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 Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938

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uhlenhooker
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BeitragThema: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Mo 22 Aug 2016, 12:56



Seit dem 22.12.2012 befindet sich die OME 117 bei der Uhlenhooker Feldbahn. Die Maschine sah gar nicht schlecht aus und sie war fahrbereit. Im Februar 2014 begannen wir die Lok zu reinigen und einige Wartungsarbeiten durchzuführen. Daraus wurde eine zweieinhalbjährige Grundüberholung. Aber seht selbst…
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So marode wie die Dekompressionseinrichtung, die sich auch bald darauf zerlegte, waren viele Teile der Lok.
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Der Sandbehälter von unten gesehen. Was mag das nur für eine klebrige Pampe im Behälter und den Rohren gewesen sein? Sand ging jedenfalls nicht mehr hindurch.
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Die folgenden Bilder zeigen Bauteile, die viele von euch aus eigener Erfahrung bekannt vorkommen werden. Es sind fast ausnahmslos Teile der Bremsanlage. Ein Bruch, Ausreißen etc. hätte zum Ausfall der Bremse geführt. Nicht ungefährlich  

Zylindrisch-ballig
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Aufgespreitzt
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Bolzen, der mal eine Kurbelwelle werden wollte.
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M10 / M8 – Kombischrauben.
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Bohrung auf Wanderschaft.
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Der Motor ist inzwischen ausgebaut und die schadhafte Einspritzpumperepariert.
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Blick in den Tank.
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Der Bereich um die Schmierölpumpe. Technisch ist die Pumpe in Ordnung.
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Motorgehäuseentlüftung.
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Als nächstes war der Rahmen an der Reihe.


Irgendwann wollte jemand das Getriebe mit der „Griesheim-Säge“ ausbauen. Die Auflagefläche sah entsprechend aus.
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Mäusenester in zwei Etagen rechts und links vom Leckölbehälter vorne im Rahmen.
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Ein Stehbolzen für dir Motorbefestigung von unten gesehen. OK, Rost hat hier keine Chance.
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Über Jahrzehnte gut geschmiert waren auch die Achsgleitlager, Zustand tadellos.
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Es geht voran: Die Antriebsachse ist fertig zum Einachsen.
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Vor dem Sandstahlen muss der Rahmen gründlich entfettet werden.
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Verladen zum Sandstahlen.
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Schon bald erstrahlt der Rahmen in neuem Lack
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Die schönste Phase der der Instandsetzung: Der Zusammenbau der grundüberholten Einzelteile.
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Der Motor ist wieder an seinem Platz.
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Der Einbau des Getriebes ist ungleich schwieriger. Der Motor muss dazu etwas angehoben werden, Dann das Getriebe mit der Antriebswelle und der Druckstange in die Kupplung einfädeln und alles zusammen auf den Rahmen hinablassen.
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Die Drehzahlregulierung wurde provisorisch angebaut und der erste Probelauf konnte beginnen. Und siehe da, der Motor sprang tadellos an. Drehzahlregelung, Schmierölpumpe,
Wasserpumpe – alles bestens. Nach dem Abstellen wurden die Gesichter jedoch länger. Unterhalb des Zylinderkopfes drückte sich Kühlwasser nach außen und setzte sich als blaue Tropfen (Frostschutzmittel) ab.
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Nachdem der Bereich wieder metallisch blank war, wurden zwei Schweißnähte sichbar. Dazwischen verläuft ein Riss.
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Nachdem mehrere äußerliche Abdichtversuche scheiterten, wurde ein Blech zugeschnitten., wischen dem Blech und dem Motorgehäuse eine Schicht Motorsil-Dichtung aufgetragen und das ganze mit M6-Schrauben verschraubt. Etwas rustikal das ganze, aber dicht.
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Zu guter letzt wurden die Puffer noch entrostet.
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Die erste Probefahrt am 29.Juni 2016
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Einige kleinere Nacharbeiten wurden noch erledigt. Fazit der ganzen Aktion: Jedes Feldbahnfahrzeug das in Zukunft den Weg zu uns findet wird zerlegt und überarbeitet. Einfach „Sprit drauf und losfahren“ ist nicht zu empfehlen weil gravierende Mängel von außen nicht sichtbar sind. Die Jung EL 105, FNr. 7411-1937 hat inzwischen den Stellplatz der Deutz eingenommen und wird in ihre Einzelteile zerlegt.


Viele Grüße,
Reinhard
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Mo 22 Aug 2016, 13:39

Kann man bei euch eigentlich auch temporär Loks abstellen? Wir hätten da noch ein paar Kandidaten. Very Happy
Mal wieder eine saubere Arbeit! Daumen hoch

Gruß Torsten
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Mo 22 Aug 2016, 13:42

Erstklassige Arbeit - lieber Reinhard!  Reschpekt! Daumen hoch

PS: Falls noch jemand eine schöne OME loswerden will, bei mir sind zwei Stellplätze frei. Very Happy
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Louis S.
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Mo 22 Aug 2016, 15:40

Reinhard + Mannschaft:...Respekt, da kann man nur den Hut ziehen. Sehr sehr gut!
Matthias:...hätte da noch einen Gmeinderbausatz und `ne NS2f ohne Dach, die ein neues Zuhause suchen. Dann hättest Du die Stellplätze belegt.

Gruß von Steffen


Zuletzt von Louis S. am Mo 22 Aug 2016, 18:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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larsi333
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Mo 22 Aug 2016, 15:59

Sehr schöne Arbeit. Daumen hoch :-)
Das mit der Zerlegung und kompletten Aufarbeitung vor langfristiger Inbetriebnahme ist auch das Beste. So halten wir es bei unseren Fahrzeugen auch.

Gruß Lars
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draisinenl
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Mo 22 Aug 2016, 16:56

Wirklich 1A arbeit!!!

Die lok ist wunderschön geworden..

Herzlichen gluckwunsch und viel spass mit dieses schmuckstuck..

Michael Staats
Niederlande
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Mo 22 Aug 2016, 22:53

Wie immer große Klasse.
Die Jung kann sich freuen...

Gruß Jens
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Joerg
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Di 23 Aug 2016, 09:09

Hallo Reinhard,

die Lok ist wieder sehr schön geworden! War sicher sehr viel Arbeit.

Gruß Jörg
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deutzl
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Di 23 Aug 2016, 18:18

Hallo Reinhard,

Danke für den interessanten "Aufarbeitungsbericht" ! Wenn die Lok so fährt, wie sie aussieht... toll!
Es zuckt mir gleich in den Händen... Very Happy

Grüße Sven K.
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uhlenhooker
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BeitragThema: Re: Instandsetzung der Deutz OME 117, FNr. 22647-1938   Di 23 Aug 2016, 18:58

Moin,

danke an alle für die anerkennenden Worte. Ich werde versuchen die Lok ende September zur Leemspoor nach Rijssen (NL) zu bringen. Dort findet am 24.09. die alljährliche „Smalspoorgala“ statt. Auf der anspruchsvollen Strecke könnte die Lok zeigen was sie kann. Vielleicht sehen wir uns bei Rijssens Leemspoor am 24. September. Ich würde mich freuen.
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Viele Grüße,
Reinhard
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