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 Shifting the Stout

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BeitragThema: Shifting the Stout   Mo 26 Dez 2016, 11:57

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Paul Webb: "Shifting The Stout - The Guiness Brewery, Dublin, Its narrow gauge railway system and other transport",
Moseley Railway Trust, 2014, ISBN 978-0-9576789-1-0

Nach einer Erweiterung des Werksgeländes stand die Guiness Brauerei 1873 vor dem Problem, den bislang mit Pferdekarren
durchgeführten innerbetrieblichen Transport reorganisieren zu müssen. In der Folge wurde ein Feldbahnnetz mit der Spurweite von einem Fuß und 10 Inches (etwa 560 mm)
und einer Gleislänge von etwa 8 Meilen gebaut. Da der neue Werksteil deutlich tiefer lag, wurde sogar ein Spiraltunnel angelegt, damit die Feldbahn keine größeren Steigungen als 1 zu 40 überwinden musste.
Schon bald setzte sich ein vom Chefingenieur der Brauerei, Mr Samuel Geoghegan, entwickelter Lokomotivtype mit oben liegenden Innenzylindern durch, von dem im Laufe der Zeit etwa zwanzig Maschinen beschafft wurden.
Sie hatten es vor allem mit über 500 zweiachsigen Kipploren, über 100 vierachsigen Flachwagen aber auch drei Tresorwagen zu tun.
Die Betriebsführung der Hauptversorgungslinien war originell: Ein Zug startete mit 9 Wagen hinter der Maschine seinen Weg durch das Werk. An den Ladepunkten wurden die Wagen hinter der Lok gegen die bereits abgefertigten getauscht,
die vor die Lok gehängt wurden, so dass nach einer Runde quasi das Spiegelbild des gestarteten Zugs ankam.
Für den Rangierbetrieb auf dem Gleisanschluss in irischer Breitspur gab es vier "Converter". Mit einem Kran wurde eine der Schmalspurloks in den Converter gehoben und somit zur Breitspurlokomotive, deren
Zugkraft durch die günstige Übersetzung annähernd doppelt so groß war. Ab 1947 wurde der Bahnbetrieb nach und nach verdieselt, die letzte Dampflok fuhr 1966, die Bahn wurde 1975 stillgelegt.

Die 68 seitige Broschüre (A4-Format) beschreibt neben dieser Geschichte auch in Ansätzen den Straßentransport sowie die für Guiness eingesetzten Schiffe.
Viele Bilder stammen aus dem Guiness-Archiv und zeigen beeindruckende Motive wie zum Beispiel eine Pyramide aus geschätzten 24000 Holzfässern.
Bedingt durch die Druckmethode (Offset-Druck oder Kopie (?) auf Normalpapier) ist die Fotowiedergabe leider häufig eher unterdurchschnittlich, die Motive und
der günstige Preis (unter 10 Pfund) wiegen das aus meiner Sicht wieder auf, ebenso die großformatigen Zeichnungen der Triebfahrzeuge im Anhang.

Fazit: Mein schönstes Weihnachtsgeschenk!
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