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 Indonesien - ganz schlechte Nachrichten aus Java...

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hfb312
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BeitragThema: Re: Indonesien - ganz schlechte Nachrichten aus Java...   Mi 12 Okt 2016, 14:45

Jürgen,

Schrottpreise sind Weltmarktpreise, aber mehr als ca. 1500 Euro pro Lok bleiben da sicher nicht hängen. Die genannten Summen landen in keiner Zuckerfabrik (dort hat auch der Chef da gar nichts zu melden!), sondern "irgendwo" zwischen Hauptverwaltung und Zuckerministerium - ist ja alles staatlich! Der große Rest geht an die "Verwaltungsbehörden" und Spedition - jeder will da bedacht sein und wehe, du vergisst einen oder bedienst den falschen Mann.

Das sind übrigens alles einheimische Chinesen Schrottler und es wird immer vor Ort in der Fabrik verschrottet, nachdem die Loks auf Auktionen meist als Gesamtlos mit weiteren Maschinen versteigert wurden. Ich stand selbst schon weinend vor den noch rauchenden Einzelteilen einer 700mm O&K Dn2t - ganz zu schweigen von der herrlichen Oberursel Cbm in Gempol, die fast gerettet war.

Das wäre auch schon der Weg: Ein Indonesier kauft auf Auktion die Lok(s) und transportiert sie in ein sicheres Lager als Schrott ab. Dann Schritt 2, die Ausfuhr.... das geht alles nur vor Ort und nur als Einheimischer!

Gruß

Rüdiger
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BeitragThema: Re: Indonesien - ganz schlechte Nachrichten aus Java...   Mi 12 Okt 2016, 14:51

hfb312 schrieb:

Das wäre auch schon der Weg: Ein Indonesier kauft auf Auktion die Lok(s) und transportiert sie in ein sicheres Lager als Schrott ab. Dann Schritt 2, die Ausfuhr.... das geht alles nur vor Ort und nur als Einheimischer!

Die Idee hatte ich auch gerade, siehe meinen Beitrag direkt davor.
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hfb312
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BeitragThema: Re: Indonesien - ganz schlechte Nachrichten aus Java...   Mi 12 Okt 2016, 14:57

...Problem ist dabei, dass "man" den Aufkäufer erst mit Geld ausstatten muss und nicht weiß, ob man jemals eine Lok dafür ausgeführt bekommt! Das kann auch im Kapitalverlust enden. Aber eins nach dem anderen:

1. Mann finden
2. Auktionstermine kennen
3. Geld sammeln
4. aufkaufen
5. usw.

Gruß

Rüdiger
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BeitragThema: Re: Indonesien - ganz schlechte Nachrichten aus Java...   Mi 12 Okt 2016, 15:36

Ich habe da jemanden, den kenne ich, und der kennt die Zuckermühlen und kann sehr gut englisch und wohnt in Surabaya, das ist für diese 11 Zuckermühlen recht zentral, hat sogar eine kleine Firma. Aber er bräuchte Expertenwissen bzgl. der Loks (den Part müssten die beteiligten Museen/Vereine übernehmen), um die Baugruppen zerstörungsfrei in Ersatzteile zu wandeln. Natürlich muss da auch für ihn was dabei rumspringen.
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BeitragThema: Re: Indonesien - ganz schlechte Nachrichten aus Java...   Do 13 Okt 2016, 09:18

Neuigkeiten, gut und schlecht. Der Bekannte, von dem ich meine dass er das durchziehen kann, hat sogar schon Kontakte in die Verwaltung einiger PTPNs. Nutzt aber nichts, ich glaube wir können das leider vergessen. Er war heute Morgen bei der PTPN XI und hat mit einer Managerin über das Thema gesprochen. Die Indonesier sind schon echt ein seltsammes Völkchen, es gillt "Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird." Oder anders ausgedrückt, die Unterschriften von so vielen Managern sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen, es wird in einem heißen Land von den Managern nur heiße Luft produziert. Und es gillt die Gummizeit (Jam Karet): Der Plan wird wahrscheinlich zu 2017 noch nicht umgesetzt, wahrscheinlich größtenteils in absehbarer Zukunft garnicht. Auf jeden Fall wird Kanigoro geschlossen, das ist sicher. Bei den anderen wird noch mal nach Wirtschaftlichkeit geschaut und man muss auf die Proteste der örtlichen Stadtverwaltungen und Bauern Rücksicht nehmen. Also selbst wenn die PTPN draufzahlen muss, kann sie viele Fabriken nicht schließen. Olean steht sogar unter besonderem Schutz, sie soll komplett in ein lebendiges Museum verwandelt werden, inklusive Gleise in die Felder, so wie das Eisenbahnmuseum in Ambarawa oder (eingeschränkt?) wie die Fabrik Tasik Madu. Hoffentlich nicht wie Tasik Madu, mit Umbau der Loks in Cowboy-Western-Style, eingepferchten Affen und Dampflok-beheiztem Schwimmbad... (Ich würde da eher Gondang Baru mit seinem Zuckermuseum und der Führung durchs laufende Werk als Vorbild nennen, das ist sehr authentisch.) Wenn eine Mühle tatsächlich geschlossen wird, sollen ihre Lokomotiven zu anderen Mühlen transportiert werden, oder vor Ort museal erhalten werden. Das gillt aber nur für PTPN XI. PTPN X (Merican, Tulangan, und Watutulis) sieht das anders, die sind stolz drauf alle Feldbahninfrastruktur so schnell wie möglich zu "beseitigen". Tja...
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BeitragThema: Re: Indonesien - ganz schlechte Nachrichten aus Java...   Do 13 Okt 2016, 10:54

Guten Morgen, ich bin nun zwar ein nicht gern gesehener mitschreiber, dennoch habe ich mich gefragt ob es vielleicht hilfreich wäre die leute vom Statfold Barn "einkaufsprojekt" mit einzubeziehen. wie vermutlich erwartet kenne ich die genauen gegebenheiten von statfold barn nicht und könnte da den völlig falschen denkansatz haben. aber vielleicht hilft das ja.
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hfb312
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BeitragThema: Re: Indonesien - ganz schlechte Nachrichten aus Java...   Do 13 Okt 2016, 11:30

Hallo,

zumindest ich habe dazu mehrfach mit dem Statfold Eigner gesprochen. Er sagt, er wolle keine weiteren Loks von dort und glaube auch nicht an weitere Verkäufe. Wie er es geschafft hat, ist ja bekannt...

Gruß

Rüdiger
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