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 räder aufschweißen

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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Fr 19 Dez 2008, 09:27

Hi,

auch bei mir war das mit Angeboten nicht sooo einfach.

Meiningen - man hat nur telefonisch einen etwa-Preis genannt, schriftlich wollte man erst nach persönlicher Prüfung auf Schweißbarkeit etc. etwas abgeben. (Meine Anfrage kam nach Franks Achsenaufarbeitung mit dem traurigen Blick bei der Abholung - war dabei und hab die Träne im Auge gesehen ;-)

MaLoWa - dito wie bei Frank, kein schriftliches Angebot

Harms - problemloser Fixpreis per Mail.

Schienenfahrzeugwerk Delitzsch - nach Besichtigung Absage da Achsen für deren Maschinen wohl etwas zu klein waren.

Edit: LRT Tharandt - kein Fixpreis, eine Teilleistung (glaube aufschweißen war es) nur nach Aufwand

Hat denn jemand Erfahrungen bei "Nicht-Eisenbahn-Werkstätten" gesammelt? Wäre doch mal interessant ob es Alternativen gibt...
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Fr 19 Dez 2008, 19:44

hallo

harms hat mir gesagt 500 -800 euro,natürlich für beide achsen zusammen,und sie mußten auch bis 1,5cm aufschweißen.und sie sind dabei geblieben.

gruß rainer
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M. Scholz
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Sa 20 Dez 2008, 12:50

Hallo,

wem Bremen und Meinigen zu weit ist und "etwas weiter südlich" Achsen aufzuarbeiten hat: Die Achsen meiner JUNG EL 110 hat die Bahnwerkstatt Vorchdorf der Fa. Stern&Hafferl überarbeitet. Das war zwar kein "Aktionspreisangebot", aber dafür eine absolut fachmännisch ausgeführte Arbeit.
Die Räder waren über 20mm tief eingelaufen:

Einige Wochen später:


Eine Möglichkeit zur Aufarbeitung besteht auch bei Firmen, die die Fahrwerke von Baggern aufarbeiten.
Aber ich habe den Auftrag dann doch lieber an eine Firma mit bahnfachspezifischer Erfahrung vergeben.

Viele Grüße

Markus Scholz
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Sa 20 Dez 2008, 21:22

Salü Markus
würde mich sehr interessieren wie St&H das gemacht hat. Wurde da aufgeschweisst oder das Problem eventuell mit einer Bandage gelöst? Uebrigens soll eine gute Arbeit auch ihren Preis haben - auf lange Frist ist ein hoher (begründbarer) Preis sowieso meist billiger als Schnäppchenangebote. Und einer Bahnwerkstätte braucht man wohl gar nicht erst zu erklären, dass auf Lagerflächen keine Eindrücke gehören.
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M. Scholz
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   So 21 Dez 2008, 12:45

Hallo,

@Heinz: St&H hat die Räder ganz klassisch aufgearbeitet: Also zuerst ganz viele Schweißraupen gezogen und anschließend überdreht.
Ich nehme an, eine Bandage wäre wegen der dann wohl nötigen Sonderanfertigung um sehr vieles teurer gewesen - diese Lösung stand daher gar nicht zur Diskussion.

Viele Grüße

Markus Scholz
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Mo 22 Dez 2008, 22:51

Hallo,

wir haben Räder für unsere DS 28 in Bremen aufschweißen lassen. Das Ausschweißen war absolut top gehacht. Die Firma schweißt mit einen Automaten unter Pulver und das Material ist frei von Lunkern und Einschlüssen.

Ich gebe Euch recht, mit dem Abdrehen sollte man in eine Dreherei gehen. Die machen dann nach Zeichnung auch wieder das richtige Profil auf die Räder.

Wir sind mit unseren losen Rädern so gut gefahren und fahren Heute immer noch gut mit den Rädern.

Grüsse aus Lage

Bernhard
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Mo 22 Dez 2008, 23:11

Hallo!

Hat noch niemand die Räder selber aufgearbeitet?

Also wir werden die Achsen (O&K MV2, GEBUS Type III,...) selber aufarbeiten. Eine große Drehmaschine steht ja zur Verfügung.
Zuerst die vorhandene Lauffläche auf der Drehbank "überzupfen", dann mit geeigneten Elektroden direkt auf der Drehbank endlos im Kreis schweißen. Eventuell werden die Radscheiben vorgewärmt. Anschließend Lauffläche profilieren.
Nach einem Probestück wird sich heraustellen ob die angewendete Methode richtig war.
Gegebenenfalls wird vorher noch eine Werkstoffprüfung durchgeführt.

Lg Stefan
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Di 23 Dez 2008, 09:53

Mit dem Selbermachen ist das so eine Sache, gerade wenn man das Material nicht richtig einschätzen kann. Die Laufflächen sind oft so verhärtet, dass man sie nur schwer abgedreht kriegt. Bei einem Bekannten sind beim Abdrehen nach dem Aufschweissen große Stücke des Altmaterials ausgebrochen, womit die Laufflächen praktisch unaufarbeitbar wurden. Nur eine Stahlbandage konnte die Achsen noch halbwegs wieder herrichten. Die Sache bleibt also was für Fachleute.

Gruß, Frank.
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Di 23 Dez 2008, 11:19

Hallo Frank,

also leichte bedenken habe ich natürlich auch, aber da ich Drehen und Schweißen erlernen durfte, wird das hoffentlich kein Problem sein.
Ich habe auch schon von einem Fall einer misslungenen Reparatur gehört, wo sich das aufgetragene Material nach dem Schweißen mit einem leisen "Ping" wieder von der Radscheibe verabschiedet hat. Das war auch eine Fachfirma, die unter anderem Lokomotiven zusammen geschraubt hat.

Bei den GEBUS Achsen, bleibt keine andere Möglichkeit als zu Schweißen, da die Lauflächen bereits soweit eingelaufen sind, dass für das Aufziehen von Radreifen schon zuwenig Material vorhanden ist.

:-) Auserdem mache ich die Räder lieber selber Kaputt, als mich über jemand anderen zu Ärgern. :-)

Lg Stefan
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BeitragThema: Re: räder aufschweißen   Di 23 Dez 2008, 11:56

Hallo zusammen,

also Material "einschätzen" ist ja so eine Sache.
Wenn mann nicht weiß, um was für einen Werkstoff es sich handelt, dann solte man doch lieber eine Analyse in Betracht ziehen.

Der Laufflächenbereich des Rades ist natürlich in hohem Maße kaltverfestigt und diese Randschicht muß runtergedreht werden.
Zumal es nicht selten vorkommt, das bei den Laufflächen durch die Belastung, insbesondere beim Kurvenfahren regelrecht Material weggedrückt und verschoben wurde, was dann zu den Abplatzern und Ausbrüchen führt.

Der aufzuschweißende Bereich muß bis auf das gesunde Materialgefüge abgedreht werden, erst dann kann mit dem Neuaufbau begonnen werden.
Natürlich nur mit dem passenden Schweißzusatzwerkstoff und den entsprechenden Vorbehandlungen, z.B. Erwärmen.

Viele Grüsse

Carsten
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