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 Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

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AFKB
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Di 12 Sep 2017, 18:21

Na dann schaff dir mal einen "Obelix" an, der die 200 kg Baugruppe im ganzen hin und her trägt - bis zur Montage an der Lok.
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Di 12 Sep 2017, 20:26

Mahlzeit Gerd,

das wird wohl notwendig sein, die Werkstatt hat noch einiges an Verbesserungspotential. Ein kleiner Deckenkran wird nach dem Umbau des Daches im nächsten Jahr mit eingeplant.

Weiter geht es mit den Pufferplatten.



Nachdem die gebogenen Winkeleisen mit den Pufferplatten verbohrt waren, ging es mit Fräsarbeiten weiter. Die Pufferplatte passt geradeso auf den Maschinentisch.



Es galt den Ausschnitt für die Kuppelkette deckungsgleich in den oberen Winkel mit einzubringen.



Die Kontur der Pufferplatte wurde als Lehre verwendet und "abgekurbelt"



Der fertige Ausschnitt.



Die Winkel müssen noch an den Ecken mit großen Radien versehen werden. Die Schrauben werden im nächsten Arbeitsgang durch 16 mm-Nieten ersetzt. Zudem sind die Bolzen für die Befestigung an den Pufferstangen zu drehen.



Überblick über die Baugruppe. Für das Vernieten werden die Bohrungen noch gesenkt.

Gruß Sven

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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Sa 23 Sep 2017, 20:54

Mahlzeit!

Weiter ging es in der letzten Woche mit den Vorbereitungen für die Präsentation der Lok auf der Messen Modell-Hobby-Spiel vom 29.September bis 01. Oktober in Leipzig.



Die Maschine wurde vor der Werkstatt der WEM GmbH zunächst komplett abgerüstet und einer gründlichen Reinigung unterzogen.



Zunächst wurde mit dem Hochdruckreiniger gearbeitet, anschließend das Fahrwerk mit einem Industriereiniger behandelt. Da bei der rollfähigen Aufarbeitung 1998/99 unter sehr einfachen Bedingungen und unter freiem Himmel lackiert worden war, löste sich an vielen Stellen der Lack ab. An Führerhaus, Kessel und Kohlenkästen ist der Lack bereits seit längerem an einigen Stellen so dünn, dass die rotbraune Grundierung durchscheint.



Der nachgefertigte Werkzeugkasten wurde nun auch angebaut.



In der Werkstatthalle wurde dann mit der Auffrischung der schwarz lackierten Flächen begonnen.



19 Jahre liegen zwischen altem und neuem Lack.



Die blanken Gestängeteile wurden mit einem Konservierungsöl behandelt. Dies fand auch am Rahmen Anwendung, da der zur Verfügung stehende rote Lack um einige Nuancen zu hell  und somit eine Ausbesserung nicht möglich war.



Unterstützung bekam ich am Donnerstag von Christian aus Cottbus, herzlichen Dank dafür nochmal. Während er sich um den Rahmen kümmerte, konnte ich die Bremse durchsehen und überarbeiten.



Im Rahmen der Arbeitswoche wurden auch die noch fehlenden beiden Fenster eingeglast und eingebaut.



Nach 42 Jahren hat die Maschine nun wieder alle Fenster in der ursprünglichen Ausführung.



Ein Blick aus ungewöhnlicher Perspektive, da die Lok einmal auf der Arbeitsgrube stand, konnten noch kleinere Fahrwerksarbeiten ausgeführt werden.





Die langen Abende haben sich gelohnt, die Hilax ist nun bereit für den Transport nach Leipzig.

Gern hätte ich auch noch die neuen Puffer angebaut, doch hat die Zeit für das Vernieten nicht gereicht. Dies wird nun in der Zeit nach der Messe stattfinden, so dass die Lok über den Winter weiter komplettiert werden kann.


Danke an alle Beteiligten für die großartige Unterstützung.

Gruß Sven
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Di 26 Sep 2017, 10:14



Mahlzeit!

Gestern fand der Transport der Lok nach Leipzig statt, wo sie vom 29.September bis 01. Oktober auf der Messe Modell Hobby Spiel zu sehen sein wird. Für die Lok ist es wohlmöglich eine Rückkehr in die Vergangenheit, wurde sie doch 1938 von der Firma Erich Brangsch G.m.b.H., Feld- und Kleinbahnen Engelsdorf-Leipzig bei der Lokomotivfabrik ARN. JUNG in Jungenthal b. Kirchen a.d. Sieg bestellt und an die Carl Halbach AG, Hartstein- und Schotterwerk Bernbruch geliefert.



Ankunft der Lok auf dem Tieflader vor der Messehalle. Die Verladung in Weißwasser fand im strömenden Regen statt.



Nachdem es den ganzen Vormittag geregnet hatte, waren die Wolken nun aufgezogen und ließen etwas Sonnenschein zu.



Vor der Lok sind die Gleisjoche für Ausstellungsgleis und Rampe, sowie die Holzladung für die Drehschemel zu sehen.



Ein zweiter LKW im Vordergrund brachte den Wagenkasten des Jagdwagens und die Unterwagen mit.



Die rechte Triebwerkseite im Gegenlicht.



Der Tieflader der Press GmbH hat die Lok wohlbehalten in die Halle gebracht.



Vorbereitung zum Anschluss des Transportjochs an die vorbereitete Rampe aus Kreuzstapeln und aufgelegtem Brigadegleis des 1. Weltkrieges. Dank der Absenkhydraulik des LKW konnten die Höhen von Rampe und Gleisjoch sehr bequem angeglichen werden.



Der fertig aufgestellte Ausstellungszug in der Messehalle 3



Das obligatorische Gruppenbild der Mannschaft vor dem Ausstellungszug.

Gruß Sven
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Di 26 Sep 2017, 20:50

Mahlzeit,

hier noch einige nachgereichte Bilder von Blix.



Die Lok beim Befahren der Rampe.



Die Gleisanlage in kompletter Ausdehnung.



Am Fuß der Rampe angekommen.


Gruß Sven
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Mi 04 Okt 2017, 22:12

Hallo Sven,

Deine Berichte verfolge ich sehr interessiert! Wirklich traumhaft, was Du so handwerklich mit Liebe zum Detail zeigst.
Das S10 sieht unter der Lok aber wirklich sehr blumendrahtmäßig aus...

Viele Grüße, Frank.
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Mi 04 Okt 2017, 23:28

Mahlzeit Frank,

Danke für die Anerkennung, ich bemühe mich gerade diese Details zu berücksichtigen, die die Lok besonders machen. Wenn ich richtig informiert bin gab es bei euch in der Gegend auch mal ne Hilax im Einsatz...

Der Blumendraht war ursprünglich für so hohe Achslasten nicht gedacht, gehalten hat er zum Glück doch.

Gruß Sven
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Di 24 Okt 2017, 10:01



​Mahlzeit!

​Die Lok ist nun wieder zurück bei der WEM und es geht langsam weiter mit den Arbeiten.



Detail ist der kleine Messingknauf für den Werkzeugkastendeckel im Führerhaus. Ich habe ihn vor Jahren an einem alten Schrank gefunden und ersetzt nur die einfache Schraube, die bisher zum Öffnen des Deckels diente.



Der Knauf ist schon etwas abgegriffen und passt wunderbar zum Zustand der Maschine.



Des Weiteren wurden die Holzbeilagen für die Pufferträger abgeliefert. Es war nicht ganz einfach jemanden zu finden, der in der Lage war diese großen Eichenholzteile anzufertigen. Danke an Martin Braun für die Hilfe!

Gruß Sven
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    Fr 27 Okt 2017, 09:23



Mahlzeit!

Nach längerer Werkstattabstinenz konnte nun der zweite Bolzen für die Pufferplatte gefertigt werden.



Der Kopfdurchmesser beträgt 60 mm, der Schaft ist 36 mm stark. Das 70er Rund vom Schrottplatz muss daher erstmal runtergeschruppt werden.
Dieses große Volumen will erstmal zerspant werden Wink



Für das Bohren des Splintlochs durch Mutter und Bolzen war etwas Kreativität bei der Aufspannung gefragt.



Nun waren beide Bolzen fertig zum Einbau. Um später eine genaue Zuordnung der Teile zu gewährleisten wurde die Einbaulage mit Schlagbuchstaben markiert.



Probeweiser Einbau beider Bolzen.

Im nächsten Schritt geht es an das Bohren der Holzbeilagen für die Pufferträger.

Gruß Sven
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BeitragThema: Re: Aufarbeitung der Jung Hilax 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau    So 29 Okt 2017, 19:59



​Mahlzeit!

Wie angekündigt ging es nun mit den Holzbeilagen für die Pufferträger weiter.



Zum Anreißen wurde der Pufferträger als Schablone verwendet und dann diverse Bohrungen und Senkungen eingebracht.



​Auch hier musste teilweise kreativ gearbeitet werden, da meine Werkstatt nur spärlich für die Holzbearbeitung ausgestattet ist.
Die 82 mm Bohrung für die Pufferstange wurde mit einer Betonbohrkrone gefertigt.



Nicht sonderlich elegant, doch es funktioniert, wenngleich der Übergang zum "thermischen" Bohren nicht weit war...Very Happy



Die 3 Durchgangsbohrungen mit 30 mm Durchmesser sind für die je 3 Befestigungsschrauben vorgesehen, die den Pufferträger mit dem Rahmen der Lok verbinden.
Damit eine sichere Schraubverbindung gewährleistet wird, die nicht ständig nachgezogen werden muss, werden in die Bohrungen Distanzhülsen eingesetzt. Für einen guten Sitz wurde hier nochmal nachgerieben.



Die Hülsen wurden aus dickwandigem nahtlosem Präzisionsstahlrohr gefertigt und hier auf der Drehmaschine passend abgestochen.
Aus Vollmaterial zu Bohren und abzulängen hätte mir einfach zu lange gedauert.



​Holzbeilagen und Distanzhülsen.



​Die Hülsen wurden dann eingepresst und die erste Schicht Leinölfirnis auf die Beilagen aufgetragen.



​Die Werkstatt bekam auch wieder Zuwachs, dieser altehrwürdige 55/60er Maulschlüssel wurde beim letzten Schrottplatzbesuch entdeckt und wieder aufgehübscht, für die Montage der Pufferteile fehlte mir bislang ein passender Schlüssel.



Bei einem Kurzbesuch in Weißwasser wurden an der Lok einige Maße abgenommen, damit Material für die im Winter vorgesehene Aufarbeitung der Bremse bestellt werden kann. Die Bremswelle muss ua. neu gelagert werden, die Flanschlager sind rund 5 mm oval eingelaufen und müssen ausgebuchst werden.
Der Ausbau der Bremswelle mit den durch Nasenkeile gesichterten Bremswellenhebeln wird eine spannende Herausforderung werden.
Mehr dazu später.​


Gruß Sven
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