interesse hast schick mir deine Mail Adresse und ein Foto kommt.
Auf Wunsch kommt dann auch ein Vergleichsfoto von Torfwerkaufschweissen und Fachwerkstatt für Lokachsen.

Ekkehard
Glück-Auf Ekkehard,

auf meiner Homepage ist auch ein Bericht über den Bau des Modells und ein Bild von dem Vorbild beim Klosterstollen.

Meine Kontaktdaten kommen via PN.
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uhlenhooker
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Do 30 Apr 2009, 20:48

Hallo Feldbahner

„Räder selber aufschweißen, warum eigentlich nicht“ dachte ich mir und begann, unterstützt von den guten Tipps hier im Forum, mit den Vorarbeiten. Aufzuschweißen sind die Räder unserer Gmeinder 10/12:


Zuerst wurden die Radsätze gestrahlt und gleich danach mit schweißbarer Grundierung, sog. Schweißprimer, überlackiert.


Als nächstes kam die Wahl der Elektrode. Meine „Lieblingselektrode“ ist die „Phoenix Blau“ von Böhler. Als Standartelektrode ist sie u.a. auch für die Gußstahlarten GS-38 und GS-45 verwendbar. Welchen Gussstahl die Ingenieure beim Magdeburger Gruson-Werk in den 1930er Jahren verwendeten, wusste ich natürlich nicht. Ein Praxistest schaffte Klarheit. Ich schweißte eine ca. 50 mm lange Raupe auf die Lauffläche und versuchte diese mit einem Meißel und kräftigen Hammerschlägen zu entfernen. Als dies nicht gelang stand mein Entschluss fest: Selber aufschweißen.

Als Auflage für den Radsatz baute ich mir ein „Rollengestell“. Auf den beiden kugelgelagerten Rohren läst sich der Radsatz leicht drehen. Warum er gedreht werden muss seht ihr gleich.


Jetzt begann die eigentliche Schweißerei. Mit 3,25mm-Elektroden und einem soliden Schweißtrafo legte ich die Schweißraupen quer zur Lauffläche.


Dazu wurde der Radsatz nach jedem Schweißen um 180°, b.z.w. 90° gedreht. Dadurch wurde die Radscheibe gleichmäßig erwärmt. Nach gut zwei Stunden schweißen, drehen…schweißen, drehen…schweißen, drehen…sah es schon so aus:


Jetzt war das Rad gleichmäßig warm und ich schweißte die nächsten Lagen am Umfang. Ich will nicht verheimlichen das die stundenlange Schweißerei eine sch… Arbeit ist. Pro Rad kommen schnell, je nach Einlauftiefe, 4 – 5 Stunden reine Schweißzeit zusammen. Einen Spitznamen verpasste mir meine liebe Familie auch gleich: Brat-Maxe.


Letztendlich verbrauchte ich 4,5 Pakete Schweißelektroden, Inhalt je 160 Stück. Das Ergebnis meine ich, kann sich aber sehen lassen.


Als nächstes wurden die Räder bei einer ortsansässigen Stahlbaufirma abgedreht. Es zeigte sich, dass die aufgeschweißte Fläche, warum auch immer, „Glashart“ geworden war. Die Kommentare des Drehers möchte ich hier lieber nicht wiedergeben.




Zum Schluss meines Berichtes möchte ich noch ausdrücklich darauf hinweisen, dass meine „Aufschweiß-Aktion“ ein Versuch war, der glücklicherweise gut verlaufen ist. Es handelt sich nicht um ein „erprobtes Verfahren“ das auf andere Radsätze und andere Hersteller übertragbar ist. Dazu sind die Materialien zu unterschiedlich. Eine neue Erfahrung war es allemal.

Viele Grüße, Euer Brat-Maxe, äh, Reinhard
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Sa 02 Mai 2009, 10:13

Brat-Maxe ähh Reinhard, eine große Leistung, ich bin begeistert. Geb 2

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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   So 03 Mai 2009, 19:51

Das ist ja wirklich mal was ganz neues! Das jemand selber Räder aufschweist habe ich noch nicht gesehen. Aber trotzdem bzw. grade deshalb herzlichen Glückwunsch zum Gelingen deines versuches. Ich hätte mich das ehrlich gesagt nicht getraut. Wink

tongue
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   So 03 Mai 2009, 21:56

Die Schweißungen werden "glashart" weil der Untergrund (der Radkörper) aufgrund der großen Masse die beim Schweißen entstehende Wärme nicht schnell aufnehmen kann und so die Schweißnähte "aushärten".
Vergleich das mal mit einer normalen Schweißnaht auf einem einfachen Stück Flacheisen oder so, da sind die Verhältnisse ganz anders.
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gebus
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Di 04 Aug 2009, 19:04

Hallo,

im Urlaub kam ich in Münkeboe, Ostfriesland, beim dortigen Torfbetrieb vorbei. Neben herrlichen Impressionen dreier in Dienst stehender Gmeinder, Seilzuganlage, Lorenkippanlage etc. wurden dort auch Fahrzeuge aufgearbeitet bzw. instand gehalten. Ein Lok-Radsatz war fertig aufgeschweißt (quer zur Laufrichtung).

Auf meine Frage, wo denn die Drehbank zum Abdrehen sei, erntete ich einen recht verständnislosen Blick und die Antwort: "Wie, abdrehen, der ist doch so in Ordnung und in spätestens einer Woche ist der sowieso glatt!"

Also, im rauen Alltagsbetrieb müssen die Maschinen deutlich mehr erdulden als ihre museal behüteten Schwestern.

Grüße
Gebus

PS: Bilder habe ich ´ne ganze Menge gemacht, nicht nur in Münkeboe, aber die stelle ich nicht auf Seiten von Drittanbietern. Lediglich die Möglichkeit, sie direkt ins Forum hochzuladen, würde ich gerne wahrnehmen. Aber bitte jetzt nicht hier darüber diskutieren!
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Michi
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Di 04 Aug 2009, 19:52

Hallo Reinhard,

Allergrößten Respekt und alle Achtung!!!


Gruß Michael
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Frank
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Di 04 Aug 2009, 20:12

Ja, ich sage es noch mal: Glück gehabt! Das genau das gleiche Experiment schief gehen kann, hat ja Lutz von der Kienäppelbahn bei der Aufarbeitung seiner Gmeinder 10/12 erfahren müssen: Beim Abdrehen nach dem Aufschweißen brachen größere Stücke des Altmaterials mitsamt der Aufschweißung aus, so dass man die Räder eigentlich nur noch hätte wegwerfen können. Nur dem genialen Bastelsinn von Lutz ist es zu verdanken, dass die Radsätze mittels selbst gefertigter und (noch unglaublicher) mit "Bordmitteln" aufgezogener Radreifen heute wieder voll nutzbar sind.

Also noch einmal: Vorsicht!

Gruß, Frank.
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